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Fußball vor Ort SV BW Bilshausens neuer Trainer will erhobene Häupter
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort SV BW Bilshausens neuer Trainer will erhobene Häupter
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12:15 23.05.2013
Einer gegen drei: Bilshausens Joachim Böttger (2.v.l.) kommt in der Partie gegen Sudheim trotz Bedrängnis zum Abschluss. Quelle: Walliser
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Bilshausen

„Ich war selber davon überrascht“, sagte der ehemalige Torwart über seine plötzliche Beförderung vom Co- zum Cheftrainer. Auch wenn Heise naturgemäß seine Chance nutzen und die Mannschaft vor dem Abstieg retten will – das Trainer-Thema beschäftigt auch ihn. „Ich kenne Rüdiger Schmiedekind, seit er in Bilshausen ist. Solche Sachen sind nie schön, aber es hilft nichts, jetzt enttäuscht zu sein. Ich bin mit vollem Herzen beim SV BW Bilshausen. Wir müssen Gas geben. Der Druck ist da, aber ich bin sicher, dass wir es schaffen“, betont Heise, der den Bezirksligisten zunächst bis Saisonende betreuen wird.

Köpfe wieder frei bekommen

Am Mittwochabend trafen sich Trainer, Mannschaft und Vorstand, um über die Geschehnisse der vergangenen Tage, aber auch über die Zukunft zu sprechen. „Die Jungs müssen die Köpfe jetzt wieder frei bekommen“, fordert Heise. „Dass die Köpfe nach Gegentoren runtergehen, muss aufhören.“ Ein Sieg gegen Hainberg würde nicht nur das Selbstbewusstsein der Blau-Weißen stärken, sondern ihnen bei dann noch fünf ausstehenden Spielen auch ein Neun-Punkte-Polster auf die SG Denkershausen/Lagershausen, die den ersten Abstiegsplatz einnimmt, bescheren. „Gegen Hainberg habe ich selber noch gespielt. Das ist eine körperlich starke Mannschaft. Die waren schon früher immer einen Kopf größer als wir“, erinnert sich Heise, der aber an das spielerische Potenzial seiner Mannschaft glaubt: „Fußballerisch müssen wir uns nicht verstecken. Nur wenn wir vom Einsatz her zurückstecken, wird es schwer.“

Ruck durch die Mannschaft

Dass „ein Ruck durch die Mannschaft“ geht, hofft auch Bilshausens Kapitän André Venjakob: „Jeder muss jetzt Vollgas geben. Gerade bei den jungen Spielern hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie nicht immer wussten, worum es geht.“  Den Trainerwechsel bezeichnet Venjakob als „sehr schade. Allerdings befinden wir uns auch in keiner guten Situation. Dass in dieser Richtung zum Sommer hin etwas passieren würde, hat sich leicht angedeutet. Wir sind – allerdings auch gegen starke Gegner – schlecht in die Rückrunde gestartet, und ein 0:4 gegen Denkershausen/Lagershausen darf einfach nicht passieren. Das war, wie ich gehört habe, auch ein Knackpunkt für die Entscheidung.“ In der Winterpause, so Venjakob, hätten schon Gespräche mit Trainer und Vorstand stattgefunden: „Wir wollten auf einen einstelligen Tabellenplatz. Einen Mittelfeldplatz haben wir schon vor der Saison angestrebt. Das Potenzial dazu ist in der Mannschaft vorhanden.“

Gegner unangenehm zu spielen

Hainberg, sagen Heise und Venjakob unisono, sei ein Gegner, der zwar unangenehm zu spielen, aber definitiv schlagbar sei. „Wir werden aber sicher nicht auf Teufel komm raus stürmen“, verrät der ehemalige Torwart Heise. Der Einsatz – nicht nur gegen das Team von Oliver Gräbel – müsse immer hochgehalten werden. „Für mich ist wichtig, dass die Aggressivität stimmt, sowohl vorne als auch hinten. Es muss richtig zur Sache gehen“, fordert Heise vor dem Duell mit dem Elften.

Von Christian Roeben

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