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Fußball vor Ort Kreisfußballtag: Göttingen und Osterode werden zusammengelegt
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00:18 10.03.2013
Quelle: Grafik: ne
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Duderstadt

Das jedenfalls erhofft sich Alfred Bonenberger, Spielausschuss-Vorsitzender für den Bereich Herren- und Frauenfußball. „Der demographische Wandel macht diesen Schritt notwendig“, sagt Bonenberger. Zwar sei der Kreis Göttingen vom stärker werdenden Rückgang der Mannschaftsmeldungen speziell auf Kreisebene noch nicht so stark betroffen, im Kreis Osterode sei dies jedoch schon zu beobachten.

In gemeinsamen Sitzungen der Spielausschüsse Göttingen und Osterode wurde „gemeinsam und immer einvernehmlich“ die Weichenstellung vorgenommen, die den Spielbetrieb auch zukünftig sichern soll.

Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verstärkt den Druck auf die Kreise und Vereine, indem er eine Mindestanzahl an Vereinen einfordert. Diese würden die hiesigen Kreise aktuell zwar noch erfüllen, die Fusion aufzuschieben, sei jedoch keine Option gewesen, so Bonenberger: „Wir wollten nicht damit warten, bis man quasi die Pistole auf der Brust hat.

Viele Vereine haben uns ebenfalls schon gefragt. Auch der DFB hat an uns appelliert, die Fusion auf freiwilliger Basis durchzuführen.“ Vom Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) erhält der neue Kreis eine Prämie. „Diese wird als Anfangskapital genutzt“, erläutert Bonenberger.

Alle Vereine sollen profitieren

Ziel ist es, zum Ende der Verschmelzungsphase, also bis zur Saison 2017/2018, eine eingleisige Kreisliga auf den Weg gebracht zu haben. Bis dahin sollen zwei reduzierte Kreisligen – Ost und West – mit jeweils gleichen Auf- und Abstiegsregelungen geführt werden.  „Grundsätzlich gibt es bei der Verschmelzung der Staffeln keine Ansprüche der Kreise mehr“, betont Bonenberger.

Abhängig von den Mannschaftsmeldungen wird der Spielausschuss Göttingen-Osterode, der am Sonnabend neu einberufen wird, sowohl Stärke als auch Einteilung der Staffeln vornehmen. Maßgeblich seien dabei einerseits die geographische Lage, anderseits aber auch „sportlich-neutrale Gesichtspunkte“.

In absehbarer Zeit, hofft Bonenberger, sollen alle Vereine von der Fusion profitieren. „Dass dabei Härtefälle auftreten, konnten wir schon in der Vergangenheit nicht ausschließen.“

Unumgänglich sei die Fusion, die beim Kreisfußballtag im vergangenen Sommer im übrigen nicht einstimmig verabschiedet wurde, weil man sich zukünftig gut aufgestellt wissen möchte, unterstreicht der Spielausschuss-Vorsitzende: „Der Kreis Göttingen/Osterode wird durch diese Fusion einer der spielstärksten Fußballkreise im Bezirk Braunschweig und hat damit auf eine erfolgreiche Zukunft gesetzt.“

In den Folgejahren, so Bonnenbergers Überzeugung, werde sich auch der Kreis Northeim anschließen, denn „durch Zusammenschlüsse verschiedener Vereine und den demographischen Wandel werden in nächster Zeit mit steigender Tendenz weniger Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen“. Auf der sonnabendlichen Agenda stehen zudem Wahlen des Vorstandes sowie der verschiedenen Ausschüsse.

Von Christian Roeben

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