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Hinterfragen, „ob das Muss sein muss“

Hallenfußball-Kreismeisterschaft Hinterfragen, „ob das Muss sein muss“

Die letzte Pflichtveranstaltung des Jahres steht am Wochenende für die Fußball-Kreisligisten auf dem Spielplan: Alle 14 Teams treten am Sonnabend zur Vorrunde um die Hallenfußball-Kreismeisterschaft an. In zwei Gruppen spielen sie um den Einzug in die Finalrunde, die gleich am Sonntag ausgetragen wird. Das gesamte Turnier läuft in der Halle Geismar I.

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Titelverteidiger: Kreisligist GW Hagenberg bejubelt die Masters-Meisterschaft 2011.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Unterschiedliche Meinungen haben die Trainer und Abteilungs-Verantwortlichen zu diesem Turnier. Dirk Tauber, Trainer der SG Lenglern, stört sich daran, dass es ein „Muss“ ist, bei dieser Konkurrenz zu starten. „Bei uns wollen nur wenige spielen. Für sie ist das Jux. Wir schicken eine Mannschaft, damit wir keine Strafe bezahlen müssen.“ Der Coach selbst ist nicht dabei. Der Borussia-Dortmund-Fan fährt zum Bundesliga-Topspiel nach München.

Fünf Freiwillige hatte der Coach des Tabellenzweiten am gestrigen Donnerstag zusammen. Allerdings könne er auch keine Spieler der zweiten Lenglerner Mannschaft einsetzen. Diese seien dann festgespielt und könnte bei ihren eigenen Kreisturnieren nicht mehr antreten. Unmut äußerte er über die frühe Anfangszeit: „Einige meiner Spieler haben am Abend vorher eine Weihnachtsfeier. Die sind um elf Uhr noch gar nicht wach.“

Auch Groß Schneens Trainer Matthias Knauf findet es „nicht in Ordnung, dass das eine Pflichtveranstaltung ist“. Sein Team suche sich schon ganz gern selbst aus, ob und welches Turnier es spiele. „Viele wollen auch gar nicht mehr in der Halle auflaufen, weil die Verletzungsgefahr groß ist. Für meine Leute ist eine Teilnahme in jedem Fall freiwillig.“ Sein Co-Trainer Christian Ernst hat die Mannschaft, die am gestrigen Donnerstag erstmals in der Halle trainiert hat, zusammengestellt und wird sie am Sonnabend coachen, denn Knauf liegt dann bereits im Liegestuhl auf Gran Canaria.

Anders ist die Einstellung zum Masters in diesem Jahr beim Bovender SV. Abteilungsleiter Wolfgang Hungerland betont: „Wir treten gern an. In diesem Jahr haben wir einige Spieler dabei, die gern in der Halle spielen. Das war aber auch nicht immer so.“ Auch die Akteure des Spitzenreiters hatten am Donnerstag erstmals die Chance in der Halle zu trainieren. Die Tatsache, dass das Masters eine Pflichtveranstaltung ist, hält der BSV-Verantwortliche für diskussionswürdig: „Ob das Muss sein muss, kann man hinterfragen.“

In zwei Gruppen (11 und 16 Uhr) spielen die 14 Teams die Vorrunde aus. Die jeweils fünf besten jeder Gruppe qualifizieren sich für die Zwischen- und Endrunde am Sonntag ab 11 Uhr in der Halle Geismar I. Gegen 17 Uhr steht fest, ob GW Hagenberg seinen Titel verteidigt hat. Daran glaubt Trainer Jörg Geilhaupt, der ein „gespaltenes Verhältnis zu solchen Pflichtveranstaltungen“ hat, allerdings nicht. „Da müsste mich mein Team schon sehr überraschen.“

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