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Info-Veranstaltung des Fußballkreises Göttingen-Osterode zu Futsal

„Dann ging das Abendland unter“ Info-Veranstaltung des Fußballkreises Göttingen-Osterode zu Futsal

Beim Thema Futsal scheiden sich im Fußballkreis Göttingen-Osterode die Geister. Die einen sind glühende Verfechter der offiziellen Hallenspielvariante der Fifa. Die anderen verschließen sich dem Spiel mit dem sprungreduzierten, kleineren Ball und halten strikt am klassischen Hallenfußball fest.

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Sprechen sich für Futsal aus: Hans-Jürgen Lotz (r.), Vorsitzender des Fußballkreises, und Kreislehrwart Thomas Hellmich.

Quelle: Heller

Göttingen. Entsprechend hoch her ging es bei der Diskussionsrunde, die im Anschluss an eine Futsal-Informationsveranstaltung im Sportzentrum der Universität stattfand. Zuvor hatte Kreisschiedsrichterlehrwart Sven Begas mit einer Präsentation ausführlich über Futsal informiert. Der Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Lotz zeigte sich enttäuscht darüber, dass lediglich elf Vereine teilnahmen.

„Futsal steigert die Attraktivität, die Technik der Spieler verbessert sich und es gibt nachweislich weniger Verletzungen als beim Hallenfußball. Die Gründe für eine Einführung auf Kreisebene liegen auf der Hand“, sagte Begas.

Ein großes Problem bei der Umsetzung im Kreis sei fehlendes Wissen seitens der Vereine: Beispielsweise sei es ein Irrglaube, dass Futsal für technisch weniger versierte Spieler – „Grobmotoriker“, wie ein Vereinsvertreter einwarf – ungeeignet ist. „Der Ball springt nicht so sehr vom Fuß weg, wodurch die Ballführung einfacher wird“, so Begas. Zudem sei die Sorge vor etwas Neuem im Fußball unbegründet.

Hallenkreismeister im Futsal

„Es gab schon Regeländerungen, die im Vorfeld abgelehnt wurden. Dann ging für viele das Abendland unter, aber ein Jahr später sprach niemand mehr davon.“ An den 98 für Futsal ausgebildeten Schiedsrichtern soll das Projekt nicht scheitern.

Die B- und C-Junioren spielen bereits in dieser Saison den Hallenkreismeister im Futsal aus. Im kommenden Jahr wird dies auch im A-Jugendbereich der Fall sein. „In der Saison 2015/2016, wenn die A-Jugendlichen zu den Herren stoßen, wird es auch bei den Männern auf Futsal hinauslaufen“, erklärte Lotz.

Aufgrund der Vorgaben des Deutschen Fußball-Bundes stehe fest: In absehbarer Zeit wird Futsal auch in Göttingen kommen. Bis dahin gelte es, die Jugendspieler an das Spiel zu gewöhnen. So schlug Kreisjugendobmann Dieter Seliger vor, dass die G- bis D-Junioren ab kommender Saison mit einem Futsalball nach Hallenfußballregeln spielen.

Ärger vorprogrammiert

„Eine gute Idee“, so Lotz, sei ein Vorschlag von Begas, dass der Fußballkreis Vereine, die Futsal präferieren, mit Futsalbällen ausstattet.

Reinhold Napp, Vorsitzender der SVG, hat sich klar pro Futsal positioniert. Als Mitausrichter des jährlichen Turniers um den Wanderpokal des Oberbürgermeisters in der S-Arena würde Napp bei der kommenden Auflage gerne Futsal spielen. Mit dem FC Grone als zweitem Ausrichter sei dies jedoch nicht möglich, betonte FC-Vertreter Cem Gür: „Vielleicht in ein paar Jahren. Aber wir können nicht mit einer gewachsenen Tradition brechen.“

Ärger scheint programmiert, doch Napp hat Hoffnung: „Ich werde versuchen, meine Partner vom Futsal zu überzeugen. Wir finden einen Konsens.“

Hinterher ist man schlauer  

Lieber erst gar nicht ausprobieren: So ist die Einstellung einiger Vereinsvertreter des Fußballkreises Göttingen-Osterode zum Thema Futsal.

Die offizielle Hallenspielvariante der Fifa sei auf Kreisebene nicht kompatibel mit den technischen Fertigkeiten der Kicker.

Außerdem sei Hallenfußball eine Tradition, mit der man nicht einfach brechen könne.

Dabei sind die Rückmeldungen von den ersten Futsal-Turnieren im Jugendbereich durchweg positiv: weniger Verletzungen, mehr Fairplay, ein attraktiveres Spiel.

Die Spieler betonen, wie einfach ihnen der Umstieg vom klassischen Hallenfußball auf Futsal gefallen sei.

Freilich ist es schwierig, bei Hallenturnieren mit langjähriger Tradition wie dem internationalen Lokhallen-Cup für A-Junioren mir nichts dir nichts auf Futsal umzusteigen.

Für alle neu organisierten Turniere und im Jugendbereich sollte aber gelten: Einfach mal ausprobieren. Hinterher ist man schlauer. Früher oder später wird sich Futsal sowieso durchsetzen.

Von Rupert Fabig

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