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BG Göttingen Volle Konzentration gegen ritterliche „Zwerge“
Sportbuzzer BG Göttingen Volle Konzentration gegen ritterliche „Zwerge“
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21:47 21.12.2012
Trumpf im Göttinger Powerplay: Bobby Davis (l.) gegen Cuxhavens Maurice Marko Pluskota. Quelle: CR
Göttingen

Mit der Partie bei den Knights (Ritter) im 440 Kilometer entfernten Kirchheim unter Teck (zwischen Stuttgart und Reutlingen gelegen) beenden die Göttinger am Sonnabend um 19.30 Uhr die Hinrunde der bislang sehr erfolgreich verlaufenen Zweitliga-Serie. Als Tabellenführer mit acht Siegen aus den letzten neun Spielen und erst einer Auswärtsniederlage fahren die Veilchen als Favorit zum Vierzehnten (5 Siege in 14 Partien) nach Baden-Württemberg.

Doch gerade angesichts der vermeintlich klaren Ausgangslage beschleicht Roijakkers ein mulmiges Gefühl. Zum einen, weil seine Akteure trotz aller Ermahnungen den Gegner doch nicht so ernst nehmen und mit ihren Gedanken schon bei ihren Familien sein könnten, die sie über Weihnachten besuchen. Zum anderen, weil sich die badischen Ritter eine Woche nach der 74:99-Katastrophe in Heidelberg zerreißen werden, um die Schmach zu tilgen, fürchtet der BG-Coach. Dass der Playoff-Finalist der Vorsaison den Topteams der Liga gewachsen ist, hat er vor zwei Wochen gezeigt, als er Titelanwärter Düsseldorf mit 78:70 von der Kirchheimer Burg jagte.

Knights-Coach Branislav Ignjatovic, der seinen Akteuren wegen der Pleite in Heidelberg kurzerhand die Weihnachtspause gestrichen hat, erklärt „die Herkulesaufgabe“ gegen Göttingen zum Schicksalsspiel und „Charaktertest für die Mannschaft“. Ignjatovic hat eine klare Vorstellung, wie die Veilchen zu bezwingen sind. „Wenn wir es schaffen, die deutschen Spieler der Göttinger mit Fouls zu belasten, könnten sie schnell Probleme bekommen“, glaubt er.

Die Befürchtung, dass das knappe Kontingent an deutschen Akteuren, von denen ja immer zwei auf dem Parkett stehen müssen, sein Team in Schwierigkeiten bringen könnte, ist Roijakkers durchaus bewusst. Von der Forderung, einen weiteren Deutschen zu verpflichten, hat er aber Abstand genommen. Vorrang habe, Basketball in Göttingen langfristig zu sichern. Deshalb sei es nicht angebracht, finanzielle Risiken einzugehen, unterstreicht der Niederländer, dass er auf einer Linie mit dem BG-Management liegt.

Gegen Kirchheim fordert er volle Konzentration über 40 Minuten. Einen Blackout wie im zweiten Viertel gegen Cuxhaven würden die extrem Guard-dominierten und schnellen Knights eiskalt bestrafen. Von den sieben Kirchheimern, die im Schnitt zweistellig punkten, sind die besten fünf auf den Positionen eins und zwei zu Hause und zwischen 1,80 und 1,85 Metern kurz. Angeführt wird die „Zwergen“-Riege von den US-Amerikanern Christopher Alexander (16,5), Tim Burnette (12,0) und Cedric Brooks (11,1). Für die Reboundarbeit sind vor allem Marcus Smallwood (6,5) und Dominik Schneider (5,6) zuständig. Die BG kann nur bei einem Sieg sicher sein, dass sie als Spitzenreiter in die Weihnachtspause geht, da Düsseldorf (in Essen) und Karlsruhe (in Cuxhaven) vor lösbaren Aufgaben stehen.

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