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Fußball vor Ort Ein Held des 1. SC Göttingen 05 kämpft gegen 05 um den Klassenerhalt
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15:51 27.04.2018
Immer den Blick nach vorn gerichtet: Tobias Dietrich im Trikot des 1. SC Göttingen 05. Quelle: Vetter
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Göttingen/Eichsfeld

Neulich, auf dem Weg zum Auswärtsspiel beim FC Sülbeck/Immensen, saß Dietrichs Sohn Aaron auf der Rückbank. Die Rotenberger Spieler wollten von ihm wissen, ob er Papa Tobias mal in Aktion gesehen hat – im legendären Regionalliga-Aufstiegsspiel der 05er gegen Holstein Kiel. Dietrich erzielte damals beim 3:0-Erfolg zwei Tore, Aaron bekam die Zusammenfassung auf Youtube vorgeführt. „Am Steuer hat’s auch gekribbelt, als ich den Ton von hinten gehört habe“, sagt Dietrich.

Das Jahnstadion tobte im Spiel gegen Kiel, als Dietrich sich wie ein Mittelfeld-Berserker den Ball erkämpfte, unwiderstehlich zum Holstein-Tor zog und im Alleingang das Leder zum 3:0 in die Maschen fetzte. „Ich war so ein Gesamtpaket aus Kraft und Technik“, sagt der Rotenberg-Coach. „Ich war zwar nicht der Edeltechniker, aber der Ball ist mir auch nicht wie beim Flipper vom Fuß gesprungen.“

A-Juniorenspiele gegen den HSV und 96

Zum 1. SC 05 war Dietrich 1989 von seinem Heimatverein VfL Olympia Duderstadt gewechselt. Die Göttinger A-Junioren waren gerade in die neu gegründete A-Junioren-Bundesliga aufgestiegen, und Dietrich und Co. bekamen gegen 96, den HSV oder Werder Bremen ordentlich auf die Mütze, stiegen gleich wieder ab.

Im Herrenbereich lief er in der Oberliga Nord zunächst unter Trainer Helmut Latermann und Co-Trainer Wolfgang Schmidt auf. Erstmal reichte es nur zu sporadischen Einsätzen, später folgten unvergessliche Spiele: DFB-Pokalpartien gegen Eintracht Frankfurt und den FC Schalke 04, das Freundschaftsspiel im Jahnstadion gegen die Bayern. „Da war die Hütte voll.“

Hannover 96, damals Regionalligist, wurde durch die Partien gegen Göttingen 05 auf Dietrich aufmerksam, und so spielte der Eichsfelder ein Jahr lang für die „Roten“. Mit 96 stieg er zwar in die 2. Liga auf, verstand sich aber nicht besonders mit Trainer Reinhold Fanz, und so ging es nach der Saison 1996/97 wieder zurück zu 05.

Erlon Santos und Esmir Muratovic hießen nun seine Mitspieler. Unter Joachim Krug stellte sich auch wieder der Erfolg ein, doch nach der sportlichen Qualifikation für die Regionalliga durch Dietrichs Gala-Auftritt gegen Kiel reichte es nicht für die Lizenz. Kurz darauf war Schluss mit dem 1. SC 05. Eins bleibt Dietrich aber in besonders guter Erinnerung: die Fan-Unterstützung. „Die Fans waren immer da, auch in den Niederungen.“

„Eine Chance hat man immer“

In den sogenannten Niederungen, in der Bezirksliga, kommt es nun am Sonntag um 15 Uhr in Rhumspringe zum Duell seines SV Rotenberg mit dem neu gegründeten 1. SC 05. „Eine Chance hat man immer“, sagt Dietrich. „Für den Favoriten ist es ein schmaler Grat: Wenn der Außenseiter unterschätzt wird und der einen guten Tag hat, ist immer was drin“, sagt Dietrich.

Momentan könne er sich nicht vorstellen, dass es mal wieder so wird wie früher, mit einem vollen Stadion und hochklassigem Fußball in Göttingen. Für Abhilfe kann seiner Meinung nach höchstens eine Fusion der Klubs sorgen, eine gemeinsame Anstrengung. „Entweder man schafft es, oder man muss in der Vergangenheit leben.“ Der Maßstab, findet er, „darf nicht die Landesliga sein“.

Außerdem spielen: SG Lenglern – SV Bilshausen, SG Bergdörfer – TSV Bremke/Ischenrode, TSV Seulingen – Sparta Göttingen, SSV Nörten-Hardenberg – Tuspo Petershütte, Bovender SV – FC Sülbeck/Immensen.

Von Eduard Warda

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