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BG Göttingen Stolz überwiegt bei BG-Youngsters nach dem Halbfinal-Aus
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17:55 28.05.2018
Schaffen es bis ins Halbfinale der Playoffs: die BG Göttingen Youngsters. Quelle: r
Göttingen

Vor allem im ersten Viertel konnten die Göttinger vor rund 750 Zuschauern den Münchenern aber durchaus Paroli bieten und den Durchgang relativ ausgeglichen gestalten (18:23). Bis zur Pause setzte sich der Favorit aber auf 17 Punkte ab. Diese Hypothek war am Ende zu hoch. Die Durchgänge drei (7:18) und vier (8:20) gingen klar an die Bayern, die am Ende mit dem souveränen Erfolg ins Finale einzogen, das am Sonntag über die Bühne geht. Ein Spiel um Platz drei wird beim Top4 nicht ausgetragen.

Die stärksten Werfer bei den Veilchen waren Tim Hackel mit 14 Punkten und Hendrik Hadenfeldt mit 13 Punkten. Simon Exner holte starke acht Rebounds. Für die Youngsters war der Einzug ins Halbfinale des Top4 der bisher größte Erfolg: Zum ersten Mal in der Göttinger Basketball-Geschichte nahm ein Nachwuchsteam an der Endrunde der besten vier JBBL-Mannschaften teil.

„Ich bin extrem stolz auf die Jungs, auf meinen Co-Trainer Marcel Baumgarten, auf unsere beiden Betreuer Nils Hülsmann und Andre Kraft. Die Saison war für uns ein Riesenerfolg, und wir können super glücklich damit sein, was wir erreicht haben“, sagte Youngsters-Headcoach Jan Sauerbrey. Das Team sei natürlich sehr geknickt gewesen, aber das Ergebnis gehe schon in Ordnung. Vor allem im ersten Viertel habe sein Team schnell und aggressiv gespielt und die Bayern so vor Probleme gestellt, sagte der Trainer. In der Folge hätten die Münchener aber zwei Gänge hochgeschaltet. „Dadurch haben wir nicht mehr ins Spiel gefunden.“

Aber, so Sauerbrey: „Das war eine supererfolgreiche Saison für uns. Dass wir, die als Saisonziel den Klassenerhalt ausgegeben hatten, das Top4 erreichen würden, hätte uns niemand zugetraut.“ Zudem sei das Top4 für seine Mannschaft eine wertvolle Erfahrung gewesen. „Das ist das höchste Level, auf dem man spielen kann.“

Auch Spieler Hendrik Hadenfeldt bezeichnete die Teilnahme als die „größte Erfahrung, die wir alle in unserer Basketball-Laufbahn bislang gemacht haben“. Die Anspannung sei unglaublich hoch gewesen. „Es waren viele Zuschauer und viele andere große Namen in der Halle. Etwa 50 Leute haben uns begleitet und unsere Freunde haben eine super Stimmung gemacht. Das hat viel Spaß gemacht.“

Natürlich seien die Köpfe nach der Schlusssirene erst einmal unten gewesen, aber nicht lange danach sei die Stimmung umgeschwenkt. „Wir sind stolz, dass wir so weit gekommen sind und traurig, dass die Saison jetzt für uns vorbei ist“, erzählt der 15-jährige Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Beim Blick zurück auf die Saison ist bei dem Elftklässler vor allem das letzte Heimspiel gegen TuS Lichterfelde in Erinnerung geblieben, in dem sich die Mannschaft die Top4-Teilnahme in Quakenbrück gesichert hat. „Wir hatten in der Saison viele Ups an Downs, sind aber zum Start der Playoffs immer besser geworden.“

Nach fünf Trainingseinheiten wöchentlich steht jetzt eine Pause an. Bevor die Mannschaft aber auseinander geht, wird es noch ein gemeinsames Essen geben. Ein großer Teil verabschiedet sich dann für ein High-School-Jahr in Richtung USA, Hadenfeldt wechselt ins NBBL-Team der BG-Juniors und wird im kommenden Jahr sein Abitur machen. Anders als sein Bruder Philipp, der den Profi-Basketball in Würzburg im Visier hat und dort in der ProB spielt, hat sich Hendrik Hadenfeldt auf die Schule konzentriert. In seiner Freizeit liegt der Fokus allerdings nur noch auf dem Basketball: „Ich habe mal Fußball und auch Tennis und Schlagzeug und Gitarre gespielt“, berichtet er. Mit dem Basketballzentrum mache alles noch mehr Spaß: „Wir werfen immer auf die selben Körbe, haben immer das selbe Parkett, tolle Bälle und natürlich den Kraftraum nebenan.“

BG Göttingen Youngsters: Hadenfeldt (13 Punkte/1 Dreier), Leinhos (3), Uphaus, Lüer, Haubrock (3), Rodeck (3), Herbst, Seehof, Elawure, Schultz (3/1), Hackel (14, 2 Assists), Exner (5, 8 Rebounds).

Von Andreas Fuhrmann und Kathrin Lienig

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