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Veilchen machen sich selbst das schönste Geschenk

Basketball-Bundesliga Veilchen machen sich selbst das schönste Geschenk

Die Bundesliga-Basketballer der MEG Göttingen haben sich am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages nachträglich selbst beschenkt. Durch eine grandiose Teamleistung sowie einen überragenden und unheimlich abgezockt agierenden Taylor Rochestie bezwang die Mannschaft von Headcoach John Patrick den Meisterschaftsfavoriten Alba Berlin in einem an Dramatik kaum zu überbietendem Spiel mit 86:82 (42:39).

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Spieler des Tages: Taylor Rochestie (mit Ball) zieht, begleitet von Chris McNaughton (l.), zum Korb. Berlins Rashad Wright hat das Nachsehen.

Quelle: Pförtner

Die Anzeigetafel auf dem gigantischen, von der Decke hängenden Digital-Würfel in der Berliner o2-World zeigt vor 10 452 frenetischen Zuschauern 34,1 Sekunden vor Schluss eine knappe 77:76-Führung für die Gäste aus Göttingen an. Über 39 Minuten lang hatten die Veilchen den haushohen Favoriten und inoffiziellen Tabellenführer aus der Hauptstadt immer wieder durch intensiven und aggressiven Basketball geärgert, gefordert und überrascht, als MEG-Playmaker Taylor Rochestie souverän den Ball über die Mittellinie bringt, einen Block von Chris Oliver nutzt und ansatzlos aus mehr als sieben Metern wirft. Rochestie trifft zum 80:76.
Fans liegen sich in den Armen
Die gut 150 mitgereisten Veilchen-Fans springen von ihren Sitzen, liegen sich jubelnd in den Armen und feiern sich und ihre Mannschaft – die Entscheidung zu Gunsten der MEG ist gefallen, der erste Erfolg gegen Alba Berlin in der jungen Bundesliga-Geschichte der Veilchen perfekt.
Am Ende sorgte die Nervenstärke von Rochestie, Little und Jacobson von der Freiwurflinie für einen hoch verdienten 86:82-Triumph im ersten Weihnachtsspiel der Göttinger überhaupt. Noch minutenlang nach Spielende feierten die Göttinger Fans mit Sprechchören und La Ola die Mannschaft und ihre Trainer – der Ausflug am zweiten Weihnachtsfeiertag in die Bundeshauptstadt hatte sich für alle Beteiligten gelohnt.
„Wenn mir das jemand vorhergesagt hätte, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Es ist wirklich unfassbar“, stammelte der sichtlich mitgenommene Veilchen-Fan Christian Ziegenhorn, der über 150 Göttinger mobilisierte, den zweiten Weihnachtsabend lieber in der 14 500 Zuschauer fassenden Berliner Multifunktions-Arena zu verbringen als zu Hause vorm geschmückten Tannenbaum. „Wir haben mit unseren Familien ausgiebig am ersten Weihnachtstag gefeiert und ihnen dann gesagt, dass wir uns heute in Berlin das größte Weihnachtsgeschenk abholen müssen“, beschrieben Veilchen-Anhänger die Feiertagsplanung dieses Jahres.
„Wie eine kleine Familie“
Doch nicht nur die MEG-Fans opferten einen Teil des Festes. Headcoach John Patrick ließ seinen Spielern nach den jüngsten Auswärtsniederlagen in Bremerhaven und Braunschweig keine Zeit zum Verschnaufen. Sowohl am 24. als auch am 25. Dezember standen jeweils Trainingseinheiten für die Veilchen an. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren war es für die Spieler entsprechend nicht möglich, über die Feiertage in ihre US-amerikanische Heimat zu reisen (siehe Beitrag unten auf dieser Seite). Einige Akteure ließen jedoch ihre Familien einfliegen, um so doch noch ein paar besinnliche Stunden verbringen zu können.
„Wir sind wie eine kleine Familie und haben alle gemeinsam in Göttingen gefeiert – das war mir enorm wichtig“, verriet Headcoach John Patrick nach Spielende, als er ein wenig über die Weihnachtsgestaltung außerhalb des Spielfeldes sprach. Dass es in der „kleinen Familie“ stimmt, davon konnten sich sowohl die Zuschauer in der o2-World als auch die Daheimgebliebenen an den Bildschirmen bei der ersten Veilchen-Live-Übertragung der Saison im Sport-Fernsehsender DSF überzeugen.

Von Daniel Endres

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Basketball-Bundesliga

Mit dem 86:82-Sieg bei Alba Berlin am zweiten Weihnachtsfeiertag haben die Basketballer der MEG Göttingen für den Paukenschlag in der Bundesliga-Saison 2009/10 gesorgt. Nachdem die Mannschaft von Headcoach John Patrick dem Meisterschaftsfavoriten die erste Heimniederlage in der laufenden Serie beigebracht hat, sind die Veilchen wieder einmal als das Überraschungsteam der Liga in aller Munde – wie schon in der vergangenen Saison, als sie mit ihrer erfrischenden, unkonventionellen Spielweise die Eliteklasse der deutschen Korbjäger aufgemischt hatten und nach Abschluss der Hauptrunde hinter den Berlinern den zweiten Platz belegten.

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