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Klarer Derbysieg auf rutschigem Untergrund

Frauenfußball-Oberliga Klarer Derbysieg auf rutschigem Untergrund

Strömender Regen, ein rutschiger Platz und große Freude über einen klaren Derbysieg: ESV Rot-Weiß Göttingen hat in der Frauenfußball-Oberliga seine Tabellenführung weiter ausgebaut. Im Nachbarschaftsduell gegen Sparta Göttingen gewann die Mannschaft von Trainer Kevin Martin verdient mit 4:1 (2:1).

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Freude bei den Soegerinnen vom ESV Rot-Weiß Göttingen.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Bei bestem „Fritz-Walter-Wetter“ hatte Tabellenführer ESV Rot-Weiß am Sonntag zum Derby gegen Sparta geladen. Trotz der schlechten Wetterbedingungen und einem Rasenplatz, fern von einem guten Zustand, rollte der Ball an der Grätzelstraße.

Die ersten Spielminuten gehörten den offensiv und forsch startenden Gästen. Nach einer zerfahrenen Anfangsphase zeigte sich recht schnell, dass Rot-Weiß an diesem Sonntag die besseren Spielanlagen auf den Platz brachte: Per Dropkick in den rechten Winkel brachte Jenny Schäfer die Gastgeberinnen in der 19. Minute in Führung. Für Sparta lief es hingegen nicht rund. Immer wieder wurde der Ball leichtfertig im Aufbauspiel verloren. Auf der anderen Seite kombinierten sich die Rot-Weißen gefällig durch die Abwehrketten und kamen immer wieder zu Abschlüssen. Die erste Ecke für Sparta führte dann aber doch zum überraschenden Ausgleich. Marie-Theres Kamp nutzte das Durcheinander im Strafraum und köpfte in der 35. Minute ein. Die Freude währte allerdings nur kurz. Sechs Minuten später stand Kim Schlösser nach einer Ecke völlig frei und traf über die weggerutschte Gästekeeperin zur erneuten Heimführung mittig ins Tor. Bei immer stärker einsetzendem Regen ging es in die Pause.

Die zweite Spielhälfte begann mit einer erneut stark aufspielenden Gästemannschaft. Auf immer schwerer werdendem Boden blieb die Chancenhoheit dennoch bei den Eisenbahnerinnen. Auch die Torhüterinnen hatten mit den nun glitschigen Bällen ihre Probleme und klärten mehrmals erst im zweiten Versuch. Als die Partie zu verflachen drohte, gab es Elfmeter für Rot-Weiß: Torfrau Laura Klose war beim Herauseilen mit ihrer Gegenspielerin zusammengestoßen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ines-Bianca Woltemate überlegt im linken Eck. Die Luft war nun raus aus der Partie. Immer wieder liefen die Hausherrinnen an aber ließen oftmals den letzten Pass vermissen. Mit der letzten Aktion des Spiels fiel dann doch noch der Treffer zum 4:1. Nach einer schönen Flanke über die Torfrau hinweg stand Janett Wochnik richtig und belohnte sich per Kopfballtreffer für ihre starke Leistung.

Derbysiege sind immer besonders

Die Freude aufseiten der Gastgeberinnen war groß, die mit Abpfiff zu kollektiven Derbysieger-Gesängen ansetzten. Auch Kevin Martin, Trainer des ESV Rot-Weiß Göttingen, zeigte sich hochzufrieden: „Das war ein hochverdienter Sieg für meine Mädels. Wir hatten bei schwierigen Bedingungen einfach die besseren Spielanlagen, für Sparta ging es gefühlt mehr um einen Punkt. Am Ende bin ich einfach nur unglaublich stolz auf die Mannschaft.“ Nach nunmehr 24 Punkten aus zehn Spielen ist die Stimmungslage hervorragend. Dass selbst unter der Woche kranke Spielerinnen am Wochenende mit der Mannschaft um Punkte kämpfen wollen, spreche eine klare Sprache. „Derbysiege sind immer besonders, auch weil Sparta noch immer bekannter ist. Doch vielleicht ändert sich das ja jetzt“, erzählte Martin mit einem Schmunzeln.

Anders ist die Gemütslage bei Sparta-Trainer Phillip Protwich. Nach der zweiten Derbyniederlage binnen einer Woche ist die Stimmung nicht sonderlich gut: „Wir sind sehr schwer in die Partie gekommen und haben die Zweikämpfe nicht gut angenommen. Der Sieg ist absolut verdient. Bei uns fehlt aktuell einfach auch das nötige Selbstbewusstsein.“ Der ESV Rot-Weiß sei in dieser Phase einfach ein Stück weiter und stehe absolut zu Recht an der Tabellenspitze. „Nächste Woche sieht es bei uns wieder besser aus und wir haben eine neue Chance auf drei Punkte“, richtete Portwich den Blick wieder nach vorne.

– Tore: 1:0 Jenny Schäfer (17.), 1:1 Marie-Theres Kamp (35.), 2:1 Kim Schlösser (41.), 3:1 Ines-Bianca Woltemate (70.), 4:1 Janett Wochnik (92.).

Von Tobias Schreiber

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