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Veilchen Power weist Kritik an Anpeitschern zurück

BG-Fanblock Veilchen Power weist Kritik an Anpeitschern zurück

Sportlich läuft für die BG Göttingen in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A alles wie am Schnürchen. Auch in der Zuschauergunst rangieren die Veilchen ganz oben. Durchschnittlich 2132 Zuschauer drängt es in die Sparkassen-Arena, wenn die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers ein Heimspiel absolviert. Doch es brodelt im Fanblock.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. 2132 Zuschauer - das sind fast 200 Fans mehr, als die in der Zuschauertabelle zweitplatzierte BG Karlsruhe aufweisen kann. Da verwundert es, dass zuletzt in öffentlichen Foren und sozialen Netzwerken Kritik an angeblich schlechter Atmosphäre in der Halle laut wurde.

Die Kritik bezieht sich hauptsächlich auf die sogenannten Anpeitscher. Oft mit dem Rücken zum Spielfeld gewandt, stimmen diese die Sprechchöre, Fangesänge und Choreographien des vor Enthusiasmus und Leidenschaft sprühenden Fanclubs „Veilchen Power“ an. Doch die Art und Weise wie dies zuletzt von statten ging, missfiel einigen BG-Fans.

Emotionalität beim Anfeuern

Bis vor einigen Spielen hat Lukas Liebert als Anpeitscher fungiert. Bekannt und beliebt ist er vor allem durch seine Emotionalität beim Anfeuern geworden. „Zuletzt war das aber ein wenig zu emotional, was dem Ganzen nicht gut getan hat“, sagt Veilchen-Power-Präsident Klaus Dohrmann. In einem persönlichen Gespräch sei aber mittlerweile alles geklärt worden, so der 52-Jährige.

Extrem störe ihn, dass eine interne Diskussion öffentlich übers Internet ausgetragen werde. „Es gibt mehrere Möglichkeiten, Emotion zu definieren. Ich fasse den Begriff eben ein wenig weiter, sehe aber ein, dass sich einige Zuschauer an mir stoßen“, betont Liebert. In den Playoffs soll er aber wieder gemeinsam mit Felix Vogt und Benjamin Becker für Stimmung hinter den Körben sorgen. Das sollte auf einer Vorstandssitzung des Fanclubs am Dienstagabend beschlossen werden.

Akustik der S-Arena

Dass die Stimmung in der Arena schon besser war, weist Dohrmann nicht zurück. Vergleiche mit der Lokhalle verböten sich. Selbst bei klaren Erfolgen hat die BG ihre Anhänger nur selten von den Sitzen gerissen. „Es liegt zum Teil an der schlechten Akustik der S-Arena, manchmal aber auch an der etwas schläfrigen Spielweise des Teams“, so Dohrmann.

Liebert stört es, dass sich „der Trainer gar nicht für uns Fans interessiert“. In den Playoffs werde der Fanblock aber voll hinter der Mannschaft stehen. „Dann geben wir so richtig Gas“, verspricht Dohrmann, der für das erste Heimspiel gegen Science City Jena am Freitag einige Überraschungen vorbereitet hat. Dann wollen die BG-Anhänger zeigen, dass sie ihrem jahrelangen Ruf als beste Fans der 1. Bundesliga auch in der zweiten Liga gerecht werden.

Von Rupert Fabig

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