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Trainer-Legende soll Bremer in 1. Liga führen

Pauline Bremer bei Turbine Potsdam Trainer-Legende soll Bremer in 1. Liga führen

Für Pauline Bremer ist es ein fantastisches Jahr gewesen. Doch es spricht für sich, dass der Ehrgeiz der 16-Jährigen nach dem EM-Titel und Platz vier bei der WM mit der U-17-Nationalmannschaft sowie ihrem Wechsel zum Frauenfußball-Vorzeigeklub Turbine Potsdam überhaupt nicht gesättigt ist. Bremer weiß, was sie will und unterstreicht dies mit einer Selbstverständlichkeit, dass schnell bewusst wird, dass sie sich auf einer Mission befindet: der Weg ins Profi-Geschäft.

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Genießt ihren Besuch daheim: Pauline Bremer.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Es passt ins Bild, wenn die Göttingerin erst zum zweiten Mal seit ihrem Weltmeisterschafts-Abenteuer in Aserbaidschan ein Wochenende daheim verbringt. „Der erste Heimaturlaub direkt nach der WM zählt aber eigentlich nicht. Da war ich zwei Stunden da und bin dann sofort weiter nach Potsdam“, klärt Bremer auf. Heimweh verspüre sie kaum, beschränkt sich auf einmal wöchentliches Telefonieren oder Skypen mit der Familie.

Die Zeit beim Frauen-Bundesligisten in der brandenburgischen Landeshauptstadt müsse schließlich effektiv genutzt werden: „Morgens Training, mittags Schule, abends Training“, beschreibt die Mittelfeld-Regisseurin ihren typischen Tagesablauf. Wenn sich ausnahmsweise mal Lücken im engmaschigen Terminkalender finden, werden diese mit Besuchen im Park Sanssouci oder einer Shopping-Tour nach Berlin gefüllt. Am Liebsten gemeinsam mit der Zimmernachbarin, Fünfkämpferin Isabell Maschl, aus dem 14-stöckigen Sportinternat.

Dann bleiben auch Momente, um die zwei großen Turniere mit der Nationalelf Revue passieren zu lassen. „An die EM erinnere ich mich gerne“, verrät „Pauli“. Im Juni hat Bremer mit ihrem 1:1-Ausgleichstor im Endspiel gegen Frankreich den Weg für den späteren Sieg im Elfmeterschießen geebnet. Und da im kommenden Jahr die U-17-Euro wieder in der Schweiz ausgespielt wird, ist der Auftrag klar: „Titelverteidigung, alles andere zählt nicht“, betont die offensivstarke Rechtsfüßerin mit einer fast unheimlichen Abgeklärtheit und zugleich Entschlossenheit.

Dass sie ihren zweiten Großauftrag im September nicht erfüllen konnte, wurmt sie. Die WM in Aserbaidschan beendet die deutsche Elf nur auf Rang vier, Bremer ist ab der 24. Minute des Viertelfinales gegen Brasilien nach einem Bluterguss im Muskel zum Zuschauen verdammt. „Die Erfahrungen in Baku waren absolut geil, aber die Resultate am Ende etwas enttäuschend“, resümiert Bremer.

Die Verletzung hat die intelligente Blondine, die in Potsdam 2014 ihr Abitur ablegen wird, nicht lange aus der Bahn geworfen. In Potsdam läuft Bremer trotz ihres zarten Alters regelmäßig für Turbine in der 2. Bundesliga auf – am liebsten im rechten Mittelfeld. Nächste Saison soll es vielleicht mit dem Sprung ins Oberhaus unter Trainer-Legende Bernd Schröder klappen. Verspürt sie Angst, dass der Sprung ins Profi-Lager nicht glückt? „Nö!“

Die Bundesliga soll es in einigen Jahren mindestens sein, vielleicht auch die Nationalelf. Reichlich Erfahrung im schwarz-weißen Dress hat Bremer bereits gesammelt. Dies wird sie mit der U 17 schon bald wieder tun, wenn sie ihr Jahr 2013 im Januar beim Trainingslager in Los Angeles ähnlich spektakulär beginnt, wie das alte endet.

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