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Fußball vor Ort Präsidiumsmitglied der SVG Göttingen kritisiert neuen Vorsitzenden
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17:46 26.02.2018
Reinhold Napp (r.), hier mit Franck Sickora von der Sparkasse Göttingen. Quelle: Pförtner
Göttingen

Reinhold Napp, ehemaliger Vorsitzender der SVG Göttingen, ist Präsidiumsmitglied der Schwarz-Weißen – das wurde auf der Mitgliedersammlung öffentlich. Im Tageblatt-Interview spricht der 68-Jährige über seine Ziele und den neuen SVG-Vorstand.

Warum sitzt der ehemalige Vorsitzende nun im Präsidium der SVG?

Ich bin wegen einer Auseinandersetzung innerhalb des Vorstands im Zusammenhang mit dem Sparkasse-Göttingen-Cup zurückgetreten. Es gab aber keine tiefgreifende Diskrepanz, und ich habe mich seitdem ohne Mandat um Turniere, die Mädchenmannschaft, die ich betreue, oder eine bessere Außendarstellung der SVG gekümmert. Das Problem war, dass ich kein Mandat hatte, und darum hat der Vorstand einstimmig beschlossen, mich ins Präsidium zu entsenden. Jetzt ist das Mandat sichtbar, und die Leute wissen: Das ist ein SVGer!

Was sind Ihre Ziele?

Bei der SVG muss von oben bis unten gespart werden, auch bei den Abteilungen wird reduziert. Während aber bei den meisten Abteilungen sofort reduziert wird, gibt es bei der ersten Herrenmannschaft Verträge, die eingehalten werden müssen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die anderen Abteilungen nicht ins Hintertreffen geraten und es gerechter zugeht – natürlich in Absprache mit Präsidium und Vorstand.

Die Verbindlichkeiten der SVG waren ein Thema bei der Mitgliederversammlung. Wie kann kurzfristig geholfen werden?

Es fehlt der SVG an Kontaktpersonen, die eng mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. Die erste Herrenmannschaft ist Tabellenletzter, hat als Aushängeschild momentan nicht die gewünschte Zugkraft. Anderseits hat der Frauen- und Mädchenfußball Potenzial. Die erste Frauenmannschaft spielt wie die erste Herrenmannschaft in der Oberliga Niedersachsen, die zweite Frauenmannschaft sehr erfolgreich in der Bezirksliga. Es muss uns gelingen, den Klub auf mehrere Füße zu stellen. Darüber hinaus muss man sehen, wie man finanziell wieder auf die Beine kommt.

Was sagen Sie zur überraschenden Wahl von Thomas Grüneklee zum SVG-Vorsitzenden?

Grundsätzlich finde ich es sehr bedenklich, wenn man erst angibt, stellvertretender Vorsitzender werden zu wollen, und dann doch gegen einen Mann kandidiert, der sich in einer schwierigen Phase als kommissarischer Vorsitzender vor den Karren spannen ließ. Das ist unanständig. Warum warte ich nicht ein Jahr und trete dann mit einer Mannschaft an? Der Vorstand des Vereins ist regelrecht vor den Kopf gestoßen worden, Absprachen wurden nicht eingehalten. Abgesehen davon: Grüneklees letzte Tätigkeit im Vorstand als Schriftführer war nicht gerade eine Glanzleistung.

Wird man Sie noch mal als Vorsitzenden erleben?

Ich strebe das Amt nicht an. Fakt ist aber, dass es bei uns wie in jedem anderen Verein irgendwie weitergeht, und wenn ich in den nächsten Jahren mal in einer Phase, in der es niemand sonst machen will, gefragt werde, könnte ich mir durchaus vorstellen, mit einem jungen Team anzutreten. Ich werde die SVG dann natürlich nicht im Stich lassen.

Von Eduard Warda

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