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Sparta und ESV vom Glück verlassen

Blackout Sparta und ESV vom Glück verlassen

Schwarzes Wochenende für die heimischen Vertreter in der Frauenfußball-Oberliga: Während sich Sparta im Auswärtsspiel bei der SG Jesteburg/Bendestorf nach einer 2:1-Halbzeitführung noch mit 2:3 geschlagen geben musste, erlebte der ESV Rot-Weiß im Verfolgerduell auf dem Platz an der Grätzelstraße gegen den TSV Limmer ein 1:8-Debakel.

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Goettingens Xheyahire Zani fuehrt den Ball.

Quelle: Pförtner

Göttingen. ESV Rot-Weiß – TSV Limmer 1:8 (0:3). ESV-Trainer Hans-Werner Wehmeyer wollte die herbe Klatsche keineswegs beschönigen. Doch sei sie „um vier Tore zu hoch ausgefallen“. In der ersten Hälfte sah sogar Gästecoach Carsten Lippert von der Ah die Rot-Weißen als spielbestimmendes Team.  „Vor dem Seitenwechsel spiegelte das Resultat den Spielverlauf nicht wider“, betonte auch Wehmeyer. Bis zum Pausenpfiff nutzen die Gastgeberinnen nicht nur ihre eigenen Chancen nicht, sondern hatten auch noch  reichlich Pech: Beim 0:1 (11.) übersah das sonst sichere Schiedsrichtergespann eine Abseitsstellung, dem 0:2 (31.) für die Hannoveranerinnen ging ein katastrophaler Abwehrfehler voraus, und das 0:3 war ein Sonntagsschuss von Limmers Adelina Bala (34.).

Hochmotiviert kam der ESV aus der Halbzeit. Der frühe TSV-Doppelpack durch Victoria Kauke (47./48.) brach dann aber jegliche Gegenwehr. „Meiner Elf ist aber hoch anzurechnen, dass sie sich weiter bemüht hat“, lobte Wehmeyer. Letztlich sei der personelle Aderlass zu groß gewesen, um gegen einen sehr gut aufgelegten Meisterschaftsfavoriten zu bestehen. Die Gäste setzten gezielte Konter und schraubten das Ergebnis so weiter in die Höhe.

Sorgen um das Selbstvertrauen seines Aufsteigers macht sich der 64-jährige ESV-Chef nicht: „Die Mannschaft ist intakt. Ich habe sie gleich nach der Partie aufgebaut, und mit Platz fünf derzeit sind alle voll zufrieden.“

ESV: M. Zani – Schulze – Stehl, X. Zani, Hein (65. Pflüger), Wedekamp – Diekgerdes, Becker, Jansen – Kellner, Schuh. – Tore: 0:1 Breidenbroich (11.), 0:2 Bode (31.), 0:3 Bala (34.), 0:4/0:5 Kauke (47./48.), 1:5 Diekgerdes (62.), 1:6 Glowatzki (65.), 1:7 Kauke (82.), 1:8 Hoelzer (88./FE).

SG Jesteburg/Bendestorf – Sparta 3:2 (1:2). „Die waren einfach besser, und uns hat das Glück ein bisschen verlassen“, resümierte Sparta-Trainer Norbert Meyer nach einer Partie, die mit einem frühen Gegentreffer begann (5.). Doch nur sieben Minuten später war es Sarah Schmidt-Landinghoff, die zum Ausgleich traf. „Danach hatten wir das Chancenplus“, sagte Meyer. Logische Folge war das 2:1 durch Inga Große (32.).

Kurz nach der Pause verpasste Sparta das 3:1 und damit die Vorentscheidung. In der Folge sah Meyer ein „Mittelfeldgeplänkel“ und gegen Ende der Partie einen Gegner, der immer stärker wurde und eine Viertelstunde vor Schluss per Fernschuss zum Ausgleich kam. Fünf Minuten vor Spielende bejubelte das Heimteam schließlich den Siegtreffer. „Wir haben die Leistung der letzten Wochen gezeigt, aber der Gegner wollte den Erfolg in der zweiten Halbzeit mehr“, berichtete Meyer. „Mehr war nicht drin. Es war eine verdiente Niederlage, und das muss man einfach akzeptieren.“

Sparta: Schrader – Wohltmann, Böhme, Gerhardt, Papen – Abdulahi (46. Spiller), König, Rust – Jühne, Große, Schmidt-Landinghoff (80. Ritter). – Tore: 1:0 Jagusch (5.), 1:1 Schmidt-Landinghoff (12.), 1:2 Große (32.), 2:2 Papist (75.), 3:2 Jagusch (85.).

Von Eduard Warda und Rupert Fabig

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