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Oberliga: RSV-Manager Jan Steiger weist Kritik an Trainer zurück

Jobgarantie Oberliga: RSV-Manager Jan Steiger weist Kritik an Trainer zurück

Sechs Spiele, ein Punkt. Gegen Lüneburg zur Pause 2:0 geführt, um sich dann bis zum 3:5 vorführen zu lassen – die Bilanz der jüngeren Vergangenheit des Fußball-Oberligisten RSV 05 liest sich nicht gerade wie Kindergeburtstag bei Sonnenschein.

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Nachmittags um 15.21 Uhr ist die Welt noch in Ordnung: Marc Lindner, Özkan Beyazit und Philipp Bruns (v. l.) bejubeln „Ötzes“ 2:0 gegen Lüneburg.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Den aufkommenden Gerüchten tritt RSV-Manager Jan Steiger nun energisch entgegen und stellt sich vor den Trainer: „Der Stuhl von Jelle Brinkwerth wird bis zum Ende der Saison auf keinen Fall wackeln.“

Momentan müsse sich „jeder hinterfragen, ob er alles für den Verein tut“, unterstreicht Steiger. „Und damit meine ich: jeder.“ Man sei über die zweite Hälfte gegen Lüneburg und einen Punkt aus sechs Partien „genauso unzufrieden wie die Fans“, es sei jedoch „zu einfach, das nur am Trainer festzumachen.

Aktuell stellt sich die Trainerfrage nicht.“ Mit Brinkwerth bestehe „grundsätzlich eine Übereinkunft für die nächste Saison“, bestätigt der Manager.

„Wir haben versucht, Reize zu setzen"

Von den Einkäufen wie Daniel dos Santos oder Okan Gürcan habe man sich mehr versprochen, räumt Steiger ein: „Wir haben versucht, Reize zu setzen. Das hat aber nicht in allen Fällen geklappt.“ Von den Podolczak-Brüdern, die einen Vertrag bis 2014 haben, erwartet Steiger „etwas mehr Engagement und Leistung“. Überhaupt müssten sich alle Spieler „mehr auf den Fußball fokussieren“.

Warum die RSV-Spieler gegen Lüneburg nach einer guten ersten Hälfte aus der Kabine kamen, als hätten sie dort Steigerungsläufe hinter sich gebracht, darauf weiß Trainer Brinkwerth immer noch keine Antwort. „Es ist einfach unverständlich, wie uns ein frühes Gegentor so durcheinanderbringen kann“, sagt er.

Eine Erklärung dafür sei schwierig, „aber man sollte momentan auch nicht so viel erklären. Jetzt heißt es, Kopf hoch und durch. Wir müssen versuchen, wieder ein Spiel zu gewinnen und an die erste Halbzeit anknüpfen.“

„Als Trainer musst du authentisch bleiben"

Für „so schlecht, wie wir uns derzeit präsentierten, halte ich uns nicht“, sagt der Coach. Nachdem die Aufstiegshoffnungen zerstört waren, sei das Team einfach „von der Spitze ins Tal gefallen. Vielleicht ist aber auch die Erwartungshaltung an die jungen Spieler zu hoch.“

Sicher fühle man sich als Trainer in einer solchen Situation nie, berichtet Brinkwerth. Eine Belastung sei dies jedoch nicht. „Vom Verein kann gar nicht so viel Druck kommen, wir man sich selbst macht“, sagt der Trainer.

Ins Bild passt, dass nicht der Coach, sondern der Klub die aufkeimende Kritik an der mangelnden Emotionalität des Trainers an der Seitenauslinie kontert: „Als Trainer musst du authentisch bleiben. Als wir Erfolg hatten, saß der Trainer auch ruhig auf der Bank, und es hat sich keiner aufgeregt“, sagt Steiger.

Von Eduard Warda

► Kommentar: Lustlos

Der RSV 05 steht in seiner zweiten Saison als Fußball-Oberligist genauso schlau da wie vor einem Jahr: Das Team hat gezeigt, dass es Potenzial für eine Siegesserie hat, dass es aber auch jedes Spiel gnadenlos vergeigen kann. Ein Fortschritt ist nicht zu erkennen.

Fahrlässig wäre es jedoch, die Begleitumstände zu ignorieren: Die Mannschaft ist jung. Das Geld für Verstärkungen ist nicht da. Einkäufe sind nicht eingeschlagen. Der Wettbewerbscharakter war erneut kurz nach der Winterpause dahin.

Doch muss sich ein Team so gehemmt und lustlos präsentieren wie in der zweiten Hälfte des Lüneburg-Spiels?

Das macht weder Fans noch Sponsoren Spaß. In dieser Hinsicht ist der Trainer gefordert. Fahrlässig wäre es nämlich auch, die Zukunft durch Lustlosigkeit zu verspielen.

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„Nie mehr zweite Liga“

Beim Stand von 2:4 fingen die RSV-Fans an, die eigene Mannschaft zu veräppeln. Zu hören waren der Fußball-Gassenhauer „So schön“, aber auch „Technisch überlegen, RSV 05“ auf die Melodie des 80er-Jahre-Disco-Hits „Vamos a la playa“.

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