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Oberliga: 1. SC Göttingen 05 will in Celle ein Zeichen setzen

Selbstbewusst nach Celle Oberliga: 1. SC Göttingen 05 will in Celle ein Zeichen setzen

Unbedingten Einsatzwillen – den will Najeh Braham, neuer Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Oberligisten 1. SC 05, beim Auswärtsspiel gegen TuS Celle von seiner Mannschaft sehen. „Jeder muss für den anderen da sein, die Spieler müssen kratzen und beißen“, sagt der 36-Jährige.

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Leistungsträger des 1. SC 05: Alexander Burkhardt (links), hier im Hinspiel im Maschpark gegen Celles Sven Pohlmann.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Anpfiff in Celle ist am morgigen Sonnabend um 14 Uhr. Der Tabellenletzte Celle ist am vergangenen Sonntag mit einem überraschenden 0:0 gegen den Spitzenreiter Freie Turner Braunschweig in die Pflichtspiele des Jahres 2014 gestartet. Ein neuer Coach – Lazar Djurdjevic – und einige Verstärkungen sollen dem Klub doch noch die Klasse halten.

„Eine Niederlage wäre wie ein Schlag ins Gesicht“, sagt Braham, dessen Team acht Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze aufweist. „Wenn wir aber verlieren, will ich sehen, dass die Spieler kämpfen, grätschen und alles geben. Dann gibt es keinen Vorwurf, da würde ich nie etwas sagen“, unterstreicht der Coach.

„Zieht der Spieler mit: Herzlich willkommen. Zieht er nicht mit, gibt es eine Aussprache.“ Was die Spieler momentan dringend benötigen, glaubt der Trainer, sei ein „gutes Erlebnis“.

„Im Training haben wir Spaß, und alle ziehen mit“, berichtet Kapitän Christian Horst. „Man merkt dem Trainer an, dass er hoch gespielt hat, man hört ihm gern zu, weil er aus Erfahrung spricht. Die Übungen sind immer auf das Spiel bezogen.“ Fünf bis sieben Positionen seien vergeben.

Stärkere Gegner gewünscht

„Unser Vorteil ist, dass wir jetzt im Mittelfeld und im Sturm eine Riesenauswahl haben“, sagt Horst. So seien mit Rudolph, Krzysztof Podolczak und Burkhardt drei Stammspieler ins Team zurückgekehrt, dazu kommen die Neuzugänge Crespo, Winnersbach, Bier und Ludwig, der aus den A-Junioren hochgezogen worden ist.

Für die Vorbereitungsspiele hätte sich Braham stärkere Gegner gewünscht, um sein Team besser einschätzen zu können. „Ich hätte gern den Ball schneller laufen gesehen“, sagt er. Zuletzt gegen Hainberg habe ihm gefallen, dass die Mannschaft einen Rückstand gedreht hat. „Sie hat an sich geglaubt, und genau diese Reaktion brauchen wir.“

Schlecht fand der Trainer, dass im Mittelfeld nicht so viele zweite Bälle gewonnen wurden, wie erhofft. „Das wird in der Oberliga hart bestraft“, mahnt er.

"Da gibt es keine Ausreden“

Andererseits würden „die Jungs Tag für Tag besser. Wir hatten keine gute Vorbereitung, aber jetzt sind wir im Rhythmus.“ Die Partie zwischen Celle und Braunschweig hat der Trainer zur Spielvorbereitung beobachten lassen. Seine Erkenntnis: „Celle hat nur hinten drin gestanden.“

Auch Horst glaubt, dass der Gegner „auf jeden Fall tief stehen wird. Aber wir spielen gegen den Tabellenletzten und müssen gewinnen. Da gibt es keine Ausreden.“ Im Hinspiel im Maschpark siegte 05 mit 2:0.

Neben Zeibig (Kreuzbandriss) und Weide (muskuläre Probleme) fällt auch Washausen aus – und zwar für längere Zeit. Ein Muskelbündelriss zwingt ihn momentan zur Pause, doch in zwei Wochen, so schätzt der Mittelfeldspieler, sei durchaus wieder lockeres Training drin.

„Egal, gegen wen: Ich will immer gewinnen“

Schwerer wiegen jedoch Prüfungen auf der Meisterschule in Hildesheim in den nächsten sechs Wochen, für die er lernen muss. „Wenn jemand Grippe hat, könnte ich Ende der Saison vielleicht einspringen“, sagt Washausen.

Das am vergangenen Wochenende ausgefallene Heimspiel gegen den VfL Oldenburg wird am Ostersonnabend, 19. April, nachgeholt. Die Konzentration bei 05 jedoch gilt der wichtigen Partie in Celle. „Egal, gegen wen: Ich will immer gewinnen“, bekräftigt Braham.

Das sei schon vor 14 Jahren im Freundschaftsspiel mit 05 gegen den FC Bayern so gewesen, das 0:2 verloren ging. Oder im Länderspiel mit Tunesien gegen den Favoriten Schweden – das durch ein Tor von Braham mit 1:0 gewonnen wurde. „Ich mache mich nicht vor einem Gegner klein“, sagt der neue 05-Trainer.

Von Eduard Warda

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Hat schon für Atletico Madrid II gespielt: 05-Neuzugang Robert Crespo (l.), hier im Zweikampf mit dem Hainberger Bahne Kapelle.

Am Sonnabend im Auswärtsspiel beim Schlusslicht TuS Celle wird es zum ersten Mal in diesem Jahr ernst für den Fußball-Oberligisten 1. SC 05: Die Göttinger können mit einem Sieg den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze verkleinern und sich im Kampf um den Klassenverbleib dringend benötigtes Selbstbewusstsein holen.

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