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Fußball vor Ort Diekgerdes trifft zweimal für ESV
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13:01 26.09.2016
Wird von ihren Teamkameradinnen beglückwünscht: Marie Diekgerdes (r.). Quelle: Alciro Theodoro da Silva
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Göttingen

Zufrieden mit ihrem Team war SVG-Trainerin Sandra Hallmann mit der Umsetzungen der taktischen Vorgaben, vermisst hat sie dagegen die Durchschlagskraft nach vorn. „Unsere Defensivarbeit gegen das starke Mittelfeld von Rot-Weiß hat viel Kraft gekostet.“

„Die erste Halbzeit war arm an Höhepunkten auf beiden Seiten, wobei die SVG in den ersten 35 Minuten mehr vom Spiel hatte. Richtige Chancen gab es jedoch nicht. Kein Team wollte einen Fehler machen“, fasste ESV-Trainer Kevin Martin die Partie vor der Pause zusammen. Die SVGerin Paula Monecke köpfte für das Heimteam nach einer Ecke weit vorbei - das war noch die klarste Möglichkeit.

Martin kritisierte die „Unordnung“ seines Teams im ersten Drittel der Partie. „Es gab viele Ballverluste, sodass ein Spielfluss selten aufkam. Schafften wir es dann einmal vor das SVG-Tor, wurden die Versuche sichere Beute von Danica Lakemann im SVG-Kasten“, berichtete der Rot-Weiß-Coach.

Nach Wiederbeginn investierte der ESV jedoch sofort mehr und kam über Franziska Elges am linken Flügel zu einer guten Aktion. Sie konnte ihre Gegenspielerin ausspielen, passte auf Marie Diekgerdes, und die Stürmerin versenkte den Ball im Tor der SVG (47.). „Ich denke, zu diesem Zeitpunkt waren noch nicht alle meine Spielerinnen gedanklich wieder auf dem Platz. Diesen Treffer hätte man verteidigen können“, lautete Hallmanns Einschätzung.

Die Schwarz-Weißen mussten nun ihre Defensive öffnen, wodurch sich mehr Räume für die Gäste ergaben. Allein die Chancen wurden nicht genutzt. Im Gegenteil: Man hatte sogar an diesem Tag das Glück der Tüchtigen, als SVG-Angreiferin Ann-Kathrin Einfeldt allein auf Franziska Ippensen zulief und in letzter Minute noch von Eileen Jansen am Schuss gehindert werden konnte (51.). Jansen war mit Diekgerdes die stärkste ESVerin.

Es dauerte bis zur 85. Minute, ehe alle, die es mit Rot-Weiß hielten, ihre sprichwörtliche Erlösung fanden: Wiederum erkämpfte sich Diekgerdes den Ball am Flügel, spielte drei Gegnerinnen aus uns lupfte das Spielgerät ins Tor.

„Ich möchte Marie Diekgerdes hervorheben. Sie pendelt aus Hildesheim zum Training, spielt mit Schmerzen und haut sich doch immer voll rein. Mit ihren Toren hat sie dieses tolle Team und sich selbst für den großen Aufwand belohnt“, sagte der Trainer.

Auf der anderen Seite plädiert Hallmann dafür, nicht die Geduld zu verlieren: „Das Team ist auf einem guten Weg. Uns ist schon klar, dass wir in dieser Liga erst einmal die Füße still halten müssen. Alles bringt uns ein Stückchen weiter - und dann stellen sich spätestens in der Rückrunde die Erfolge ein."

Dritter Saisonsieg: Mit einem 3:0 (1:0)-Heimerfolg gegen die TSG Ahlten hat sich Sparta auf den sechsten Tabellenplatz vorgeschoben. Im ersten Abschnitt standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber. Bei der 1:0-Führung in der 37. Minute profitierte die Mannschaft von Trainer Norbert Meyer von Abstimmungsproblemen der TSG-Abwehr nach einer Ecke. Lisa König nutzte diese aus. Gleich nach Wiederanpfiff markierte Juliane Jühne das 2:0 (47.), in der Nachspielzeit war es Isabell Fischer, die das dritte Sparta-Tor schoss. „Meine Mannschaft steigert sich. Diese drei Punkte waren wichtig. Dass die drei Treffer von drei verschiedenen Spielerinnen erzielt worden sind, unterstreicht, dass uns noch ein Knipser fehlt“, sagte der insgesamt zufriedene Meyer.

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