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Fußball vor Ort Fußball: 05 will in der Rückrunde wieder aufstehen
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Fußball: 05 will in der Rückrunde wieder aufstehen
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22:00 16.01.2015
Der 1. SC 05 hat in der Hinrunde eine Bauchlandung hingelegt. Trotzdem sagt 05-Präsident Jens Handkammer: „Es gibt keinen Vorwurf an die Mannschaft.“ Quelle: Pförtner
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Göttingen

„Es gibt weder einen Vorwurf an die Mannschaft, noch an den Trainer“, sagt Handkammer über die verkorkste Hinrunde, in der Trainer Najeh Braham entlassen wurde und nach der die Neuverpflichtungen aus Kassel bereits wieder Vergangenheit sind. „Wenn man am 26. Juni den Kader zusammenstellt, dann darf man sich nicht wundern. Da muss man von Management-Fehlern der Vergangenheit reden.“
Obwohl gegen Ende der Hinrunde das Jahnstadion fast leergespielt war, stelle sich die 05-Finanzlage „relativ entspannt“ da. „Wir haben einen Zuschauerschnitt von 230 kalkuliert, und da liegen wir ganz locker drin“, sagt der 05-Präsident. Auch sei die Stimmung der Sponsoren „eher positiv“, so dass man optimistisch in die Zukunft blicke.

Zwar sei im Hinblick auf die Weggänge und Neuverpflichtungen (siehe Artikel rechts) der Kader „so zusammengestellt, dass wir mehr oder weniger bereits eine Landesligamannschaft haben“. Doch ist der Traum vom Oberliga-Klassenverbleib noch nicht ausgeträumt, und deshalb werde auch im März die Lizenz für die Oberliga beantragt.

„Wir sind vielleicht die nächsten drei Jahre sportlich nicht so Hurra-mäßig unterwegs“, danach rücke jedoch der starke 98er-Jahrgang auf – und in den setzt Handkammer große Hoffnungen. Ziel sei es, in der Region Leistungsfußball zu etablieren. Das jedoch „geht nur gemeinsam“, unterstreicht der 05-Präsident. „Ich denke dabei nicht an eine Eintracht Göttingen mit der SVG, aber an eine Zusammenarbeit in Finanzdingen. Wir sollten die Arroganz der Vergangenheit ablegen“, findet Handkammer.

Die Regionalliga sei nach wie vor ein Thema, das allerdings erst in einem „Zeitraum von fünf Jahren“ aktuell werde. „Vorher müssen wir noch etliche Hausaufgaben machen“, unterstreicht Handkammer. „Ich bin aber überzeugt, dass die Marke 05 dafür das Potenzial hat.“ Der 05-Präsident wünscht sich für seinen Klub „eine attraktive sportliche Heimat“, einen modernisierten Maschpark. „Das ist die wichtigste Baustelle, die wir vorrangig lösen müssen, bevor wir die Regionalliga in Angriff nehmen.“ In dieser Hinsicht sei man auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Maschpark-Betreiber Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) angewiesen.

Ein erster Schritt soll in der laufenden Saison erfolgen: Die restlichen Heimspiele sollen im Maschpark ausgetragen werden, so auch das Derby gegen Northeim am 11. April um 13 Uhr. Der Umzug hat vor allem auch einen finanziellen Hintergrund, denn im Maschpark fließen die Einnahmen aus Bier- und Bratwurstverkauf im Gegensatz zum Jahnstadion in die Tasche von 05.

Handkammer will mittelfristig „hochklassigen Fußball auf einem professionellen Level anbieten“. Bis dahin ist die Mühsal der Ebene zu meistern. „Hauptsache, die Marke überlebt“, sagt Handkammer. Denn diese, findet er, „hat Strahlkraft weit über die Region hinaus“.

„Wir benötigen neun Siege“

„Drei bis vier Personalien sind noch offen, zwei, maximal drei Neuzugänge sollen noch kommen“, sagt 05-Präsident Jens Handkammer über die Kaderplanung des Fußball-Oberligisten, die jedoch „weitgehend abgeschlossen“ sei. Zuletzt wurde Servet Kizilboga aussortiert, mit dem Neuzugang Vivarakan Paramarajah von Sparta beläuft sich der Kader auf 23 Akteure. Die Vorbereitung auf die Rückrunde beginnt am Sonnabend um 14 Uhr mit einer Laufeinheit.

Nicht mehr dabei ist Patric Förtsch, der nach seinem Auslandsaufenthalt zu Grün-Weiß Hagenberg wechselt. Dafür kehren Julian Washausen und Lucas Beckmann bis April aus dem Ausland zu 05 zurück, Daniel Washausen, der in Marburg studiert, steht fast die gesamte Rückserie, von Februar bis Mai, zur Verfügung. Gespräche laufen momentan mit Pashalis Papadopoulos, dessen Vertrag ausgelaufen ist.

Die Neuzugänge Nyantha, Cincinelli, Espinosa und Sanama sind spielberechtigt, hinzu kommen die beiden verpflichteten Torhüter Zöllner und Windel. „In der Rückserie heißt es durchstarten“, sagt Handkammer angesichts von 15 Punkten Rückstand des Schlusslichts auf einen Nichtabstiegsplatz. „Wir benötigen neun Siege. Das ist eine schwierige Hausnummer, andererseits haben wir in der Hinrunde viele knappe Niederlagen kassiert, und die Kaderergänzung ist ein Schritt nach vorn.“ Vielleicht reichten ja auch im Hinblick auf Finanzprobleme anderer Klubs oder die Auswirkungen des Mindestlohns die Plätze 13 oder 14 für den Klassenverbleib, weil Konkurrenten zurückziehen. Rang 14 ist momentan zehn Punkte entfernt. „Wenn der Start in die Rückrunde gelingt und die Motivation stimmt, haben wir noch eine Chance“, sagt Handkammer. war

Von Eduard Warda

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