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Jung-Doppelschlag entscheidet Eichsfeldderby

Fußball-Bezirksliga Jung-Doppelschlag entscheidet Eichsfeldderby

René Jung hat Fußball-Bezirksligist SV Germania Breitenberg durch einen Doppelschlag binnen 120 Sekunden den 2:1 (0:1)-Derbysieg gegen den SV Seeburg gesichert.

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Zweifacher Torschütze: Breitenbergs René Jung (Mitte) wird von den Seeburgern Jan Müller (li.) und  Norman Bonnemann attackiert.

Quelle: Walliser

Breitenberg. Der Aufsteiger war durch einen Treffer von André Rudolph in Führung gegangen, schaffte es aber in der zweiten Halbzeit nach dem Rückstand trotz Überzahl nicht mehr, noch einen Punkt mitzunehmen. Breitenbergs Christian Kühne hatte in der 69. Minute vom sonst souverän leitenden Schiedsrichter Stephan Schamuhn (Lauenberg) wegen Nachtretens die Rote Karte gesehen – eine Entscheidung, die beide Trainer nach der Partie als zu hart einstuften.

In der ersten Halbzeit knüpften die Gastgeber an ihre bisher schwachen Heimspiele, die allesamt verloren wurden, an. Kaum Tempo und Chancen, viele Stockfehler und Unzulänglichkeiten – in der Pause wurde Germanen-Trainer Tobias Dietrich deshalb laut. „Ich habe die Mannschaft gefragt, wie man ein Derby so emotionslos und ohne Engagement bestreiten kann“, erklärte der Germanen-Trainer. 

Bis auf einen harmlosen Kopfball von Benedikt Simmert (25.) und ein paar eher hilflose Versuchen aus der Entfernung, brachten die Breitenberger nichts zustande. Die Seeburger Führung fiel deshalb nicht einmal unverdient: Benedikt Curdt setzte sich auf der rechten Seite durch und legte klug auf André Rudolph ab, der flach ins lange Ecke traf und Philipp Habeck keine Chance ließ (39.).

„In der ersten Halbzeit haben wir es super gemacht. Wir hatten Breitenberg im Griff, das Führungstor war toll herausgespielt“, lobte Seeburgs neuer Trainer Daniel Otto, dem das Lachen nach dem Abpfiff trotzdem schwer fiel. Nicht wegen des Auftretens seines Teams, sondern wegen des Ergebnisses. „Die Jungs haben super gespielt, ich bin stolz auf sie, aber auch traurig, weil sie sich nicht für ihre Leistung belohnt haben.“ Zu allem Überfluss verletzte sich Abwehrchef Dennis Bobbert auch noch und musste ausgewechselt werden (54.). Vier Minuten später fiel der Ausgleich. „Unsere Ordnung hat kurz nicht gestimmt, und eine Mannschaft wie Breitenberg nutzt das eben aus“, stöhnte der Coach.

Spaßbremse aus Seeburger Sicht war Breitenbergs Angreifer René Jung. Zunächst schloss er einen selbst eingeleiteten Angriff eiskalt ab (58.), und nur 120 Sekunden später war Jung erneut zur Stelle. Nach einem Fehler von Seeburgs Torhüter Dennis Schwarze, der eine an sich harmlose Freistoßflanke von Christian Kühne aus den Händen gleiten ließ, stand Jung richtig und schob aus kurzer Distanz zum 2:1 ein (60.). „René ist eben ein Strafraumstürmer“, merkte Tobias Dietrich dazu an.

In Überzahl schafften es die Gäste in den letzten 20 Minuten kaum noch, die Germanen unter Druck zu setzen. Die beste Seeburger Gelegenheit vergab Yusef Alayan, der einen abgefälschten Gleitze-Freistoß aus sieben Metern neben den rechten Pfosten setzte.  Da auch zwei Rudolph-Versuchen aus der Distanz die nötige Genauigkeit fehlte (87., 90.), konnten sich die Platzherren wenig später über den ersten Saison-Heimsieg freuen. „Vielleicht hätte wir schon vorher bei einem Konter das 3:1 machen können“, analysierte Tobias Dietrich nach dem Derby. Doch Bastian Vogt zögerte bei der besten Gelegenheit zu lange (73.).

Breitenberg : Habeck – Friedrichs – Hobrecht, Thomae – Ibba, B. Simmert, N. Simmert (46. Vogt), Schneegans, Rybicki (63. Mchalwat) – Jung (81. Nolte), Kühne.

Seeburg : Schwarze – Bobbert (54. Petri), Stietenroth, Kreitz, J. Müller – Alayan, J. Kracht (75. R. Kracht), Bonnemann (46. Soppa), Curdt, Gleitze – Rudolph. – Tore: 0:1 Rudolph (39.), trifft nach Curdt-Rückpass ins lange Eck; 1:1 Jung (58.), aus sieben Metern nach Pass von Kühne; 2:1 Jung (60.), staubt nach Schwarze-Fehler ab.

Von Christian Roeben

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