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Fußball vor Ort Pokal geht in die Bundeshauptstadt
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00:17 14.12.2016
Quelle: Alciro Theodoro da Silva
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Northeim

Platz drei sicherte sich der Hamburger SV im Neun-Meter-Schießen gegen Mainz 05. Titelverteidiger SV Werder Bremen kam nicht über die Zwischenrunde hinaus.

Die Berliner holten sich verdient den Pokal, stellten das vollständigste Team. Angeführt von einem überragenden Kapitän Torben Rhein ließen die Herthaner dem Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance. In der Mannschaft des Siegers stand mit Luca Netz zweifelsohne der Spieler mit dem härtesten Schuss. Dazu gesellte sich Nemanja Motika, der mit seiner Schlitzohrigkeit nicht in den Griff zu bekommen war.

Mit zu den Publikumslieblingen zählte der Hamburger SV, der über einen dritten Platz in der Bundesliga sicherlich ähnlich jubeln würde wie der Nachwuchs. Im Neun-Meter-Schießen holten sich die Hanseaten den Bronzerang. Die Partie gegen Mainz wurde erst gar nicht ausgespielt, um Zeit und Kräfte zu sparen, denn schließlich musste der Nachwuchs ja auch noch wieder nach Hause fahren.

„Es hat alles reibungslos geklappt“, resümierte dann auch Philipp Weißenborn von Veranstalter FC Eintracht Northeim. Unzählige Helfer hatten an den zwei Tagen dafür gesorgt, dass die Nachwuchskicker sich in den jeweiligen Gastfamilien gut aufgenommen fühlten, und es ihnen auch vor Ort an nichts fehlte, um die Leistung abrufen zu können.

Sportlich gesehen hätten sich die Northeimer, die als einziges regionales Team am Start waren, vielleicht ein wenig mehr ausgerechnet, aber in sechs Spielen reichte es lediglich zum 0:0 gegen den 1. FC Köln. „Wir konnten vorher nur einmal in der Halle trainieren, von daher war es schon ok“, sagte dann auch der Northeimer Coach Karim Blötz.

Bemerkenswert diszipliniert präsentierte sich der Bundesliga-Nachwuchs. Vielleicht lag es an der Gegenwart von U-15-Nationaltrainer Feichtenbeiner, der es sich nicht hatte nehmen lassen, um vor Ort die möglichen Talente in Augenschein zu nehmen. „Einige sehen wir bestimmt im Fernsehen wieder“, war sich ein Zuschauer ganz sicher. Nicht mehr ganz so sicher waren sich die jugendlichen Fans im Hinblick auf ihre jeweiligen Lieblingsmannschaften. Denn wenn man als Wolfsburg-Fan die Northeimer Schuhwallhalle betreten und bei der Tombola ein schickes HSV-Shirt gewonnen hatte, dann konnte die Sympathie schon einmal umschlagen.

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