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Fußball vor Ort Oberliga: Blackout bringt den 1. SC Göttingen 05 um den Lohn
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21:39 29.09.2013
Göttingen

Dieser hat bis dahin im Heimspiel gegen den neuen Dritten Lüneburger SK zweimal ausgleichen können, nun jedoch fällt noch ein weiterer Gegentreffer zum 2:4 (1:1)-Endstand. 05 hat damit als Elfter nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Lediglich 615 Zuschauer und einige Schüler, die freien Eintritt haben, wollen bei strahlend blauem Himmel das Oberliga-Spitzenteam von Lüneburg im Jahnstadion sehen – in der vergangenen Saison hat man bei der Aktion Soccer4kids zum Spiel gegen Lupo Martini Wolfsburg noch 1791 Zuschauer gezählt. Den Schwund kann bis jetzt niemand erklären, vielleicht hängt es mit der Transformation vom RSV 05 zum 1. SC 05 zusammen.

Zumindest Thomas Oppermann, Fraktionsgeschäftsführer der Bundestags-SPD, ist da, und auch der harte Kern der 05-Fans, der einige Male „Auferstanden aus Ruinen“ skandiert. 05 spielt ausnahmsweise mit Rudolph in der Innenverteidigung und Horst auf der Sechser-Position.

Allgemeine Freude herrscht über das  Comeback von Washausen, der eine gute Partie abliefert. Stärkster 05er vor der Pause aber ist Pampe auf der Zehner-Position.

Zweite Hälfte beginnt furios

Das Spiel ist zunächst alles andere als stark: Es herrscht kaum Spielfluss, Lüneburger Fans kritisieren zur Pause den ängstlichen Auftritt ihres Teams. 05 weiß phasenweise zu gefallen, und Dogan verpasst am langen Pfosten die Führung (21.).

Mitte der ersten Hälfte wird der LSK stärker: Erst köpft Tillack links vorbei (23.), dann haut Hertting eine Volleyabnahme aus 30 Metern knapp über die Latte (29.). Für 05 wird nach einer feinen Einzelleistung Pampes Schuss auf der Linie geklärt (34.).

Lüneburgs letzter Pass kommt oftmals nicht an, auch weil 05 kompakt steht. Bei einem Freistoß aus zentraler Position von Saglam, einem der besten Freistoßschützen der Liga, hat Wolany aber keine Chance, und es steht 0:1 (43.). 05 kommt jedoch noch vor der Pause zurück: Ein weiter Schlag von Keseling erreicht Krzysztof Podolczak, der nicht angegriffen wird und aus kurzer Distanz trifft (45.).

Die zweite Hälfte beginnt furios: Flanke von Hertting an den langen Pfosten, Tillack per Kopf, Wolany mit Glanzparade und Tillack schließlich per Nachschuss zum 2:1 für Lüneburg (50.). Erster Angriff nach dem Anstoß, Pampe übertölpelt mit einem Steilpass die LSK-Viererkette, Washausen eiskalt zum 2:2 (51.). Gierke scheitert nach Wolany-Abklatscher knapp (52.), Washausen verpasst eine Riesenchance (53.).

„Wir schlagen uns selbst“

Es folgt ein leichtes Durchatmen und dann die „spielentscheidende Szene“ (05-Trainer Hans-Jörg Ehrlich): Rudolph ereilt bei einem Kopfball im eigenen Strafraum ein Blackout, und Müller bedankt sich zum 2:3 (65.). 05 hat erneut die Möglichkeit zurückzuschlagen, doch der eingewechselte Grzegorz Podolczak köpft nach Rudolph-Freistoß links vorbei (70.).

Die Entscheidung fällt mit dem 2:4: Saglam kann unbedrängt flanken, Wolany zögert kurz, und Ulaga macht alles klar (71.). In der Folge ist Lüneburg überlegen, kann aus Kontern jedoch kein Kapital schlagen. Auf der anderen Seite scheitert Grzegorz Podolczak noch mal an LSK-Keeper Wulf (84.).

„Das war gar nicht so schlecht, aber wir schlagen uns selbst“, sagt 05-Geschäftsführer Jan Steiger. Trainer Ehrlich ist bedient: „Wenn du schon zweimal nach einem Rückstand zurückkommst, musst du einfach das eine oder andere Ding machen. Wir hatten ja nach der Pause mehr Torchancen als die“, sagt er.

Die Einstellung habe im Gegensatz zum Uphusen-Spiel gestimmt, „aber wir stehen wieder mit leeren Händen da“. Ehrlich beschleicht das Gefühl, dass sein Team auf einem kleineren Platz bessere Chancen hat – sprich: Wenn alles Stricke reißen, muss im Maschpark gespielt werden.

05: Wolany – Timocin, Rudolph, Keseling, Zeibig (78. Lindner) – Horst, Förtsch – Washausen (86. Bruns), Pampe, Dogan (70. G. Podolczak) – K. Podolczak. – Tore: 0:1 Saglam (43.), 1:1 K. Podolczak (45.), 1:2 Tillack (50.), 2:2 Washausen (51.), 2:3 Möller (65.), 2:4 Ulaga (71.).

Bes. Vorkommn.: Gelb-Rot für Möller (77.) wegen Ballwegschlagens.

Von Eduard Warda

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