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Renshäuser „Rakete“ ist auf dem Höhenflug

Frauenfußball Renshäuser „Rakete“ ist auf dem Höhenflug

Manchmal reichen nur eine kurze Zeitspanne und wenige Aktionen, um viel über den aktuellen Stellenwert eines Sportlers auszusagen. Bei Julia Deppe waren das am vergangenen Sonntag exakt sechs Minuten. In den 360 Sekunden zwischen der 81. und 87. Minute setzte die Landesliga-Fußballerin des FFC Renshausen im Spiel gegen den Tabellenführer SV Upen den Ball gleich dreimal in die gegnerischen Maschen und bescherte ihrem Team durch diesen Blitz-Hattrick einen 5:2-Auswärtserfolg.

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Jung, ehrgeizig und erfolgreich: Julia Deppe (rechts) vom FFC Renshausen.

Quelle: Walliser

Renshausen. Dass sich die 16-Jährige, die eigentlich noch in der B-Jugend spielen dürfte, derart schnell zur Leistungsträgerin im Damenbereich mausern würde, überrascht höchstens sie selbst, nicht aber ihren Trainer. „Vor der Saison habe ich gar nicht damit gerechnet, zur Stammelf zu gehören“, gesteht die Zehntklässlerin der Hattorfer Oberschule, die in Wulften wohnt. Für ihren Trainer Wendelin Biermann kommen die Leistungen und die neun Saisontreffer, die Deppe aktuell als torgefährlichste Renshäuserin auszeichnen, indes nicht aus heiterem Himmel. „Julia ist eine echte Rakete“, hatte Biermann bereits vor der Saison angekündigt.

Das wissen spätestens jetzt auch die gegnerischen Abwehrreihen, die dem dynamischen Treiben der offensiven Mittelfeldspielerin häufig nur hilflos gegenüberstehen. „Julia ist schnell, technisch gut, willensstark und lässt sich nichts vormachen“, lobt Biermann und kündigt noch bessere Leistungen als zuletzt an, denn: „Sie hat ein noch größeres Potenzial, als sie bislang gezeigt hat.“ 

Ihr ehemaliger Trainer Carsten Kamrad, der Julia beim TSV Wulften von der E- bis zur D-Jugend betreute, ehe sie sich zum Wechsel nach Renshausen entschloss, kann das nur bestätigen. „Sie kann durchaus noch ein oder zwei Spielklassen höher spielen“, beteuert Kamrad und lobt Ehrgeiz und Willensstärke der 16-Jährigen: „Solche Spieler wünscht man sich einfach.“ Dass sich die Schülerin, die Frankfurts Nationalspielerin Fatmire „Lira“ Bajramaj als Vorbild angibt und in der Bundesliga dem SV Werder Bremen die Daumen drückt, jedoch auch ihrer Schwächen bewusst ist, spricht für eine gesunde Selbstreflektion ihres fußballerischen Schaffens.

„Im Zweikampf und in der Robustheit kann ich mich noch verbessern, denn bei den Erwachsenen wird ganz anders als in der Jugend gespielt“, räumt die torgefährliche Mittelfeldspielerin ein, die nur schwer zu halten ist, wenn sie mit Tempo auf die Gegner zuläuft. „Das ist ihre Stärke, deswegen sehe ich sie im Mittelfeld noch stärker als im Angriff“, erklärt FFC-Trainer Biermann.

Ein angenehmes mannschaftsinternes Klima habe es ihr leicht gemacht, sich sofort im Team wohlzufühlen, freut sich Renshausens Nummer sieben, die in Wulften noch gemeinsam mit den Jungs kickte. „Wir haben eine junge Mannschaft, die mich sofort super aufgenommen hat.“
Der sportliche Höhenflug des Teams, an dem die junge Stammspielerin einen nicht unerheblichen Anteil hat, bestätigt ihre Meinung zur Leistungsfähigkeit des Kaders: „Ich habe schon vor der Saison gedacht, dass wir eine gute Mannschaft haben. Wenn wir tatsächlich den Aufstieg schaffen sollten, würde ich mich natürlich riesig freuen.“

Bis dahin, das weiß die Schülerin ebenso wie die Verantwortlichen, ist es jedoch noch ein weiter Weg. Sollte die Entwicklung des Nachwuchstalents, das sich „momentan keinen Vereinswechsel vorstellen kann“, ähnlich rasant wie bisher weitergehen, scheint jedoch auch die Meisterschaft kein Ding der Unmöglichkeit zu sein.

Ihre Lehrer würden dann, wie bisher, wohl auch wieder die positiven Zeitungsberichte über Verein und Spielerin sammeln und in die Schule mitbringen. In letzter Zeit hatten sie damit schon ziemlich viel zu tun.

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