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Fußball vor Ort Joshua Busching: Aus Ebergötzen zum FC Barcelona ins Camp Nou
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Joshua Busching: Aus Ebergötzen zum FC Barcelona ins Camp Nou
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00:16 16.01.2013
Aus Ebergötzen zum VfL Wolfsburg: Joshua Busching in der Lokhalle. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Selbst Onkel Volker Kleinert möchte den Namenszug von Wolfsburgs Nummer zwölf auf seinem Programmheft nicht missen.

„Das lässt einen natürlich nicht kalt. Es ist immer schön, wenn ich mal in die Heimat zurückkehren kann. Vor dieser Kulisse macht es dann umso mehr Spaß“, sagt Busching in einer Spielpause beim Sparkasse &VGH-Cup, während er lässig auf einem Holzstuhl des improvisierten Turnier-Bistros sitzt. Viel Zeit für Heimaturlaub bleibe derzeit nicht. „In den Weihnachtsferien musste ich fürs Abi lernen, nach dem Turnier gehts gleich wieder nach Wolfsburg ins Trainingslager.“

Wenngleich er anfangs einige Startschwierigkeiten gehabt habe, bereut Busching seinen Wechsel in die Autostadt nicht. „Das hat mich auf alle Fälle ganz schön weitergebracht“, bemerkt der Rechtsfuß. Zu Saisonbeginn brachte Trainer Dirk Kunert ihn noch von der Bank ins Spiel. In den finalen fünf Spielen der Hinrunde, die der VfL punktgleich mit Werder Bremen auf dem ersten Platz abschloss, startete Busching von Beginn an.

„Dabei hilft ihm vor allem seine Vielseitigkeit“, erklärt Volker Kleinert, der seinem Neffen bei jedem Heimspiel zusieht. Vom Verein offiziell als Mittelfeldspieler gelistet, mimt Busching derzeit den rechten Außenverteidiger, brilliert dabei mit gutem Stellungsspiel, sicheren Pässen und geringer Fehlerquote. „Ich kann aber auch auf der Zehner- und Sechser-Position auflaufen“, betont Busching, der vor allem seine gute Ausdauer als Stärke sieht. Arbeiten müsse er im täglich mindestens einmal stattfindenden Training hingegen noch am Antritt und Spritzigkeit.

Mit dem Deutschen-A-Junioren-Meister von 2011 tritt der ruhig und freundlich wirkende Nachwuchsathlet in dieser Saison auch in der neugeschaffenen „NextGen-Series U19“ an. Der vom Kontinentalverband Uefa unabhängige Wettbewerb gleicht einer Art Champions-League für insgesamt 24 U-19-Teams.

Zwar ist Busching mit seinen Wölfen bereits in der Vorrunde am FC Barcelona, den Tottenham Hotspurs und RSC Anderlecht gescheitert, zieht aber dennoch ein positives Fazit: „Da sieht man erstmal, wo man eigentlich steht. Taktisch haben wir gut mitgehalten, aber im Tempo waren uns die Gegner überlegen.“ Unumstrittene Höhepunkte sind die Duelle mit Spaniens Eliteklub, dessen Nachwuchsleistungszentrum als eines der besten der Welt gilt. Vor der Rekordkulisse von 13 000 Zuschauern im Wolfsburger Stadion am Elsterweg fertigte „Barca“ die „Wölfe“ mit 5:0 ab, siegte daheim unspektakulär mit 3:1. „Das war einfach nur geil“, beschreibt Busching die Atmosphäre in beiden Spielen. Im belgischen Anderlecht gelang seiner Elf sogar ein 2:1-Erfolg.

Durch das vorzeitige Ausscheiden könne man die Konzentration nun wieder voll auf die Bundesliga legen, so Busching. „Wenn wir in der Chancenverwertung effektiver agieren, kann es mit der Deutschen Meisterschaft klappen“, erwartet der Dortmund-Fan. Das ist neben dem erfolgreichen Abitur sein nächstes großes Ziel. Ob es mit dem Sprung ins Profi-Lager klappt, müsse man sehen, gesteht Busching realistisch.

„Die Durchlässigkeit ist ja nicht allzu hoch, aber ich habe ja nächste Saison noch ein Jahr bei den A-Junioren.“ Im Sommer möchte Busching eine Ausbildung beginnen, vielleicht bei Volkswagen. Bis dahin verbringt er die wenige freie Zeit mit Freundin Eileen oder „lässt sich beim Doppelkopf einen von mir überschmoren“, ergänzt Volker Kleinert.

Alle Ergebnisse des Sparkasse & VGH-Cups

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