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Fußball-Oberliga: Trainer Najeh Braham lobt seine Spieler nach 2:0-Sieg

05 atmet tief durch Fußball-Oberliga: Trainer Najeh Braham lobt seine Spieler nach 2:0-Sieg

Wille, Einsatz, dass ein Spieler für den anderen kämpft: Das hatte Najeh Braham, neuer Trainer des Fußball-Oberligisten 1. SC 05, vor dem Auswärtsspiel beim Schlusslicht TuS Celle von seiner Mannschaft gefordert. Die 05-Spieler haben den Coach beim wichtigen 2:0-Erfolg nicht enttäuscht

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„Wir müssen in jedes Spiel so gehen, als wäre es ein Pokalspiel“: Najeh Braham, neuer Trainer des 1. SC 05.

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Der Wille war da, das hat die Mannschaft von Anfang an gezeigt. Und der Wille hat entschieden“, sagt der 36-Jährige. Allerdings habe das frühe 1:0 dem Team auch in die Karten gespielt.

„Ich habe an die Mannschaft geglaubt. Ein Team, das keine Qualität hat, hätte ich nicht übernommen“, sagt Braham. Es gebe keinen Trainer, der nach einem Spiel 100-prozentig zufrieden sei, aber 05 habe gegen Celle schon sehr viel richtig gemacht.

Auch die mangelhafte Chancenverwertung in der ersten Hälfte, an der das Team bereits in der Hinrunde laboriert hat, stellt für den ehemaligen Stürmer kein großes Problem dar. „Der Celler Torwart hat gut gehalten, und so etwas löst sich nicht von heute auf morgen. Wenn jeder Spieler vier bis fünf Tore machen würde, wäre ich als Trainer ja regelrecht verzaubert.“

Kapitän Christian Horst hebt den guten Zusammenhalt des Teams hervor: „Alle ziehen mit, die Neuzugänge haben super funktioniert, und wir sind als Mannschaft aufgetreten“, sagt er. Vor allem aber habe man sich im Vergleich mit einigen Spielen in der Hinrunde „richtige Torchancen“ herausgearbeitet.

Ein besonderes Kompliment

Das 2:0 sei entscheidend gewesen, danach hätte man noch ein, zwei Treffer nachlegen müssen. „Das Rezept war, kompakt zu stehen und schon vorn mit der Abwehrarbeit zu beginnen“, berichtet der Kapitän.

„Ich weiß, was es heißt zu kämpfen, und die Mannschaft hat alles ernst genommen, was ich ihr gesagt habe“, sagt 05-Trainer Braham. Auch angesichts einiger verletzter Spieler gehe ein besonderes Kompliment an „die Jungs, die reingekommen sind“ – die Einwechselspieler. „Das war echte Sahne, Respekt.“

Nigel Bier hat sich eine Zerrung zugezogen, er wird am Sonnabend im wichtigen Spiel beim SSV Jeddeloh wahrscheinlich genauso fehlen wie Verteidiger Julian Keseling mit der fünften gelben Karte. „Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Christian Horst. „Gerade gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf müssen wir das erst mal kompensieren.“

Doch zunächst einmal überwiegt der Optimismus. „Wir haben den ersten Schritt gemacht und vor allem kein Gegentor kassiert“, unterstreicht Braham. „Es hat mich vor allem für die Spieler und die Fans gefreut.“ Nun, fordert der Trainer, „müssen wir in jedes Spiel so gehen, als wäre es ein Pokalspiel“. Ein Heimspiel gegen Jeddeloh, räumt er ein, wäre ihm allerdings lieber gewesen.

Celler Fans wehren sich

Nach der Auseinandersetzung mit laut Polizei rund 100 Beteiligten im Anschluss an das Oberligaspiel zwischen Celle und Göttingen hat sich beim Tageblatt ein Mitglied der Celler Fanszene gemeldet. Nach seiner Darstellung war die Konfrontation eher eine Fußballschlägerei und hatte keine politische Dimension.

Der Fan, der anonym bleiben möchte und sich als antifaschistisch aktiv beschreibt, bestreitet, dass rechte Parolen zu hören gewesen sind. Der Anhänger berichtet aber, dass die Polizei überfordert gewesen sei und nach Spielende trotz der brisanten Situation zehn Celler Fans am Göttinger Bus vorbeigeführt habe.

Eine Person – kein Fan von Celle und betrunken – habe daraufhin die Göttinger mit Celler Fanparolen provoziert, ohne jedoch politisch zu sticheln. „Die Göttinger haben einen Grund gesucht und das dankend angenommen. Dann haben wir sofort wieder den politischen Stempel gekriegt, und es wurde ,Nazi-Schweine‘ angestimmt“, so der Fan.

„Das klingt jetzt blöd, aber es ist so“

Neben Göttingern und Oldenburgern seien auch 20 jüngere Hannoveraner dabei gewesen, so dass sich bei der Schlägerei, „eher wie auf dem Schützenfest“, 50 Gäste-Fans und zehn Celler gegenübergestanden hätten.

Eine Provokation der Göttinger beim Spiel in Celle vor eineinhalb Jahren sei ebenfalls durch eine einzelne Person, die nicht zu den Fans gehörte, herbeigeführt worden. „Das klingt jetzt blöd, aber es ist so.“ Es sei jedoch lediglich eine Faust in die Höhe gereckt worden. „Davon haben wir uns mehrfach distanziert. Wir Fans sind nicht die Rassisten, als die wir hingestellt werden. Aber das hat sich bei den Göttingern eingebrannt.“

Von Seiten der 05-Fans war gegenüber dem Tageblatt von Provokationen bereits in der Halbzeit berichtet worden. Die Fan-Blöcke seien nicht strikt getrennt worden (was der Celler Fan infrage stellt), und außerdem habe die Polizei es versäumt, einen geordneten Abmarsch zu organisieren.

05-Trainer Najeh Braham berichtete am Montag von rassistischen Beleidigungen gegenüber seinen Spielern. So hätten unter anderem Zuschauer einen 05-Akteur als Nigger bezeichnet.

Von Eduard Warda

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Hoffnung im Abstiegskampf
Entscheidung: 05-Neuzugang Robert Crespo bejubelt seinen Treffer zum 2:0. Die Celler Spieler sind bedient.

Wichtige Punkte und neue Hoffnung: Im Kampf um den Klassenverbleib hat Najed Braham, neuer Trainer des Fußball-Oberligisten 1. SC 05, einen gelungenen Einstand gefeiert. Die Göttinger setzten sich beim Schlusslicht TuS Celle FC mit 2:0 (1:0) durch und haben damit nur noch fünf Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

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