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„Interesse, Spiele und Stimmung waren top“

Ulrich-Jünemann-Turnier „Interesse, Spiele und Stimmung waren top“

Es war der würdige Showdown eines spannenden Turniers: Der SV Viktoria Gerblingerode setzte sich im Neunmeterschießen gegen den Titelverteidiger aus Breitenberg durch und gewann damit die 30. Auflage des Ulrich-Jünemann-Turniers. Der Kreisklassist lag bis sechzig Sekunden vor dem Ende noch mit 2:4 zurück, drehte dann aber zur Freude der (neutralen) Zuschauer auf und erzwang noch den Ausgleich.

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Hallengrätsche: Rhumes Maximilian Maretschke (links) bedrängt Obernfelds Jens Feldmann.

Quelle: Kunze

Duderstadt.  „Das war das Tüpfelchen auf dem i“, freute sich Elmar Müller, 1. Vorsitzender des Ausrichters VfL Olympia Duderstadt, über die Last-Minute-Finalentscheidung, die erst nach sieben Neunmetern und weit nach 19 Uhr fiel.

Insgesamt, so Müller, könne man mit dem Turnierverlauf, dem Spannungsbogen und dem Zuschauerinteresse „rundum zufrieden“ sein. „Diese Ausgeglichenheit und spannenden Duelle wünscht man sich natürlich als Veranstalter.“ Besonders im Zwischenrundenfinale zwischen der SG Rhume und dem SV Viktoria Gerblingerode ging es auf dem Spielfeld und stimmungsmäßig auf dem Tribüne hoch her.

Fünf Tore, zwei Zeitstrafen, viele Emotionen - „Spiel und Stimmung waren einfach top“, freute sich Müller. Zuschauermäßig habe man im Schnitt „der letzten zwei, drei Jahre“ gelegen: „Besonders der Sonntag war richtig gut besucht.“

Bei einem war die Freude besonders groß: Gerblingerodes Stefan Nolte egalisierte im Finale zunächst die Breitenberger Führung mit einem platzierten Schuss zum 2:2 und verwandelte wenig später den vierten und entscheidenden Strafstoß seines Teams. „Damit habe ich mich wohl als Sportler der Woche beworben“ lachte Nolte nach seinem Schuss ins Glück.

Auch andere Akteure drückten dem Turnier ihren Stempel auf: Maximilian Maretschke und sein Teamkollege Cedric Gries trafen sieben Mal und holten sich, gemeinsam mit Obernfeld/Rollshausens Maximilian Müller, die Torjägerkanone. Knapp daran vorbei schrammte ein Geburtstagskind: Obernfelds Raphael Kopp, der am Sonntag seinen 25. Geburtstag feierte, aber trotzdem in der Halle „Auf der Klappe“ auflief, war sechsmal erfolgreich.

Bester Torwart, und das war nicht nur die Meinung von Elmar Müller, war Gerblingerodes Andy Timmermann, der spektakuläre Paraden zeigte und im Finale gleich zwei Neunmeter parierte. „Er hat toll gehalten und war im Finale der Matchwinner“, so Müller. Auch der erst 18-jährige Philipp Schöttler, der am Sonnabend noch für die A-Jugend von Sparta Göttingen aktiv war und den Sieg in Dransfeld mit einfuhr, setzte mit technischen Finessen und schönen Toren bemerkenswerte sportliche Ausrufezeichen.

„Das ist ein toller Junge und super Spieler“, lobte ihn sein Trainer, Gerblingerodes Karl-Heinz Goldmann.

Auch Mannschaften wie die SG Krebeck, die sich in ihrer schweren Vorrundengruppe mit Titelverteidiger Breitenberg und Mitfavorit Bergdörfer durchsetzte, verliehen dem Jubiläumsturnier eine wohlschmeckende Extraportion Würze. Die DJK zeigte sich mit einem jungen Team nicht nur sportlich stark, sondern auch sehr fair.

Nur elf Fouls in sechs Spielen bedeuteten am Ende den Gewinn des Fairnesspokals. Überhaupt, so Müller, könne man insgesamt von einem fairen Turnierverlauf sprechen. „Die Turnierleitung hat die Mannschaften extra zu einem vernünftigen Umgang miteinander aufgerufen, und das hat Wirkung gezeigt“, betonte der 1. Vorsitzende.

Eine besonders lange Arbeitsschicht, und das völlig freiwillig, legte Schiedsrichter Niclas Langhans (VFL Olympia Duderstadt) ein. Der Göttinger Jurastudent pfiff am Sonntagvormittag zunächst das Turnier der Kreisklassenmannschaften und erklärte sich dann spontan bereit, auch die Zwischenrunden- und Finalspiele des Hauptturniers zu leiten.

Gerblingerodes Trainer Karl-Heinz Goldmann coachte sein Team übrigens nicht nur von der Bank aus zum Sieg, sondern half in den Pausen auch noch mit, belegte Brötchen und andere Snacks zu verkaufen. „Für mich sind wir die beste Mannschaft des Turniers und haben mit unserem mitspielenden Torwart ein Plus gegenüber den anderen Teams“, hatte Goldmann bereits vor dem Finale gesagt.

Seine Spieler bestätigten die selbstbewusste These ihres Trainers und siegten letztendlich trotz dreimaligem Rückstands.

Von Christian Roeben

Torjäger unter sich: Rhumes Cedric Gries, Obernfelds Maximilian Müller und Rhumes Maximilian ­Maretschke (von links) erzielten jeweils sieben Treffer. Duderstadts Elmar Müller (2.v.l.) gratuliert.

Torjäger unter sich: Rhumes Cedric Gries, Obernfelds Maximilian Müller und Rhumes Maximilian ­Maretschke (von links) erzielten jeweils sieben Treffer. Duderstadts Elmar Müller (2.v.l.) gratuliert.

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