Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Fußball vor Ort Göttinger Hallen-Masters: Ay Yildiz holt den Titel
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Göttinger Hallen-Masters: Ay Yildiz holt den Titel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 22.02.2013
Chancenlos im Meisterrennen: Weder FC Grone III (Jan Bonus im roten Leibchen) noch der SV Seeburg erreichten das Halbfinale. Quelle: Theodoro da Silva
Anzeige
Göttingen

Bekannte Fußballer erwartet der Zuschauer bei einer Kreisklassen-Veranstaltung wohl eher nicht, aber so manches Team hatte Akteure in seinen Reihen, die schon weitaus höherklassig gespielt haben. Ay Yildiz trat unter anderem mit Okan Gürcan – bis Dezember noch im Kader von Oberligist RSV 05 – sowie dem ehemaligen Groner Ismail Özcan an, während Hainberg IV mit dem Ex-Einbecker Elmar Schulte aufwartete. Dementsprechend war das Niveau der meisten Spiele – es wurde richtig guter Fußball gespielt.

Herausragender Akteur des Events war Bonaforths Keeper Michael Trapp. Mit seinen 120 Kilogramm sieht der 23-Jährige eher wie ein Gewichtheber als ein Fußballtorhüter aus, aber die Kunst des Bälle-Parierens beherrscht er meisterhaft. Erstaunlich, wie blitzschnell er bei Flachschüssen am Boden war, vor allem bei dem, den ein gegnerischer Spieler wenige Sekunden vor Schluss des Halbfinals Bonaforth gegen Landwehrhagen abfeuerte. Trapp holte das Leder mit einer unglaublichen Reaktion aus dem Eck und sicherte seinem Team so den Finaleinzug.

Akteure aus Kamerun und Togo

Den interessantesten Kader  wies Holzerode auf: Beim TSV waren nämlich vier Akteure aus Kamerun und einer aus Togo dabei. Die fünf Afrikaner – allesamt Studenten aus Clausthal-Zellerfeld und Göttingen – waren technisch sehr stark, spielten ausgesprochen eleganten Fußball. Und das, obwohl Kokou Etse den Indoor-Kick gar nicht gewohnt ist, schließlich „spielen wir in Togo ausschließlich draußen, weil es immer warm ist“. Sein Mannschaftskamerad Christian Petcha verglich derweil ein Hallenturnier in Südniedersachsen mit einem in seiner afrikanischen Heimat Kamerun: „Bei uns sind die Zuschauer viel lauter. Und Musik wird die ganze Zeit gespielt, nicht nur nach einem Treffer. Außerdem schießen die Spieler hier viel öfter drauf – wir dagegen versuchen, den Ball ins Tor zu tragen.“

Torschützenkönig wurde Mustafa Kösterelioglu (Ay Yildiz) mit 17 Treffern, zum besten Torhüter wurde Michael Trapp gewählt, der Fairness-Preis ging an Hainberg IV.

Turniermodus

20 Teams hatten sich für die Zwischenrunde qualifiziert, die am Sonnabend in vier Gruppen á fünf Mannschaften ausgetragen wurde. Die jeweiligen Erst- und Zweitplatzierten sowie die beiden besten Dritten kamen in die Endrunde, die am Sonntag in zwei Gruppen, wiederum á fünf Teams, stattfand. Anschließend gab es zwei Halbfinals sowie das Spiel um Platz drei sowie das Finale.

Von Hauke Rudolph

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige