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Pauline Bremer gibt ihr Bundesliga-Debüt

Frauenfußball Pauline Bremer gibt ihr Bundesliga-Debüt

Gute zwei Wochen ist es her, da hat Pauline Bremer beim Heimaturlaub dem Göttinger Tageblatt von ihrem Traum erzählt: für den 1. FFC Turbine Potsdam in der 1. Frauenfußball-Bundesliga auflaufen zu dürfen. Am vergangenen Sonntag ist dieser Traum für die gebürtige Göttingerin in Erfüllung gegangen. Beim klaren 5:0 (2:0)-Sieg des Deutschen Meisters über Aufsteiger FSV Gütersloh feiert die 16-Jährige ihr Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse.

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Erster Bundesliga-Einsatz: die Göttingerin Pauline Bremer.

Quelle: Kuppert

Göttingen. Es ist die 70. Minute im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion. 1430 Zuschauer bejubeln die 4:0-Führung ihrer Elf. Da winkt Turbines Co-Trainer Dirk Heinrichs die sich warmlaufende Bremer zu sich. „Erst hab ich gar nicht damit gerechnet, dass ich eingewechselt werde“, sagt die Junioren-Nationalspielerin später. Eine letzte Instruktion vom legendären Coach Bernd Schröder, dann wird sie als rechte Verteidigerin für Stefanie Mirlach aufs Feld geschickt. Aufgeregt ist die selbstbewusste und abgeklärte Kreativfrau natürlich nicht. Gute fünf Minuten später darf sie sogar auf ihre Lieblingsposition im rechten Mittelfeld vorrücken.

„Ich war überrascht, dass ich so viele Ballkontakte hatte. Zu meinen Aufgaben zählten dann das Ballverteilen und Seitenwechsel“, erzählt Bremer nach der Partie. Und zufrieden ist sie mit ihrem 20-minütigen Einsatz, währenddessen noch das 5:0 durch die japanische Weltmeisterin und Kapitänin Yuki Ogimi fällt, allemal. Schließlich attestiert ihr auch der bereits 70-jährige Meister-Trainer Schröder, sie „habe ihre Sache ordentlich gemacht“. Auch von den Mitspielerinnen gibt es ausgiebiges Lob.

Ein bisschen Glück habe sie allerdings gehabt, gesteht Bremer. „Da ich noch nie mit der Ersten trainiert habe, ist eigentlich klar, dass ich auch noch nicht Bundesliga spiele.“ Doch weil die zeitgleich angesetzte Partie von Bremers Zweitligateam in Bad Neuendorf den Wetterverhältnissen zum Opfer fällt, greift Heinrichs kurzerhand zum Telefon, um dem Nachwuchstalent eine Chance zu geben. Das Urteil, ob Bremer diese nutzt, fällt schon nach 20 Minuten im königsblauen Trikot: „Ich soll jetzt ab Januar regelmäßig mit dem Bundesliga-Team trainieren“, erzählt die frühere SVG-Spielerin stolz.

Bevor tatsächlich die nächste Kür im Oberhaus ansteht, muss aber noch die winterliche Pflicht bewältigt werden. Am kommenden Freitag gastiert Bremer mit Turbine II bei Zweitliga-Spitzenreiter SV Meppen. Erst danach will sie ihre volle Konzentration auf den nächsten großen Traum richten: der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Derzeit rangiert Turbine auf Platz zwei hinter dem VfL Wolfsburg, und Bremer glaubt „ganz fest“ an den fünften Titel in Serie.

Von Rupert Fabig

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Pauline Bremer bei Turbine Potsdam

Für Pauline Bremer ist es ein fantastisches Jahr gewesen. Doch es spricht für sich, dass der Ehrgeiz der 16-Jährigen nach dem EM-Titel und Platz vier bei der WM mit der U-17-Nationalmannschaft sowie ihrem Wechsel zum Frauenfußball-Vorzeigeklub Turbine Potsdam überhaupt nicht gesättigt ist. Bremer weiß, was sie will und unterstreicht dies mit einer Selbstverständlichkeit, dass schnell bewusst wird, dass sie sich auf einer Mission befindet: der Weg ins Profi-Geschäft.

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