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Fußball vor Ort 05 feiert Sieg im Göttinger Derby gegen die SVG
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19:11 06.10.2018
Mehdi Mohebi (l.) erzielte das 1:0 für den 1. SC 05 im Derby gegen die SVG. Quelle: Swen Pförtner
Göttingen

In der Fußball-Landesliga hat der 1. SC Göttingen 05 das Stadt-Derby gegen die SVG hochverdient mit 3:1 gewonnen . Dabei sahen die gut 1200 Zuschauer im Maschpark besonders in Halbzeit zwei eine sehr einseitige Partie, deren Ergebnis die Schwarz-Gelben hätten noch höher gestalten können.

„Uns fehlte der Mut –wir haben zu wenig Kampf, Spirit und Selbstvertrauen gehabt“ ,analysierte ein fast sprachloser SVG-Trainer Dennis Erkner nach den für ihn grausamen 90 Minuten. Super Wetter, eine gute Zuschauerkulisse und die nötige Würze für ein Stadtderby waren vorhaben. Die Gastgeber, die nahezu in Besetzung antreten konnten, begannen sehr schwungvoll. Nach einer Sieghan-Ecke, verzog Spieler-Trainer Gerbi Kaplan knapp per Kopf (4.). Auf dem ordentlich präpariertem Geläuf im Maschpark zeigte sich die Erkner nach gut zehn Minuten zum ersten Mal: Rinat Nazyrov schickt Ali Ismail, der jedoch weit verzog.

Das Derby war spätestens nach dem sehenswerten Führungstreffer von Mehdi Mohebi, der nach einem Einwurf aus gut 16 Metern abzog, und der Ball knapp neben dem linken Pfosten platziert, eröffnet. Die Leistung der Gäste schien Trainer Erkner gar nicht gefallen zu haben, denn bereits nach gut 20 Minuten begab sich seine komplette Bank zum Aufwärmen. Mittlerweile waren auch die stimmgewaltigen 05-Fans erwacht, die den Zwischenstand bejubelten. Als 05 nach der Führung nicht konsequent nachsetzte, erzielte die SVG, fast aus dem Nichts, den Ausgleich durch Nicola Grimaldi. Nach einer Freistoß von De las Heras konnte der auf der sechs eingesetzte Routinier freistehend einköpfen.

Wer nun glaubte, die Gäste vom Sandweg nun sicherer agierten, wurde enttäuscht, denn die Schlußphase der ersten Hälfte gehörte wieder den Gastgebern, die mehr Ballbesitz hatten, einzig die zwingenden Chancen fehlten. Von einer richtigen Derby-Atmosphäre war bis dato eher wenig zu merken –die Partie war stets fair und der gute Schiedsrichter Schleicher zeigte lediglich zweimal Gelb. In der mäßigen ersten Halbzeit stand es am Ende 1:1.

Nachdem sich die Zuschauer an der neuen Grillbude kräftig gestärkt hatten, versenkte Philipp Bruns nur drei Minuten nach Wiederbeginn einen Freistoß direkt aus 23 Metern –das 2:1 und es war verdient. Bruns setzte den Ball in die linke Ecke und SVG-Keeper Dennis Henze schaute dem Ball verdutzt hinterher. Nur knapp zehn Minuten hätten die 05er durch den unglücklich agierenden Grzegorz Podolczak nach Pass Sieghan auf 3:1 stellen müssen. Der Angreifer verzog deutlich. Und die SVG? –sie fand offensiv praktisch nicht mehr statt.

Hingegen spielten die Gastgeber auf die Entscheidung und wurden dafür belohnt. Der starke Kaplan traf nach einer Volley-Abnahme zum 3:1 nach 61 Minuten. Die Partie schien entschieden und selbst zwei Wechsel auf Seiten der SVG änderten nichts an diesem Eindruck –im Gegenteil. Die sehr motivierten 05er spielten weiter nach vorne und zeigten in der SVG-Defensive deutliche Schwächen auf. Zwei, drei Konter wurde unzureichend zu Ende gespielt, somit bliebt die SVG noch im Spiel. Einzig der eingewechselte Jonas Grüneklee brachte etwas Gefahr. Sein guter Abschluss (75.) wurde von 05-Keeper Holzgrefe pariert. Bis zum Schlußpfiff , eines in der zweiten Halbzeit sehr einseitigen Derby, passierte nicht mehr viel und so feierte der 1. SC 05 den zweiten Sieg in Folge und schloss Punkte mäßig zu der Erkner-Elf auf.

„Wir waren gut eingestellt und waren spielerisch hoch überlegen. Das Ergebnis hätte noch viel höher ausgehen müssen. Trotzdem sind wir sehr zufrieden. Es war nicht nur ein Sieg für die Tabelle und für das Team, sondern für den Verein und die tollen Fans“, freute sich 05-Trainer Philipp Käschel nach dem Abpfiff. „Uns fehlt das noch die Erfahrung – das war eine völlig verdiente Niederlage“, so SVG-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel. Trainer Erkner zeigte sich bedrückt: „Das war einfach zu wenig – so kann man nicht gewinnen. Da fehlte praktisch alles. Wir werden in den nächsten Wochen einiges verändern.“

Von Jan-Philipp Brömsen

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