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RSV 05 schlägt harmlose Ottersberger mit 2:0

Oberliga RSV 05 schlägt harmlose Ottersberger mit 2:0

Rudolph auf Beyazit. Der Torjäger zögert in der 13. Minute keine Sekunde, doch sein Schuss wird von Spitzer abgeblockt. Kurz darauf unterbricht der Schiedsrichter die Partie der Fußball-Oberliga zwischen dem RSV 05 und dem TSV Ottersberg. Aber nicht, damit die Beteiligten die Szene noch mal in aller Ruhe diskutieren können. Nein, Ella, eine französische Bulldogge hechelt dem Spielgerät hinterher, nachdem sie von Frauchen Karin auf der Tribüne nicht mehr zu halten gewesen ist.

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1:0: Christian Horst (r.) trifft kurz vor der Pause.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Ella sorgt damit in einer eher langweiligen ersten Hälfte für einen der wenigen Höhepunkte. Ein anderer ist das 1:0 kurz vor der Pause durch Christian Horst, das den Weg zum 2:0 (1:0)-Heimerfolg der Göttinger und damit ihrem zweiten Sieg in Folge ebnet. Bei miesem Novemberwetter verfolgen lediglich 315 Zuschauer die Begegnung im Jahnstadion.

Die Partie, die erste der 05er mit dem Schriftzug des Sponsors Lotto auf der Brust, beginnt mit einem Mini-Aufreger: Streater, der am Sonnabend nicht seinen besten Tag erwischt hat, spielt einen fürchterlichen Fehlpass, den Keseling gerade noch ausbügeln kann (2.). Die Gäste werden über die gesamte Spielzeit hinweg lediglich mit Fernschüssen gefährlich. Das erste Mal nach einer guten Viertelstunde, als Zilio links vorbei schießt (16.).

Nach einer halben Stunde ist es Ibelherr, dessen Schuss rechts vorbei geht – bereits eine Vorentscheidung, wie Gäste-Trainer Axel Sammrey später einräumt. „Wir müssen immer erst in Führung gehen, um Sicherheit zu bekommen.“ So sei man vor der Pause etwas „zappelig“ geworden – und 05 stärker, wäre noch hinzuzufügen. Auch wegen des Seitentauschs von Bruns und Huck erhöht der Gastgeber den Druck, und nach einem Bruns-Eckball ist Horst im Nachsetzen zur Stelle (43.).

Nicht zum ersten Mal regt sich RSV-Trainer „Jelle“ Brinkwerth in der 60. Minute über offensive Inkonsequenz auf: Beyazit bedient Huck, der quer auf Bruns spielt, doch der Mittelfeldspieler donnert den Ball aus kurzer Entfernung in die Wolken (60.). Wie man es besser macht, demonstriert RSV-Torjäger Beyazit nur zwei Minuten später. Nach einem Steilpass von Zeibig führt er den Ball genauso schön wie Ella und schließt unten rechts zum 2:0 ab.

In den verbleibenden 30 Minuten versäumt es der Gastgeber allerdings, entschlossener und steil in die Lücken der TSV-Viererkette zu spielen. Vielmehr wird das Spiel zu schnell breit gemacht, und RSV-Angriffe verpuffen wirkungslos. In der Schlussviertelstunde schießen die Ottersberger durch Zilio, Ibelherr und Kühn noch ein paar Mal vorbei (76., 78., 79.), im Prinzip strahlen sie jedoch keine echte Torgefahr aus. „Im Angriff haben wir Probleme und nicht umsonst erst 13 Tore geschossen“, sagt Sammrey.

Brinkwerth hat gesehen, „wie eng Spiele in dieser Oberligasaison sind. Wenn Ottersberg in Führung gegangen wäre, wäre es für uns ganz schwer geworden.“ Mit dem zweiten Sieg in Folge scheinen sich die vier Pleiten in Serie davor erledigt zu haben. Doch ist der nächste Gegner immer der schwerste, und diese Weisheit trifft dieses Mal doppelt zu: Am Freitag um 19 Uhr reist der RSV-Tross zum Gastspiel beim Spitzenreiter Eintracht Braunschweig II. „Das wird verdammt schwer und nur über den Teamgeist gehen“, sagt Brinkwerth, dessen Team nun Dritter ist. Die Fans sind euphorisch: „...und schießen Braunschweig ab“, skandieren sie nach dem 2:0 gegen Ottersberg.

RSV: Holzgrefe – Timocin (46. Dogan), Streater, Keseling, Zeibig – Bruns, Horst, Förtsch, Huck – Rudolph (85. Spohr), Beyazit (85. dos Santos). – Tore: 1:0 Horst (43.) reagiert nach Eckball von Bruns am Schnellsten und trifft aus sieben Metern im Nachsetzen; 2:0 Beyazit (62.), wird von Zeibig steil geschickt und schiebt rechts unten ein.+

Von Eduard Warda

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