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Achterbahnfahrt zum verdienten 4:3-Erfolg

Fußball-Landesliga Achterbahnfahrt zum verdienten 4:3-Erfolg

Knut Nolte hat Recht behalten. Vor dem Spitzen-Duell gegen Tuspo Petershütte in der Fußball-Landesliga warnte der SVG-Trainer vor konterstarken Gästen, die stets brandgefährlich sind. Drei Tore aus den nahezu einzigen Gelegenheiten der Harzer bestätigten seine Theorie.

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Vollstreckt: Der SVGer Krzysztof Podolczak (l.) bezwingt Tuspo-Keeper Marcel Mull zum 3:1.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Dass der 53-Jährige in der 83. Minute dennoch wie von der Tarantel gestochen an der Seitenlinie das 4:3 (3:2) seiner Mannschaft bejubeln konnte, war einer guten Taktik geschuldet.

Diese verlangte seiner Elf vor knapp 300 Zuschauern am Sandweg jedoch eine läuferische Top-Leistung ab. Der Gast aus dem 800-Einwohner-Dorf nahe Osterode verschanzte sich mitunter mit acht Akteuren im Strafraum. Die Göttinger zogen das Spiel mit vielen Seitenwechseln auseinander und rissen damit den Tuspo-Verteidigungswall schon im Mittelfeld ein.

Vor allem Jannik Psotta und Erdem Kazan gingen weite Wege, wechselten munter ihre Positionen mit den Podolczak-Brüdern. „Darüber haben wir unsere Spielzüge aufgebaut“, kommentierte Nolte. Gegen die geduldig vorgetragenen Angriffe der SVG verlor der bisherige Spitzenreiter trotz 1:0-Führung die Konzentration. Zunächst staubte Grzegorz Podolczak bei einem Torwartfehler nach Eckstoß ab (33.).

Nur kurze Zeit später sezierte sein Bruder Krzysztof (43.) die schwache Innenverteidigung zum 3:1. Dazwischen lag das 2:1 durch Kazan, der per sattem Schuss traf (35.).

Mit breiter Brust zum Anstoßpunkt zurücktrabend, strahlten die Gastgeber pure Dominanz und Zuversicht aus. Doch die Machtdemonstration fand verfrüht statt. Ohne den rotgesperrten Jan Hoffmann fehlte der Defensive die Stabilität. Petershütte passte gezielt in die Nahtstellen und war damit zum 2:3 und 3:3 erfolgreich. „Zwar hatten wir mit Daniel Kornet keinen gelernten Innenverteidiger im Einsatz, dennoch bin ich mit der Defensive noch nicht zufrieden“, sagte Knut Nolte.

Der späte Siegtreffer durch den starken Grzegorz Podolczak (83.), mit dem sich die SVG auf den zweiten Platz schiebt, war aber absolut verdient. Sinnbildlich für seinen starken Siegeswillen setzte der 24-jährige Torjäger einem parierten Kopfball nach und ebnete den Weg für die Sieges-Humba. Die Frustration des Gegners, der in der Schlussphase schönen Kombinationen vornehmlich über rechts nicht konsequent genug nachging, schlug sich in zwei Platzverweisen nieder.

Erst kassierte Tim Effenberger (88.) wegen Nachtretens glatt Rot, und Sekunden später sah Kapitän Mark Hoppmann dieselbe Karte, weil er der Entscheidung des Schiedsrichters deftige Kritik folgen ließ.

SVG : Bitow – Orak, Schlieper, Kornet, Alexander – Kazan, Hafner, Zekas, Psotta (77. Freyberg) – G. Podolczak (90. Benseler), K. Podolczak. – Tore: 0:1 Kühn (21.), 1:1 G. Podolczak (33.), 2:1 Kazan (35.), 3:1 K. Podolczak (43.), 3:2 Witzke (45.+1/FE), 3:3 Jung (76.), 4:3 G. Podolczak (83.).

Von Rupert Fabig

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