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Fußball vor Ort SG Lenglern nach 1:5-Pleite gegen Nörten kaum noch zu retten
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort SG Lenglern nach 1:5-Pleite gegen Nörten kaum noch zu retten
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18:55 27.05.2018
Was soll ich machen? Lenglerns Fußballer erlebten gegen Nörten-Hardenberg ein Debakel. Quelle: Peter Heller
Lenglern

Schwarzer Tag für die Bezirksliga-Fußballer der SG Lenglern: Sang- und klanglos ging die Mannschaft von Trainer Yusuf Beyazit am Sonntagnachmittag mit 1:5 (0:3) gegen den SSV Nörten-Hardenberg unter und blieb somit zum fünften Mal in Folge sieglos. Vier Spiele vor Saisonende ist der Abstieg in die Kreisliga aus eigener Kraft nicht mehr zu verhindern.

„Die Niederlage ist sehr enttäuschend. Wir haben null Emotionen gezeigt, null Leidenschaft“, fand SG-Abteilungsleiter Jens Schiele nach Abpfiff nur schwer Worte für den desolaten Auftritt, den seine Mannschaft zuvor abgeliefert hatte.

Bereits nach zehn Minuten war der gesamte Matchplan der Gastgeber über den Haufen geworfen: Nörten-Hardenbergs Alexander Kunz traf nach nur zwei Minuten zum frühen 1:0 für die Gäste, ehe in der siebten Spielminute erst Angelo Deppe zum 2:0 und in der zehnten Minute Jannik Wienecke per Kopfballtreffer zum 3:0 nachlegten. Die SG-Abwehr – bei allen drei Treffern im Tiefschlaf.

„Nörten-Hardenberg schießt in den ersten zehn Minuten dreimal aufs Tor, wir machen drei Fehler und liegen 0:3 hinten – das haben die eiskalt ausgenutzt“, kommentierte Schiele den Blitzstart der Gäste, die in der 24. Minute durch Tim Armbrecht fast noch das 4:0 erzielt hätten. Der Distanzschuss des SSV-Akteurs landete aber nur am Pfosten.

In der ersten Hälfte noch glücklos, kam Armbrecht dann nach dem Seitenwechsel zum Zuge und erhöhte in der 63. Minute auf 4:0 für Nörten-Hardenberg, nachdem kurz zuvor der eingewechselte Leonard Pomper noch verpasst hatte. Nur eine Minute später traf Dennis Grube nach erneut katastrophalen Fehlern der SG-Hintermannschaft schließlich zum alles Entscheidenden 5:0 – Gegenwehr: nicht vorhanden. Für die SG Lenglern war das Spiel spätestens nach diesem Doppelschlag ein absolutes Debakel. Da half auch der Ehrentreffer zum 1:5 durch Stürmer Christopher Bianco (71.) nichts mehr.

„Die Ausgangslage ist beschissen“, brachte Schiele die Situation der Lenglerner vier Spieltage vor Saisonende schonungslos auf den Punkt. Der Sieg von Konkurrent Werratal beim FC Sülbeck/Immensen (siehe Kasten) sei ein zusätzlicher Nackenschlag. „Wir werden trotzdem nicht aufgeben und versuchen weiterhin, das Ruder noch rumzureißen“, so Schiele weiter.

Auf der Gegenseite bejubelten die Nörten-Hardenberger den vierten Punktgewinn in Folge. „In der Höhe ist der Sieg absolut verdient“, befand SSV-Trainer Jan-Hendrik Diederich. „Wir haben mit den ersten drei Chancen das Spiel entschieden – nach zehn Minuten war alles gelaufen. In der zweiten Halbzeit konnten wir dann befreit aufspielen und haben dementsprechend noch zwei Treffer erzielt“, analysierte der Coach den Spielverlauf. Einziger Wermutstropfen sei das „unnötige Gegentor zum 5:1“ gewesen, so Diederich. „Ich hätte gerne zu null gespielt.“ Sorgen, die man in Lenglern wohl gerne hätte.

Die weiteren Ergebnisse am Sonntag:

Für eine faustdicke Überraschung hat Abstiegskandidat SG Werratal gesorgt und damit im Fernduell gegen die SG Lenglern gepunktet. Ausgerechnet beim Tabellendritten FC Sülbeck/Immensen landete das Team von Alexander Winter einen 5:0-Kantersieg.

Sparta Göttingen ist bei der SVG Einbeck derweil einem Ausrutscher knapp entgangen: Die Mannschaft von Enrico Weiß setzte sich mit 3:2 (0:1) durch. Dabei drehte der Tabellenzweite das Spiel in der zweiten Hälfte durch die Tore von Schütte, Murati und Önder, nachdem Einbeck zuvor durch Ziegler und Bühring vorgelegt hatte.

Tabellenführer I. SC Göttingen 05 hat gegen die Tuspo Weser Gimte nach torloser erster Hälfte letztlich mit 2:0 gewonnen und bleibt somit auf Aufstiegskurs. Die Tore erzielten Kaplan und Podolczak.

Außerdem trennten sich Schlusslicht SV Rotenberg und der SV Bilshausen 1:1 (1:1) unentschieden. Die Tore erzielten Maretschke und Strüber.

Von Filip Donth

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