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Veilchen verlieren dramatisches Derby mit 82:88

Basketball-Bundesliga Veilchen verlieren dramatisches Derby mit 82:88

Nach der Pleite am Sonnabend in Bremerhaven haben die Göttinger Erstliga-Basketballer auch das zweite Nord-Duell verloren. In einer packenden und bis in die Schlussphase dramatischen Partie mussten sich die Veilchen gestern Abend im Südniedersachsen-Derby den New Yorker Phantoms Braunschweig knapp aber auch verdient mit 82:88 (64:59, 42:43, 19:25) geschlagen geben.

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Umkämpftes Derby: Chris Oliver (mit Maske) und Chris McNaughton mussten um jeden Ball couragiert kämpfen.

Quelle: Pförtner

Dabei schafften es die Göttinger im Schlussviertel nicht, den Braunschweigern ihren Tempo-Basketball aufzudrängen, obwohl diese ihrer stärksten Waffe beraubt waren. Dass ausgerechnet ein Ex-Veilchen die Gastgeber wieder in die Erfolgsspur geführt hat, ist doppelt bitter.
An den Veilchen-Fans lag es nicht, dass den Gästen im Schlussviertel die Energie ausgegangen ist. Knapp 500 Göttinger sorgten in der mit 3580 Zuschauern nicht ausverkauften Volkswagen-Halle nicht nur für eine violett-weiße Wand, sondern mit ihren rhythmischen Trommeln und lautstarkem Support auch für ein wenig Lokhallen-Feeling. „Schade, es wird mal wieder Zeit, dass wir hier gewinnen“, seufzte Christian Zigenhorn vom Fan-Klub Veilchen-Power.
Die Strapazen von Europapokal und Bundesliga machen sich langsam bemerkbar. Im siebten Match dieses Monats konnten die Veilchen im Schlussviertel die hohe Intensität nicht halten. Den Freiraum nutzte ausgerechnet Brandon Thomas, von dem sich die MEG kurz vor Saisonstart getrennt hatte. Mit acht Punkten in drei Minuten führte er sein Team nach zwischenzeitlichem Sechs-Punkte-Rückstand (63:69/33.) zurück in die Erfolgsspur.
Dabei sah es eigentlich danach aus, als ob die Gäste im Schlussviertel einen deutlichen Vorteil hätten, denn verletzungsbedingt waren die Phantoms ihrer bisher stärksten Waffe beraubt. Nate Fox verletzte sich in der Schlussminute des dritten Viertels und war fortan aufgrund einer Fußverletzung zum Zuschauen verdammt. Bis dahin hatte der athletische Big-Man mit 19 Punkten, sieben Rebounds und zwei Assists das Match dominiert. Doch die MEG konnte aus der schweren Hypothek der Braunschweiger kein Kapital schlagen, da Foxs Backup Idbihi doch noch in die Partie fand.
„Wir hatten uns bei den Distanz-Würfen auf Schaffartzik konzentriert. Dass ausgerechnet die großen Braunschweiger so stark auftrumpfen, hat uns überrascht. Wir haben leider viele angeschlagene Spieler, es fehlt einfach ein wenig die Regenerationszeit“, sagte MEG-Headcoach John Patrick.
Erstmals wird auch an Weihnachten gespielt. „In der Eishockey-Bundesliga ist das sehr erfolgreich, deswegen versuchen wir auch, einen solch attraktiven Termin zu nutzen“, begründet Starting-five-Geschäftsführer Marc Franz. Konkret heißt das für die MEG: Der zweite Weihnachtsfeiertag ist ein Arbeitstag. Um 19 Uhr steht am Sonnabend das Match bei Titelfavorit Alba Berlin an.

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