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Fußball vor Ort Landesliga: SVG Göttingen kauft Spitzenreiter Schneid ab
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00:17 17.04.2013
Kopfball: der SVGer Yannick Freyberg (r.) gegen Denny Sondergeld. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Dank eines von Evers verwandelten Foulelfmeters gelingt in einem munteren, bisweilen spektakulären Spiel aber noch der Treffer zum verdienten 3:3 (1:2). Für die Schwarz-Weißen ein alles in allem gelungener Auftakt der englischen Woche, die am Mittwoch mit der Heimpartie gegen Calberlah fortgesetzt wird – dann wahrscheinlich im heimischen Stadion am Sandweg.

Der Platz im SVG-Stadion lässt am Sonntag kein Spiel zu. „Wir hätten walzen müssen, aber das ging nicht, weil der Boden so tief war“, sagt Abteilungsleiter Thorsten Tunkel. Weil der Terminplan sowieso schon eng ist, bleibt der SVG nichts anderes übrig, als in die Nachbarschaft ans Jahnstadion umzuziehen.

Dort werden die Schwarz-Weißen zu Beginn des Spiels vom Spitzenreiter regelrecht überrollt. Wolfenbüttel wirkt zielstrebiger, schaltet schnell um, erspielt sich gute Chancen und geht mit 2:0 in Führung. „Die ersten zehn Minuten haben wir verpennt“, sagt Trainer Knut Nolte nach dem Spiel.

Nachdem Alexander, hinter Kapitän Hafner zweitbester schwarz-weißer Akteur, auf der Linie geklärt hat (11.), wird der Gastgeber nach einer Viertelstunde besser, leistet sich aber zu viele Fehler im Spielaufbau. Spätestens nach dem sehenswerten 1:2 durch Hafner per Seitfallzieher (26.) übernimmt die SVG jedoch die Regie, zumal die Innenverteidigung mit Zerhusen und Muwanga immer stärker wird.

Logische Folge ist der Ausgleich

Der eigentliche Abwehrchef Hoffmann fällt mit Leistenproblemen aus. Weil Psotta aus nächster Nähe an MTV-Keeper Brand scheitert, der per starkem Reflex rettet (28.), geht es mit einem Rückstand in die Kabine.

Auch in die zweite Hälfte erwischt Wolfenbüttel den besseren Start und baut Druck auf. Doch die SVG steht nun besser. Mitte des zweiten Durchgangs lässt Wolfenbüttel merklich nach und gleicht das später mit übertriebener und nicht immer geahndeter Härte aus. Logische Folge ist der Ausgleich, bei dem Evers aus sieben Metern die Nerven behält (60.).

Dann aber wie aus dem Nichts das 2:3, als Tuzlak Rohleder mit der einzigen echten MTV-Chance nach der Pause per unscheinbarer, jedoch unhaltbarer Kopfball-Bogenlampe überwindet (73.).

Als der eingewechselte Neuzugang Tesche, eine Bereicherung für die SVG im Sturmzentrum, im Strafraum unglücklich am Kopf getroffen wird, muss erstens der Angreifer ausgewechselt werden und gibt es zweitens Elfmeter, den Evers souverän verwandelt (83.) – der Schlusspunkt unter einen guten SVG-Auftritt.

„Vielleicht waren wir zu Beginn übernervös, aber danach auch spielerisch besser“, resümiert Nolte. „Wolfenbüttel hat ja wie im Hinspiel nur von langen Bällen gelebt.“ Das sollte der SVG vor den anstehenden Aufgaben Mut machen: Gegen den neuen Ersten, Gifhorn, und den neuen Zweiten, Wolfenbüttel, spielte man jeweils Unentschieden – und war in beiden Fällen die spielbestimmende Mannschaft.

SVG: Rohleder – Orak, Zerhusen, Muwanga, Alexander – Zekas (75. Fischer), Hafner – Psotta, Evers, Illner – Freyberg (46. Tesche, 83. Kornet).

Tore: 0:1 Schaare (5.), trifft unhaltbar aus 25 Metern; 0:2 Moritz (7.), erhöht aus halblinker Position; 1:2 Hafner (26.), ist nach Eckball und Kopfball-Versuch von Freyberg per Seitfallzieher erfolgreich; 2:2 Evers (60.), ergattert Schuss von Zekas und schiebt unhaltbar links unten ein; 2:3 Tuzlak (73.), überspringt SVG-Abwehr und trifft per Kopfball-Bogenlampe; 3:3 Evers (83./FE), gleicht nach Foul an Tesche per Strafstoß aus.

Von Eduard Warda

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