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Mit Handballerin Cornelia Plotzk gelingt die Wende

MTV Geismar Mit Handballerin Cornelia Plotzk gelingt die Wende

Ihre Einwechselung war ein Glücksgriff: Als Cornelia Plotzki im Derby der Handball-Landesliga beim MTV Geismar nach etwa einer Viertelstunde aufs Feld kam, lag ihre Mannschaft gegen Tabellenführer HG Rosdorf-Grone mit 0:6 zurück. 45 Spielminuten später verließ das Team aus der Südstadt das Parkett der heimischen Halle mit einem 27:18-Erfolg.

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Cornelia Plotzki im Einsatz.

Quelle: CR

Göttingen. Und mit der Gewissheit, den Stadtrivalen von der Tabellenspitze verdrängt zu haben.

„Ich habe schnell zwei Bälle in der Abwehr abgefangen. Das hat unsere Mannschaft wohl ein bisschen gepusht“, sucht Plotzki nach einer Erklärung für die Wende. Weshalb sie nicht von Beginn an auf der Mittelposition in der Abwehr stand, lag an der Defensivvariante, die Trainer Dominik Kemke gewählt hatte. Als die 23-Jährige ihre angestammte Position in der Abwehrmitte eingenommen hatte, lief es plötzlich für Geismar.

Jeder hat zu sehr auf sich geschaut

„Die Mannschaft war nervös. Jeder hat zu sehr auf sich geschaut. Und bei dem deutlichen Rückstand war es dann wohl auch die Angst vor einer Blamage“, erklärt sie. Die Chance, Platz eins in der Tabelle zu übernehmen, sei sicher nicht so sehr in den Hinterköpfen gewesen. „Die Halle war so gut besucht wie nie. Da hat es einfach gedauert bis die Nervosität zurückging.“ Zur Pause hatte sich Geismar auf 9:9 herangekämpft. Aber nicht nur in der Defensive überzeugte die Rechtshänderin, elf Tore (davon sechs Siebenmeter) steuerte die Rückraumspielerin zum Derbysieg bei.

Über einen eventuellen Oberliga-Aufstieg will Plotzki nicht reden. In der A-Jugend hat sie schon einmal in der Oberliga gespielt, als E-Jugendliche wurde sie mit Rosdorf Kreismeisterin. „Einen Aufstieg würde sicherlich keine von uns ablehnen. Aber es sind noch zu viele Spiele bis die Entscheidung fällt.“

Qualität in Göttingen ist sehr groß

Erst am 20. April steht fest, welches der drei Göttinger Teams den Sprung in die höhere Klasse geschafft hat. „Die Qualität in Göttingen ist sehr groß. Es sind junge Mannschaften, die alle sehr variabel spielen und sich schnell auf ihre Gegner einstellen können“, hat Plotzki eine Erklärung dafür, dass neben dem MTV Geismar und der HGRG auch die HSG Göttingen als Aufsteiger ein Wörtchen um die Vergabe von Meisterschaft und Aufstieg mitredet.

Bis zum vergangenen Wochenende hat die Industriekauffrau, die mit fünf Jahren beim MTV Rosdorf das Handballspielen begann und sechs Jahre später nach Geismar wechselte, noch die weibliche C-Jugend des MTV in der Landesliga trainiert. Damit ist jetzt Schluss, Plotzki konzentriert sich auf ihre eigenen sportlichen Interessen, ohnehin bleibt ihr nebenbei nur wenig Zeit für andere Freizeitaktivitäten. Die Zeit, Freunde zu treffen oder einmal ausgiebig zu telefonieren, nimmt sie sich jedoch.

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