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23. Sparkasse & VGH Cup: Eichsfelder ziehen sich achtbar aus der Affäre

Eichsfelder Mannschaften ausgeschieden 23. Sparkasse & VGH Cup: Eichsfelder ziehen sich achtbar aus der Affäre

Als der Sparkasse & VGH Cup in der Göttinger Lokhalle in die entscheidende Phase ging, war von den vier gestarteten Eichsfelder Mannschaften keine mehr dabei. Für den TSV Seulingen, den SV Blau-Weiß Bilshausen, die JSG Pferdeberg sowie Eintracht Höhbernsee reichte es bei der 23. Auflage des hochkarätig besetzten A-Junioren-Hallenturniers, das der  Nachwuchs des FC Schalke 04 für sich entschied, diesmal nicht für den Sprung in die Zwischenrunde.

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Erinnerungsfoto vor dem Spiel: Die Mannschaften des TSV Seulingen (blaue Trikots) und der Bundesliga-Nachwuchs des Hamburger SV.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Am dichtesten davor, auch am Sonntag noch in das Turniergeschehen mit eingreifen zu dürfen, stand der TSV Seulingen.  Dem Kreisliga-Vertreter hätte im abschließenden Gruppenspiel in der TSN Beton-Gruppe bereits ein Remis gegen die bereits ausgeschiedene JSG Schoningen/Bollensen/Weser gereicht, um weiterzukommen.  Doch nach der 1:3-Niederlage musste die Mannschaft des Trainerduos Dennis von Ahlen und Tobias Burchard noch der JSG Werratal/Bonaforth (die man im direkten Vergleich 2:0 besiegt hatte) den Vortritt überlassen. 

Besonders ärgerlich: Lediglich die schlechtere Tordifferenz verhinderte ein Weiterkommen des TSV.  „Da hat sich unsere 0:12-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin, die allerdings sehr stark waren, gerächt. Schade, der Einzug in die Zwischenrunde wäre für uns eine Sensation gewesen“, bedauerte von Ahlen. Gegen Braunschweig schnupperte man nach eigener Führung und 2:2-Zwischenstand an einem Punkt,  gegen Finalist Wien kämpfte man ebenfalls wacker. „Dabeisein ist alles. Ich bin sehr zufrieden, auch wenn wir nicht weitergekommen sind“, betonte Seulingens Trainer.

Achtbar zog sich darüber hinaus der SV Blau-Weiß Bilshausen in der starken Coca-Cola-Gruppe aus der Affäre.  Gegen den Halbfinalisten aus Fulham standen die Blau-Weißen gar vor einer Sensation, unterlagen nur hauchdünn mit 0:1 und ernteten für ihr mutiges Auftreten Sonderapplaus.

„Fulham war für mich der Turnierfavorit. Ich bin mit unserer spielerischen Leistung sehr zufrieden, für alle war das wieder ein Riesenerlebnis“, lobte Bilshausens Trainer Jörg Streicher, der allen Spielern im Kader Einsatzminuten gönnte: „Dieses Highlight sollte schließlich jeder mitmachen.“ Wie stark sich die Eichsfelder präsentierten, dokumentierten auch die jeweils respektablen Ergebnisse gegen den Viertelfinalisten JFV Göttingen (0:3) sowie den Hamburger SV (0:4).

Immerhin vier Punkte sammelte die JSG Pferdeberg in der Mister-Lady-Gruppe. Beim 1:1 gegen Moringen wäre mehr drin gewesen. „Schade, das Spiel hätten wir gerne gewonnen“, konstatierte Trainer Raimund Hellmold, der sich anschließend aber über einen 4:2-Sieg gegen Münden freuen durfte.  Gegen den Nachwuchs des deutschen Meisters, Borussia Dortmund, unterlag man zwar mit 0:9, blieb aber in den ersten vier Minuten ohne Gegentreffer und wäre um ein Haar beinahe sogar selbst in Führung gegangen.

„Vor dem Spiel waren wie Jungs schon ziemlich nervös“, gestand Hellmold, der drei B-Jugendspieler mit nach Göttingen genommen hatte. Nette Geste: Vom polnischen Turnierneuling Polonia Warschau erhielt man eine Tüte mit Geschenken und einem Buch über Warschau. „Es hat einfach richtig viel Spaß gemacht und war für die Jungs eine richtig gute Erfahrung“, freute sich Hellmold über Platz fünf in der Gruppe.

Etwas mehr hatte sich die JSG Höhbernsee in der Flippothek-Gruppe ausgerechnet. „Es ist nicht so gut gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten“, musste Coach Alexander Blümel eingestehen. „Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass wir weiterkommen, aber wir haben nicht das gezeigt, was wir können.“  Gegen Friedland habe man zuvor bei einem anderen Turnier noch gewonnen, in Göttingen unterlag man jedoch mit 1:4.

Gegen die Profi-Mannschaften wie Turniersieger Schalke oder den amtierenden deutschen A-Jugendmeister VfL Wolfsburg habe man sich trotz einiger Nervosität ob der vielen Zuschauer hingegen „echt gut geschlagen“, sagte Blümel: „Die Jungs sollten gegen diese Teams hauptsächlich Spaß haben, und den haben sie auch gehabt.“

Von Christian Roeben

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