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Fußball vor Ort Nach 44 Jahren: SV Groß Ellershausen/Hetjershausen kann den Aufstieg perfekt machen
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17:02 24.05.2018
Claudio Crapanzano (r.) und die SV Groß Ellershausen/Hetjershausen benötigen noch einen Punkt zum Aufstieg Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Wenn am Freitagabend Schiedsrichter Marc Schramm die Kreisliga-Partie in Groß Ellershausen anpfeifen wird, geht es nicht nur um gewöhnliche drei Punkte, sondern um den Aufstieg in die Bezirksliga nach 44 Jahren. In 28 Spielen kassierte das Team von Trainer Andreas Riedel nur drei Niederlagen und 33 Gegentore und grüßt die Liga mit 69 Punkten von Platz eins. „Wenn man so lange oben steht, will man auch Meister werden“, gibt Riedel als Ziel aus. Der Übungsleiter, der vor der Saison als Nachfolger für Matthis Knauf zur SVGE kam, gilt als Aufstiegsexperte, denn er führte bereits den FC Lindau (Kreis Northeim) und den Bovender SV in die Bezirksliga.

„Es ist allen bewusst, was wir erreichen können“

Im Spiel gegen den SV Südharz genügte der Riedel-Elf bereits ein Remis, um den Aufstieg perfekt zu machen: „Noch sind wir entspannt. Es ist allen bewusst, was wir erreichen können. Der Verein hat es viele Jahre versucht – diesmal wird es endlich klappen“, beschreibt Riedel. Außer dem Aufstieg ist auch die Meisterschaft alles andere als Utopie. In noch vier auszutragenden Partien würden der SVGE zwei Siege zu Platz eins reichen. Dennoch warnt der Coach vor dem Gegner: „Südharz ist noch nicht gerettet. Sie werden uns nicht freiwillig zum Aufstieg gratulieren. Zudem haben sie mit Westerkamp und Ball zwei klasse Stürmer, sind aber in der Defensive durchaus anfällig.“

Der Trainer hofft auf ein frühes Tor. „Ich tippe, wir gewinnen 2:1“ prognostiziert Riedel. Auch Teammanager Reiner Teuteberg gibt sich optimistisch in Hinblick auf den Aufstieg: „Wir werden volle Pulle geben. Die Cracks von damals wissen, was so ein Aufstieg bedeutet. Das ist eine einmalige Chance für den Verein – und diese Chance nutzen wir am Freitag.“ Teuteberg beschreibt das sehr gute Klima im Team, auch wenn einige nach zwischenzeitlich drei Niederlagen in Folge schon von einer Krise sprachen. Das Team hat sich mittlerweile gefangen. „Der Kopf muss frei sein. Wir haben die Woche super mit 20 Spielern trainiert. Auch wenn die Spieler etwas nervös werden – das ist aber normal – werden wir es schaffen und spontan eine Party machen“, ergänzt der Teammanager.

Weitemeyer erinnert sich an Aufstieg 1974

Wenn Gustav Weitemeyer am Freitag den Platz betritt, werden bei ihm vermutlich Erinnerungen hochkommen. Der Elektrikermeister aus Hetjershausen stand vor 44 Jahren als 20-Jähriger im Tor des damaligen Kreisklassenteams der SVGE. Das Team feierte den Aufstieg in die damalige Bezirksklasse. „Das war für die Fußballabteilung ein großer Erfolg. Wir haben uns damals gegen Güntersen durchgesetzt. Leider sind wir sofort wieder abgestiegen“, erinnert sich Weitermeyer. Der heute 64-Jährige blickt auf Licht und Schatten zurück: „Im Bezirk war es leider eine der schlechtesten Saisons meiner Karriere. Wir konnten sportlich mithalten, waren aber sehr undiszipliniert – alleine zehn rote Karten bekamen wir. Nach dieser negativen Erfahrung hatte ich mich entschlossen, den Verein nach dem Abstieg zu wechseln.“

Die Entwicklung der aktuellen Mannschaft verfolgt Weitemeyer hingegen mit Freude: „Die Jungs haben es verdient. Insbesondere freut es mich, dass sechs Einheimische im Team dabei sind. Ich werden dem Team gegen Südharz die Daumen drücken“ ergänzt der ehemalige Keeper. Bleibt zu hoffen, dass die jetzige Mannschaft nach dem Aufstieg eine erfolgreichere Saison im Bezirk spielen wird als das Team vor 44 Jahren. Auf jeden Fall heißt am Freitagabend nicht nur „déjà-vue“ für Weitermeyer.

Von Jan-Philipp Brömsen

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