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Lenglern spielt im Finale überlegene Technik aus

Günther-Brosenne-Turnier Lenglern spielt im Finale überlegene Technik aus

Hallenfußball in Südniedersachsen mal ganz anders: Vier Mannschaften aus dem Fußball-Kreis – drei Kreisligisten und ein Vertreter der 1. Kreisklasse C – haben am Sonntag den Sieg beim 23. Günther-Brosenne-Turnier des TSV Adelebsen unter sich ausgemacht. Am Ende setzte sich verdient der Kreisligist SG Lenglern durch, der den Gastgeber und Liga-Konkurrenten FC Lindenberg-Adelebsen im Finale mit 4:2 schlug.

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Anschlusstreffer: Björn Nolte vom FC Lindenberg-Adelebsen (l.) schafft im Endspiel gegen Lenglern per Heber das 2:3.

Quelle: Theodoro da Silva

Adelebsen. Den dritten Platz sicherte sich der DSC Dransfeld (1. Kreisklasse) durch einem 2:0-Erfolg gegen den Kreisligisten Rot-Weiß Harste.

Im Endspiel zwischen den Kreisliga-Titelkandidaten FC Lindenberg-Adelebsen und SG Lenglern standen sich mit FC-Spielertrainer Björn Nolte und SG-Regisseur Yusuf Beyazit, der später für 13 Turniertreffer die Torjägerkanone erhielt, auch die besten Akteure der Endrunde gegenüber. Für einen Nolte-Schuss ins Gesicht revanchierte sich Johannes Schweiger kurze Zeit später mit dem SG-Führungstreffer.

Nico Bitzer antwortete umgehend und traf aus der Drehung zum 1:1. Das erste regelrechte Geschoss von Marcel Leuze traf die Latte, in das zweite sprang Kevin Taubert spektakulär rein und erzielte die neuerliche Lenglerner Führung. Nach dem 3:1 durch Schweiger sorgte Nolte mit einem sehenswerten Heber zum 2:3 für Hoffnung im FC-Lager, nach 2011 nicht erneut Zweiter zu werden. Doch Taubert traf postwendend zum 4:2 – und zum Turniersieg.

„Wir sind zwar schwer reingekommen, waren aber dann die beste Mannschaft“, sagte ein zufriedener SG-Trainer Dirk Tauber. „Wenn die in Überzahl waren, haben sie uns klasse ausgespielt“, erkannte Nolte die Leistung des Gegners an. Auch die TSV-Vorsitzende Anja Nickel bezeichnete bei der Siegerehrung den Lenglerner Sieg als verdient.

„Ich finde es außerdem immer ganz gut, wenn so ein Finale nicht durch Neunmeterschießen entschieden wird“, sagte sie im Anschluss. Die Trophäe für den besten Torhüter hatte – ebenso verdient – Maximilian Nagels von Rot-Weiß Harste entgegengenommen.

Im Halbfinale gegen Dransfeld war der Gastgeber durch einen strammen Schuss des fliegenden Torhüters Oliver Waas in Führung gegangen. Roland Kues sorgte per Kopf für den 2:0-Endstand. Favorit Lenglern war im Halbfinale Nummer zwei schnell durch Jan-Paul Kleinschmidt in Führung gegangen, doch Harste drehte durch Daniel Alder und Aslan Kaplan den Spieß um.

Erst ein trockener Beyazit-Schuss zum 2:2 rückte die Kräfteverhältnisse wieder zurecht, und Dennis Dietrich, Taubert (per Tor des Tages nach Beyazit-Zuspiel) und Schweiger trafen zum 5:2-Endstand. Auf der Tribüne wurde Beyazits Gala-Vorstellung von seinem Vater verfolgt, der sich das Turnier zusammen mit Ali Karakayas Vater anschaute. Sie sahen unter anderem auch, wie das Spiel um Platz drei gegen Harste durch Treffer von Dennis Eilers und Christopher Worbs zugunsten von Dransfeld entschieden wurde.

Die Favoriten hatten sich zum Teil sang- und klanglos in den Gruppenspielen der Endrunde verabschiedet. Die Landesligisten SVG und FC Grone wurden jeweils Vierte, Sparta schaffte zumindest noch die Qualifikation für das Spiel um Platz fünf, das jedoch mit 0:1 gegen die SG Werratal verloren ging.

Der Bovender SV, am Donnerstag in den Eklat um eine Ohrfeige und den daraus resultierenden Rückzug des eigentlichen Gruppenersten SV Groß Ellershausen/Hetjershausen verwickelt, wurde sogar ohne einen einzigen Punktgewinn Letzter seiner Endrundengruppe. „Hätte die SV nicht zurückgezogen, hätte es auch nicht so einen Wirbel gegeben“, sagte BSV-Abteilungsleiter Wolfgang Hungerland, der zur Leistung am Finaltag sagte: „Sportlich fair, aber schlecht gespielt.“

Philipp Kokars von der Turnierleitung des TSV, der zuvor die Entscheidung der Groß Ellershäuser, nicht an der Endrunde teilzunehmen, kritisiert hatte, stufte die Bovender Vorstellung als „leblos“ ein. Im übrigen sei das Niveau der Endrunde jedoch höher gewesen als jenes der Vorrunde. Über den Besuch sagte er: „Donnerstag war gut, Freitag war okay und der Sonntag vollbesetzt.“

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