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Fußball vor Ort Das Rennen um die Jüngsten
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16:43 30.01.2018
Vor dem Spiel gegen Bückeburg: Der I. SC Göttingen 05 will seine A-Junioren zukünftig bereits ab der G-Jugend trainieren. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Der Kampf um die jüngsten Fußballspieler in Südniedersachsen nimmt damit deutlich Fahrt auf.

Vor dem Hintergrund einer nicht zustande gekommenen Kooperation der Göttinger Vereine hat der I. SC Göttingen 05 entschlossen, für sich zu handeln. „Wir werden die Zahl unserer Jugendmannschaften ausbauen“, sagt Präsident Thorsten Richter. „Unser Ziel ist es, in jedem Jahrgang eine Mannschaft zu haben. Bis dato sind die jüngsten Fußballer, die beim I. SC Göttingen 05 spielen, D-Jugendliche des älteren Jahrgangs. Wir müssen jetzt unseren eigenen Weg gehen – und diesen konsequent“, sagt Richter. Ziel sei es, die talentiertesten Fußballer zu haben, so Richter und spricht davon, dass sich 05 schon ein Trainerteam unter Leitung von Jan Steiger „zusammengebastelt“ hat. Und diese Trainer würden auch Spieler mitbringen.

„Wir freuen uns auf den Kunstrasenplatz im Maschpark“, sagt Richter. Er sieht dort die neue Heimat für seinen „Ein-Sparten-Leistungssport-Fußball-Verein“. Ziel sei es bei allem, was der Verein anfange, sportliche Erfolge zu erzielen. „So ist auch unsere Entscheidung zu verstehen, die Jugendarbeit auszuweiten. Wir haben festgestellt, dass Spieler, die im älteren Jahrgang der D-Jugend oder später zu uns kommen, große Defizite in Technik und Taktik haben.“

Es sei deutlich einfacher, den Kindern von Beginn an eine entsprechende Schulung durch eigene Trainer mit auf den Weg zu geben, dann gäbe es keine Probleme. „Denn gut ausgebildete Trainer sind das Credo des Vereins“, sagt Richter. „Ich hoffe, dass das alles Früchte trägt und wir es schaffen, in fünf Jahren mit den A- oder B-Junioren in der Regionalliga zu spielen.“ So etwas habe natürlich auch Auswirkungen auf die Senioren, sagt Richter, der betont, dass er jederzeit zu „Gesprächen über intelligente Lösungen zur Zusammenarbeit mit anderen Vereinen“ bereit sei.

„Grundsätzlich ist jede Art von Jugendarbeit im Bereich Fußball immer zu begrüßen“, sagt Ralf Tarant, Sportlicher Leiter im Basisbereich und der A-, B- und C-Jugend des RSV Göttingen 05). „Wenn sie organisch wächst“, schränkt er jedoch ein. „Sollte ein Verein aber die Spieler aus anderen Vereinen abwerben, dann würde ich das als schlechten Stil empfinden.“

Der Druck auf die Spieler und Mannschaften anderer Vereine wächst bereits. „Ja, der I. mSC Göttingen 05 hat schon Mannschaften angesprochen“, sagt Marcus Schmidt-Lehmkuhl, Koordinator G/F/E-Fußball-Junioren der SVG Göttingen. „Möglicherweise werden wir auch eine Mannschaft verlieren“, sagt Schmidt-Lehmkuhl, der durchaus Verständnis für den vom I. SC 05 eingeschlagenen Weg hat. „Der Verein sucht einen Weg, um von unten zu arbeiten, und versucht zu verhindern, dass er Ausbildungszahlungen leisten muss.“ Ausbildungszahlungen werden ab der Altersgruppe D1-Jugend im Fußball fällig. „Aber natürlich gibt kein Verein gerne Spieler oder Mannschaften ab“, so Schmidt-Lehmkuhl.

Der Jugend-Koordinator Dennis Ische vom SC Hainberg sagt: „Ich glaube, dass das keine großen Auswirkungen für unseren Verein haben wird.“ Anfragen gebe es natürlich immer. „Aber größere Befürchtungen haben wir nicht. Denn wir arbeiten mit Trainer und Mannschaften in einem sehr guten Umfeld“, sagt Ische.

Von Frank Beckenbach

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