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Veilchen brennen auf Revanche für Hinspielpleite

Basketball-Bundesliga Veilchen brennen auf Revanche für Hinspielpleite

Der 78:88-Ausrutscher der  BG 74  in Bamberg und der Verlust der Tabellenführung haben der Attraktivität des Basketball-Bundesligisten bei den Fans offenbar nicht geschadet. Für die Partie am heutigen Freitag um 20.15 Uhr gegen die Phantoms Braunschweig ist die Lokhalle so gut wie ausverkauft. Nur noch wenige Stehplatzkarten waren gestern Mittag zu bekommen.

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Hoch konzentriert: BG-Spieler Marco Grimaldi (r.) gegen Braunschweigs Topscorer William  Franklin.

Quelle: SPF

Nicht zuletzt die jahrzehntelange Rivalität zwischen den Basketball-Hochburgen Göttingen und Braunschweig um die Vorherrschaft in Südost-Niedersachsen dürfte dafür verantwortlich sein, dass heute nicht nur die BG-Fans scharenweise in die Lokhalle strömen, sondern auch mehrere hundert Phantoms-Anhänger erwartet werden. Doch auch die Veilchen-Akteure, denen der regionale Konkurrenzkampf ziemlich schnuppe ist, haben über den persönlichen Ehrgeiz hinaus mehrere gute Gründe, sich hochmotiviert und mit unbedingtem Siegeswillen ins Geschehen zu stürzen.

 

Da ist zum einen der Wunsch, sich für die eher durchwachsene Leistung in Bamberg zu rehabilitieren und mit einem Erfolg über die New Yorker Phantoms den Platz der BG im Spitzentrio der Liga zu behaupten. "Unsere größte Motivation ist aber die Revanche für die Hinspielpleite", unterstreicht Trainer John Patrick. Beim 49:56 in Braunschweig hatte die BG eine peinliche Vorstellung abgeliefert und sich in der zweiten Halbzeit mit der schlechtesten Offensivleistung seit dem Aufstieg in die Bundesliga (kein Feldpunkt in mehr als zehn Minuten) blamiert.

 

Patrick hat klare Vorstellungen, welche Defizite die BG gegenüber dem Spiel in Bamberg beheben muss, damit der Heimnimbus von acht Siegen in Folge gegen die Phantoms gewahrt bleibt. "Unsere Innenverteidigung muss besser werden, ebenso die Rotation und das Pick and Roll. Wir müssen uns in der Team-Offense steigern", verweist er unter anderem auf nur vier Assists in Bamberg gegenüber 18 der Gastgeber, "und wir müssen insgesamt viel konzentrierter sein - was zu Hause einfacher ist, als wenn man Tausende Zuschauer gegen sich hat."

 

Längenmäßig klar im Vorteil

 

Ein Manko der BG gegenüber den meisten Konkurrenten lässt sich auch heute nicht abstellen: Es fehlt weiterhin ein echter Brettcenter - mit der Folge, dass Jason Boone (2,01 Meter) und Clif Brown (2,00) fast immer gegen einen Kopf größere Kontrahenten bestehen müssen. Auch Braunschweig ist hier mit Kyle Visser (2,11) und Jason Caine (2,09) klar im Vorteil. Neben den beiden Centern prägen vor allem Power Forward Andrew Drevo, Point Guard William Franklin (Topscorer mit 12,7 Punkten im Schnitt) sowie die Shooting Guards Dustin Salisbery (11,8) und Jonathan Levy (9,3) das Spiel der Phantoms.

 

Das Charakteristikum der Mannschaft von Trainer Emir Mutapcic ist deren Unberechenbarkeit, gleicht der Saisonverlauf des Tabellenneunten doch einer Achterbahnfahrt. Siegen gegen Topteams wie Bonn, Ulm (100:74 am vorigen Sonnabend) oder der BG stehen Niederlagen gegen Abstiegskandidaten - zum Beispiel zwei gegen Schlusslicht Bremerhaven und eine gegen Köln - gegenüber.

 

Auf Initiative von Thomas Oppermann, Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundes-SPD, schauen sich Prominente aus Politik und Wirtschaft die Partie an. Angekündigt haben sich Thomas Steg (stellvertretender Sprecher der Bundesregierung), Bela Anda (Regierungssprecher unter Gerhard Schröder, aktuell beim AWD) und Ex-EnBW- und Sartorius-Chef Utz Claaßen.

 

Basketball-Fans, die kein Ticket mehr bekommen haben, können die Partie der BG gegen Braunschweig wieder im Tageblatt-Liveticker verfolgen. Unter www.goettinger-tageblatt.de oder http://ticker.gt-extra.de. gibt es im Internet Fotos, Hintergründe und Analysen.

Von Michael Geisendorf

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