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Fußball vor Ort SVG unterliegt in zerfahrener Partie Eintracht Northeim mit 1:2
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort SVG unterliegt in zerfahrener Partie Eintracht Northeim mit 1:2
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00:18 01.05.2013
Mittelfeld-Duell: René Illner von der SVG (r.) nimmt es mit Northeims Kapitän Marcel Braun (l.). Quelle: Pförtner
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Göttingen

Die SVG rutscht durch die Niederlage auf den achten Platz ab, Northeim bleibt Vierter und damit Relegationsaspirant.

Es ist einfach nicht der Tag der Schwarz-Weißen. Der Gastgeber hat sich weit mehr Zuschauer erhofft, doch Straßensperrungen wegen der Tour d᾽Energie machen die Anfahrt zur Schnitzeljagd. Viele Northeimer Besucher mag das abgeschreckt haben.

Was die anwesenden Anhänger bis auf einige stärkere Phasen sehen, ist alles andere als die große Fußballshow. Der Beginn wird von beiden Seiten verhalten geführt. Beim 0:1 pennt die SVG-Defensive bei einem Northeimer Einwurf, und Ziegler lässt sich per Volleyschuss die Chance zur Führung nicht nehmen (26.). Kurz darauf fällt das 2:0, doch das Schiedsrichtergespann entscheidet auf Abseits. Abwehrchef Hoffmann findet nur schwer ins Spiel und leistet sich einige Fehler.

Nach einer halben Stunde wird die SVG stärker, und nicht von ungefähr entwickelt sich der Ausgleich durch die Mitte – Evers schickt Kapitän Hafner, der allein auf Eintracht-Keeper Reinhardt zuläuft, die Nerven behält und überlegt zum 1:1 einschiebt. Viel mehr ist von einer zerfahrenen ersten Hälfte, in der Kampf Trumpf ist, nicht zu berichten.

Die zweite schließt nahtlos an das Ende der ersten an. Doch nach einiger Zeit macht sich die SVG auf, den so wichtigen Dreier einzufahren. Die Schwarz-Weißen erhöhen den Druck, und spätestens in der 65. Minute brennt es lichterloh vor dem Northeimer Tor: Psotta wird Geleitschutz gewährt, sein Schuss jedoch geblockt, und auch der Nachschuss des am Sonntag blassen Evers wird abgewehrt (65.).

Das ist aber auch die beste Chance des Gastgebers, und schon bald wird die Partie regelrecht unansehnlich. Aus Kampf wird Krampf, die Spieler bringen Härte und der Schiedsrichter Verwarnungen ins Spiel. Allerdings liegt er nicht immer richtig: So hat Eintracht-Kapitän Braun sein Schuldkonto schon erheblich belastet, als er in der 83. Minute im Mittelfeld rüde einsteigt.

Der Schiedsrichter lässt ihm das durchgehen, die SVG ist zudem überrascht, dass der Assistent nicht auf Abseits entscheidet, und der eingewechselte Eckert braucht nur noch einzuschieben. Das 2:1 ist gleichbedeutend mit der Entscheidung, denn der Akku der SVG ist leer. Der Ex-Spartaner Zackenfels kann bei einem Konter sogar noch für das 3:1 sorgen, doch schießt er kläglich am linken Pfosten vorbei (89.).

„Das hat der Schiri verbockt, der muss das Foul vor dem 1:2 pfeifen“, ärgert sich Nolte nach dem Abpfiff. „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir mindestens einen Punkt verdient gehabt.“ Eintracht-Trainer Wolfgang Schmidt, der den sechsten Erfolg in Serie eingefahren hat, findet, dass sein Team von der Güte der Chancen her verdient gewonnen hat. „Auf das Spiel meiner Mannschaft bin ich aber nicht stolz“, sagt er.

SVG: Rohleder – Orak (68. Kornet), Hoffmann, Muwanga, Alexander – Illner, Hafner – Freyberg, Evers, Psotta – Tesche (46. Kazan).
Tore: 0:1 Ziegler (26.), ist aus 20 Metern erfolgreich; 1:1 Hafner (39.), nutzt Durchstecker von Evers; 1:2 Eckert (83.), braucht bei Konter nur noch einzuschieben.

Von Eduard Warda

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