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Pleite von RSV 05 und Schlägerei im Jahn-Stadion

Fußball-Oberliga Pleite von RSV 05 und Schlägerei im Jahn-Stadion

„Das ist eine katastrophale Rückrunde“, sagt Michael Wucherpfennig. Der starke Mann beim RSV 05 mag sich nicht mit den schwachen Vorstellungen des Teams zufriedengeben, blickt aber unverdrossen in die Zukunft und hält am Plan fest, die 05er binnen drei Jahren in die Regionalliga zu führen. Schlimmer als Spiel und Mini-Kulisse war ein Angriff von Fans auf Ordner.

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Muss von draußen hilflos mit ansehen, wie sein Team gegen Bückeburg verliert: RSV-05-Coach Jelle Brinkwerth.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Die Realität ist aber, dass die Elf von Trainer Jelle Brinkwerth auch gegen den Abstiegskandidaten VfL Bückeburg nicht in der Lage war, ihre Serie siegloser Spiele zu beenden. Das 0:1 (0:1) war die sechste Niederlage in den letzten sieben Oberliga-Partien. Schlimmer als Spiel und Mini-Kulisse war ein Angriff von Fans auf Ordner.

Großchance durch Beyazit

Der Auftakt machte Mannschaft und Zuschauern Mut. 05 hatte bereits nach 50 Sekunden eine Großchance durch Torjäger Özkan Beyazit. Dessen Schuss aus acht Metern konnte VfL-Keeper Patrick Spilker jedoch zur Ecke parieren, da der Winkel extrem spitz war. Keine drei Minuten später prüfte Jan-Henrik Matthes des VfL-Schlussmann, doch auch bei dem 22-Meter-Gewaltschuss war Spilker auf dem Posten, allerdings erst im Nachfassen. Die Schwarz-Gelb-Grünen waren die klar dominierende Mannschaft, sie standen sehr hoch, um den sehr vorsichtig und defensiv agierenden Abstiegskandidaten früh in Bedrängnis zu bringen. Und es schien, als sollte diese Taktik aufgehen. Jedoch nur bis zur zehnten Spielminute: Mit einem schnellen Konter über die rechte Angriffsseite verpasste Bückeburg den 05ern einen Treffer, von dem sie sich nicht mehr richtig erholen sollten.

Fehlpässe für Zuschauer parat

Mit dem Gegentor war sie plötzlich wieder da, diese Last, die jeder 05er in den vergangenen sechs sieglosen Partien wie einen unsichtbaren Rucksack mit sich trägt. Selbstbewusstsein war fortan ebenso nicht sichtbar, wie den Spielaufbau organisieren wollende 05-Mittelfeldspieler. So musste eher schlecht als recht Innenverteidiger Christian Horst, der in mehreren Szenen seine Stärke als Innenverteidiger beweisen durfte, den Spielaufbau initiieren. Doch alle 05er offenbarten eklatante technische Schwächen bei der Ballan- und -mitnahme. Statt Tore hatte der Gastgeber in der ersten Hälfte nur Fehlpässe für die Zuschauer parat. Gefühlt einen für jeden der zahlenden 295 Besucher in der weiten Leere des Jahnstadions.

Glasflaschen in Block geschmuggelt

Abgeschlossen wurde die erste Hälfte von unschönen Szenen im 05-Fanblock auf der Haupttribüne. „Unbekannte Fans“ schlugen auf mehrere Ordner ein. Nach Aussage eines Mitglieds des Sicherheitsdienstes hatten Fans Bier in Glasflaschen in den Block geschmuggelt. Das Projekt Fanblock auf der Haupttribüne sei damit nun zu Ende.

Duell auf dem Feld

Dass sich die Gemüter relativ schnell wieder beruhigten, mag auch daran gelegen haben, dass das Duell auf dem Feld emotionslos geführt wurde. 05 machte das Spiel und hatte auch Chancen durch Beyazit (60.) und Rudolph (62.), doch auch Bückeburg war gefährlich (70./71.). In der Schlussminute wurde ein Tor Beyazits nicht gegeben, da der gute Schiedsrichter Saul den Ball noch nicht freigegeben hatte. Die Laune aufgehellt oder die Situation verbessert hätte ein sicherlich nicht unverdientes 1:1 allerdings auch nicht.

05: Holzgrefe – Burkhardt, Horst, Keseling, Huck – Bruns (80. Majer), Matthes (78. Spohr), Förtsch, K. Podolczak (63. Lindner)  – Rudolph, Beyazit. – Tor: 0:1 Schikora (10.), schießt den Ball nach Vorarbeit von Könemann aus kurzer Distanz ein.

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