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Germania Breitenberg zieht Mannschaft zurück

Fußball Germania Breitenberg zieht Mannschaft zurück

Die Reserve des Fußball-Bezirksligisten SV Germania Breitenberg steht bereits vor dem Ende der Hinrunde als erster Absteiger der 1. Fußball-Kreisklasse A fest. 

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Kennt personelle Probleme viel zu gut: Breitenbergs Coach Tobias Dietrich (r.), hier beim 0:3 gegen Tuspo Weser-Gimte.

Quelle: Schneemann

Breitenberg. Der Eichsfeldverein hat seine zweite Mannschaft schon am vergangenen Wochenende aus dem laufenden Spielbetrieb zurückgezogen, seit dem gestrigen Mittwoch wird das Team auch nicht mehr in Tabelle und Spielplan geführt. Germanias Fußball-Obmann Elmar Böning nennt den Grund für diesen Schritt: „Personalnot.“

Ausführlicher wollte sich Böning gegenüber dem Tageblatt vorerst nicht äußern und verwies auf einen späteren Pressetermin. Fakt ist, dass die Breitenberger in diesem Spieljahr zweimal nicht antreten konnten: am zurückliegenden Wochenende gegen den FC Rittmarshausen/Weißenborn und eine Woche zuvor gegen den SV Viktoria Gerblingerode. Zudem musste die Begegnung mit dem SV Bernshausen am 3. Oktober sogar abgebrochen werden, da der Germania-Reserve in der zweiten Hälfte der Begegnung nicht mehr genügend Spieler zur Verfügung standen.

Spiele werden annuliert

„Es war der folgerichtige Schritt“, sagt Kreisspielausschuss-Vorsitzender Alfred Bonenberger. Während es in den niedrigeren Klassen keine Seltenheit sei, dass ein Verein zurückziehe, passiere dies in der 1. Kreisklasse eher selten, denn da werde „schon guter Fußball gespielt“. Sämtliche Spiele des SV Germania Breitenberg II seien nach dessen freiwilligen Rückzug annulliert (siehe Tabellen) und der Spielplan geändert worden. „Früher war es so, dass die Mannschaften, die noch nicht gegen das zurückgezogene Team gespielt hatten, einen 5:0-Sieg angerechnet bekamen. Das ist heute aus gutem Grund nicht mehr so“, erklärt Bonenberger. Alle Spiele zu annullieren sei das fairste Vorgehen. In der 1. Fußball-Kreisklasse A werde es am Ende der Spielzeit noch einen weiteren Absteiger geben, da die Staffel keine 15 Mannschaften umfasse. Wäre dies der Fall, müssten drei Teams den Gang in die tiefere Klasse antreten.

Was passiert mit den Spielern, die bei einem Mannschafts-Rückzug auf der Strecke bleiben? „Die willigen Leute werden aufgefangen. Ich habe noch nie jemanden weggeschickt, der trainieren wollte“, sagt Tobias Dietrich, Trainer der ersten Breitenberger Mannschaft. Er weiß: „Früher hat die Zweite auch von der Ersten gelebt.“ Doch dies habe in dieser Spielzeit nicht geleistet werden können. „Gegen Weser-Gimte hatte ich einen Mann auf der Bank“, erzählt er. Im Tor stand für den verletzten Philipp Habeck am vergangenen Sonntag Reserve-Keeper René Wippermann.

Auch am kommenden Wochenende, so Dietrich, müsse er voraussichtlich auf fünf Kräfte verzichten. Die angespannte personelle Lage und das fehlende Erfolgserlebnis (zuletzt erzielte die Germania einen Punkt in vier Spielen) führten dazu, dass der Bezirksligist, der vor zwei Jahren nur um einen Punkt am Aufstieg in die Landesliga scheiterte, derzeit vier Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt ist. „Den Aderlass, den wir in den vergangenen Jahren hatten, würde kein Verein verkraften“, sagt Dietrich und nennt dabei Namen wie Daniele Galluzzi, Dennis Laule, Christopher Meyna, Fabian Jung und Fabian Otto. Ergänzungsspieler wie Tobias Gabel seien ebenfalls gegangen. „Sie haben andere Herausforderungen und Aufgaben gesucht“, meint Dietrich. Dies sei aber keine Entschuldigung dafür, dass sein Team momentan hinter den eigentlichen Erwartungen hinterher spiele.

Von Kristin Kunze

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Schlechte Stimmung herrschte nach 90 Minuten bei Fußball-Bezirksligist SV Germania Breitenberg. Mit 0:3 (0:0) unterlagen die Eichsfelder vor heimischem Publikum dem Titelanwärter von Tuspo Weser Gimte, der weiter nur aufgrund der Tordifferenz hinter der SG Werratal (3:1 gegen SSV Nörten-Hardenberg) auf Platz zwei liegt.

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