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BG Göttingen Veilchen verlieren Verlängerungskrimi 92:94
Sportbuzzer BG Göttingen Veilchen verlieren Verlängerungskrimi 92:94
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21:01 10.01.2010
Chris Oliver beim Dribbling. Quelle: da Silva

Kurz vor Schluss scheint das Spiel so gut wie verloren. Chris Oliver hatte die Möglichkeit alles klar zu machen, vertändelte aber leichtfertig den Ball. David McGray stürmt getragen vom Publikum dem Sieg entgegen. Aber Little foult ihn bei der finalen Aktion. Die Uhr zeigt 0,1 Sekunden, und die Gastgeber haben zwei Matchbälle, um für die Überraschung zu sorgen. McGray vergibt den ersten Freiwurf. Die Halle wird unruhig, der Ludwigsburger Flügelspieler noch nervöser. Der Ball tänzelt beim zweiten Wurf einige Sekunden auf dem Ring, bevor Oliver hochsteigt, den Ball wegkratzt und die Schlusssirene ertönt. Zum ersten Mal in dieser Saison geht es für die BG in eine kaum noch für möglich gehaltene Verlängerung.

In den letzten fünf Minuten der Partie sieht es danach aus als könnten die Gastgeber davonziehen. McGray trifft von der Drei-Punkte-Linie, Bailey markiert bei einer Restspielzeit von 2:43 Minuten per „Floater“ das 89:86 für die Ludwigsburger. Doch die Veilchen stecken nicht auf: Dwayne Anderson gibt mit zwei erfolgreichen Dreiern die passende Antwort. Im Gegenzug punktet Quadre Lollis für die Hausherren. 13,6 Sekunden vor Schluss führen die Veilchen hauchdünn mit 92:91, als Michael King durch einen schweren Rotationsfehler in der Veilchen-Defense seelenruhig per Dreier zum 94:92 einnetzen darf. 

„Wir haben uns insbesondere beim Doppeln und Rotieren zu viele Fehler erlaubt. Hätten die Spieler konsequent unsere Regeln in der Verteidigung befolgt, hätte Ludwigsburg nicht so viele freie Distanzwürfe bekommen“, kritisierte BG-Headcoach John Patrick.

Schon im dritten Viertel hatten Rotationsfehler der Göttinger dazu geführt, dass die BG eine komfortable Siebenpunkte-Halbzeitführung innerhalb von nur drei Minuten aus der Hand gab (49:50/23.). 

In den dramatischen Schlusssekunden der Partie hatten die Veilchen dennoch drei gute Möglichkeiten das Spiel für sich zu entscheiden: Erst scheiterte Ben Jacobson vier Sekunden vor Schluss mit einem Dreipunkteversuch, anschließend vergaben Boone und Rochestie  aus dichter Distanz. 

Ausschlaggebend neben der schwachen Verteidigung war vor allem die harte Gangart der Gastgeber, die 16 Ballverluste der Gäste provozierten und mit einer aggressiven Ganzfeldverteidigung die Göttinger Spielweise perfekt kopierten. „Ludwigsburg hat Kämpferherz gezeigt und härter gespielt als wir. Sie haben sich mehr Würfe erarbeitet - das hat in dieser  Saison noch kein Team geschafft“, zollte Patrick Respekt. 

Randnotiz einer bitteren Niederlage: Chris Oliver verletzte sich bei der letzten Aktion. Eine Diagnose lag kurz nach Spielende noch  nicht vor.      

von Daniel Endres und Manuel Becker

Das Spiel im Liveticker zum nachlesen hier

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