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Fußball vor Ort Fußball-Oberliga: RSV 05 empfängt Hildesheim
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Fußball-Oberliga: RSV 05 empfängt Hildesheim
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00:18 02.05.2013
„Aber dann geht es halt nicht“: Özkan Beyazit (rechts) im Heimspiel gegen den SSV Jeddeloh. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Besonders mit dem 2:0-Erfolg gegen den Aufstiegsaspiranten Lupo Martini Wolfsburg gelang den Hildesheimern ein Ausrufezeichen und der Sprung auf den 14. Platz.

Zwar setzte es zuletzt beim Tabellenvierten Lüneburger SK eine 2:4-Pleite, doch meldete sich in dieser Partie der eingewechselte Stürmer Omar El-Zein nach Meniskusproblemen in der Vorbereitung mit zwei Treffern zurück. Der RSV sollte gewarnt sein, beschäftigt sich nach dem unnötigen 1:2 in Rotenburg aber mehr mit sich selbst.

„Wir sollten ein bisschen Wiedergutmachung leisten, nicht so fahrlässig agieren und in jedem Fall in den restlichen Partien der Saison unser Gesicht wahren“, fordert RSV-Trainer „Jelle“ Brinkwerth, der auf den beruflich verhinderten Kapitän Christian Horst verzichten muss. Mazlum Dogan hat Kniebeschwerden, Robert Huck laboriert an den Folgen einer Viruserkrankung.

Neben dem ehemaligen SVGer El-Zein warnt Brinkwerth vor allem vor den schnellen Außenstürmern des VfV. „Die haben in der Rückrunde eine ganz starke Mannschaft“, sagt der Coach. Mit Jürgen Stoffregen wurde in der Winterpause der Rehdener Meistertrainer verpflichtet, am Ziel Klassenverbleib wird mit viel Aufwand gearbeitet. So geht es einmal pro Woche ins Fitnessstudio. „Allein bei El-Zein hätten wir unser Budget überschritten“, verdeutlicht Brinkwerth.

Das Geld oder vielmehr ein Job ist auch das Thema bei den Vertragsverhandlungen mit Torjäger Özkan Beyazit (bisher 13 Saisontreffer): „Sie können mir nichts anbieten. Da geht es nicht um 100 oder 200 Euro mehr. Wenn sie mir keinen Job vermitteln können, müssen wir uns trennen, so leid es mir tut.

Sehr viel Mühe gegeben

Ich habe eine Familie zu ernähren“, sagt der 32-Jährige. Er sei ein wenig enttäuscht von den Verantwortlichen, weil er nicht das Gefühl habe, dass etwas für ihn gesucht wird. „Aber dann geht es halt nicht“, sagt Beyazit.

Etwas enttäuscht wirkt auch Alexander Frey, Chef des Stadionbetreibers GoeSF. Ihm missfällt die RSV-Reaktion auf die neuen Trainingszeiten.

Viel zu spät abends seien die Trainingszeiten im Jahnsportpark angesetzt, hatte Brinkwerth kritisiert. „Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben, und ich sehe nicht ein, für den RSV vier, fünf andere Mannschaften aus dem Jahnstadion rauszuschmeißen“, sagt Frey. „Wenn es jetzt Befindlichkeiten gibt, können wir das auch gern zurückdrehen.

Dann sollen sie zurück an die Benzstraße und da trainieren. Dann haben sie zumindest wieder das, was sie vorher hatten. Sie können einfach nicht erwarten, dass wir für sie das Jahnstadion leer räumen.“ Im übrigen habe sich niemand direkt beschwert.

Morgen jedenfalls steht zum Oberligaspiel bereits um 16 Uhr ein Platz zur Verfügung – jener im Stadion. „Wir haben zwar zuletzt keine Eigenwerbung betrieben, aber ich hoffe, dass ein paar Zuschauer kommen und wir eine andere Leistung zeigen“, sagt Brinkwerth.

Von Eduard Warda

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