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Torverhältnis entscheidet über Sieg

6. Karl-Eckold-Turnier Torverhältnis entscheidet über Sieg

So schön kann Hallenfußball sein. Das vom RSV 05 ausgerichtete 6. Karl-Eckold-Turnier in Geismar bot echte Werbung für den Indoor-Kick. Rund 200 Zuschauer sahen spannende und vor allem extrem faire Spiele, in denen die Unparteiischen nicht eine einzige gelbe Karte zeigen mussten.

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Quelle: Theodoro da Silva

Geismar. Auf den Rängen machten Göttinger und Leipziger Fans gemeinsam friedlich Stimmung, und besonderer Jubel kam auf, als ein Flitzer übers Spielfeld stürmte. Turniersieger wurde der JFV, der das um einen Treffer bessere Torverhältnis gegenüber dem punktgleichen Ausrichter aufwies.

Vielleicht sollte das System Jeder-gegen-Jeden Schule bei Hallenturnieren machen. Denn dadurch, dass es keine direkten Entscheidungsspiele gibt, kommt viel weniger Hektik auf. Spannend war es am Sonnabendnachmittag aber dennoch. Denn vor der letzten Runde lagen der RSV und der JFV punktgleich vorn, der Herren-Oberligist führte nur aufgrund der besseren Tordifferenz.

Gegen Sparta führte das Team von Jelle Brinkwerth (war nach zweiwöchigem Kap-verden-Urlaub mit seinem dunkelbraunen Teints kaum wiederzuerkennen) bis fünf Sekunden vor Schluss mit 1:0. Dann tauchte auf einmal Alexander Reinhardt frei vor Dennis Koch auf, der den Schuss des Spartaner glänzend parieren konnte, beim Nachfassen den Ball jedoch Richtung eigenes Tor bugsierte – wo das Leder allerdings nicht die Linie überschritt, sondern an den Pfosten prallte.

Für den JFV hieß das, gegen den Stadtligisten (vergleichbar mit der Kreisliga) Roter Stern Leipzig gewinnen zu müssen, und zwar mit sieben Toren Unterschied. Und der A-Junioren-Niedersachsenligist schaffte es tatsächlich: Mit 8:0 bezwang er die tapfer kämpfenden, aber fußballerisch limitierten Sachsen, so dass die Mannschaft von Hansi Ehrlich und Arunas Zekas nach Platz zwei im Vorjahr dieses Jahr ganz vorn landete.

Es war, wie schon gesagt, ein extrem faires Turnier. „Es gab keine einzige Grätsche, so macht es Spaß“, resümierte Schiri Andre Grimme. Am härtesten packten noch die beiden Ordner zu, die sich den Flitzer schnappten, der während der Partie zwischen dem RSV und  Roter Stern wie Gott ihn erschuf den Platz stürmte. In festem Griff wurde „Momo Jojo“, wie er sich nennt, aus der Halle geführt, die der 27-Jährige – natürlich züchtig bedeckt – jedoch alsbald wieder betreten durfte, wo er dann weiter dem guten Sternburger Bier zusprach.

Auffällig waren die guten Torhüterleistungen, besonders Leipzigs Keeper Christian Kohn hielt, was zu halten war. Trotzdem fielen natürlich viele Treffer, von denen Dennis Moschanin sieben erzielte, womit er den Preis für den erfolgreichsten Torschützen gewann.

Endstand: 1. JFV Göttingen (13 Punkte/19:7 Tore), 2. RSV 05 (13/15:4), 3. FC Eintracht Northeim (6/12:10), 4. SSV Nörten (6/10:11), 5. Sparta (6/8:10), 6. Leipzig (0/2:24).

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