Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Gewitter

Navigation:
Für Claus Schaper ist nichts unmöglich

Torhüter des TV Jahn Duderstadt Für Claus Schaper ist nichts unmöglich

Claus Schaper kommt das Wörtchen „Nein“ nur ganz schwer über die Lippen. „Ich bin ein Mensch, der versucht, erst einmal alles möglich zu machen“, erzählt der 20-jährige Torhüter des TV Jahn Duderstadt.

Voriger Artikel
Kai Rätzel vom SCW gelingt ein Hattrick
Nächster Artikel
Alexander Hafner: Im Dienst der SVG
Quelle: EF

Duderstadt. Davon profitiert haben am vergangenen Wochenende drei Handball-Teams der Eichsfelder, in denen der Student der Betriebswirtschaft in Clausthal-Zellerfeld zum Einsatz kam. Ein Engagement für das er den Titel „Sportler der Woche“ auf jeden Fall verdient hat.

Der Marathon begann für den gebürtigen Duderstädter am Sonnabend um 16 Uhr bei der dritten Mannschaft der HSG OHA, bei der er mit der Regionsklasse-Crew des TV Jahn gastierte. „In der Dritten spiele ich eigentlich immer“, erzählt Schaper. Mit 28:28 langte es für seine Mannschaft zwar nicht zum Sieg, aber doch immerhin zu einer kleinen Überraschung, denn die Harzer stehen in der Tabelle auf Platz fünf.

Zur Schwachstellenanalyse nach dem Spiel blieb nicht viel Zeit, denn in Duderstadt wartete bereits die Landesliga-Reserve des TV Jahn auf das Eintreffen des Keepers. „Dort habe ich dann 15 Minuten gespielt, und ich glaube, es war ganz ordentlich“, freute sich der aufgeweckte Student über seine Leistung, die mit dazu beitrug, dass die Mannschaft mit 30:25 gegenüber dem TV Mascherode die Oberhand behielt.

Die Krönung des Wochenendes folgte schließlich tags darauf in der Oberliga-Sieben der Duderstädter bei der SG Hohnhorst/Haste. Fünf Minuten Einsatzzeit bekam der Nachwuchskeeper und machte seine Sachen sehr gut, wie ihm später bescheinigt wurde. „Wenn man so eine lange Fahrt macht, dann möchte man natürlich auch einmal spielen“, gab Schaper unumwunden zu.

„Die Arbeit hier ist mein Hobby“

Schon einmal bekam er eine Chance in der ersten Mannschaft. Damals fiel Stammkeeper Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp verletzungsbedingt längere Zeit aus und Schaper trainierte regelmäßig mit dem Team. Seine sportlichen Ambitionen sind durchaus vorhanden, allerdings bleibt er dabei auf dem Teppich. „Ich bin nicht der Überflieger. Wenn ich einen guten Tag habe, dann fasse ich viele Bälle an. Es kann aber auch ganz anders laufen“, so Claus Schaper.

Angefangen hat er damals in der D-Jugend als Feldspieler. „Da hatte der Torwart aufgehört. Wenn sich keiner gefunden  hätte, dann hätten sie die Mannschaft aufgelöst. Und da habe ich mich eben ins Tor gestellt“, erinnert sich der Duderstädter. Wobei er jetzt noch Jahre später eigentlich auch mal wieder gern als Feldspieler auflaufen würde. „Aber ich spiele jetzt schon so lange im Tor, da wird es draußen wahrscheinlich schwierig.“

Wenn Claus Schaper nicht an der Uni büffeln muss und nicht Handball spielt, dann ist er in der elterlichen Firma zu finden, in die er einmal gemeinsam mit seinem Bruder einsteigen möchte. „Die Arbeit hier ist mein Hobby“, sagt er mit großer Überzeugung und Begeisterung in der Stimme, so dass man nicht einen Moment an seinen Worten zweifelt.

In der wenigen Zeit, die ihm noch bleibt, fährt er auch für sein Leben gern Motorrad oder schraubt an seinem Auto herum. „Und es kann auch schon passieren, dass ich mal als Zuschauer zum Handball fahre“, lacht er. 

Dieses Wochenende sieht es so aus, als würde es nicht ganz so stressig für ihn werden. Denn Christian Schmidt steht in der Ersten wieder zur Verfügung und die Dritte ist spielfrei. So bleibt der Einsatz in der Zweiten für den Teamplayer. Im Vergleich zur Vorwoche geradezu ein Wellness-Programm.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Serie und Arbeit

Ekkehard Loest, Manager des TV Jahn Duderstadt, ist bekannt dafür, dass er nicht lange um den heißen Brei herumredet.

mehr