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Fußball vor Ort Verfahren eingestellt
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18:23 18.10.2012
C. Horst
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Göttingen

Das Amtsgericht Cloppenburg stellte das Verfahren gegen die beiden Abwehrspieler wegen Volksverhetzung gegen Geldauflagen ein. Horst, der wie schon im Sportgerichtsverfahren bestritt, rassistisch beleidigt zu haben, muss 1500 Euro zahlen, Keseling 2500 Euro. Das Geld kommt der Robert-Enke-Stiftung (Horst) und Amnesty International (Keseling) zugute.

Der Cloppenburger Stürmer Lincoln Assinuoko hatte in der vergangenen Saison die beiden Göttinger Spieler beschuldigt, ihn unter anderem als „schwarze Sau“ beleidigt zu haben. Keseling räumte die Beleidigung ein, eine vom Bezirkssportgericht verhängte Strafe wurde jedoch vom Verbandssportgericht reduziert (Tageblatt berichtete).

Das Verfahren in Cloppenburg nahm aus der Sicht der Angeklagten ein vergleichsweise glimpfliches Ende. Die Angeklagten seien geständig, nicht vorbestraft, hätten sich entschuldigt und seien bereits durch das Sportgericht verurteilt, führte das Gericht aus. Zuvor hatte Assinuoko beiden Angeklagten nachdrücklich vorgehalten, ihn als „schwarze Sau“ bezeichnet zu haben.

Karl-Heinz Mügge, Göttinger Anwalt von Horst und Keseling, zeigte sich mit der Einstellung des Verfahrens „voll zufrieden. Die Unschuldsvermutung gilt weiter, denn letztlich wurde nicht geklärt, was gesagt worden ist.“ Die Geldauflagen seien gemessen am Strafenkatalog für rassistische Beleidigung nicht hoch, erläuterte Mügge. Der Prozess wurde von hochrangigen Polizeibeamten verfolgt. Horst ist Polizeianwärter und muss immer noch ein Disziplinarverfahren fürchten.

war/fjh

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