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Pauline Bremer: „Ich krieg’ das hin“

Bremer im Pokalfinale Pauline Bremer: „Ich krieg’ das hin“

Das Göttinger Fußballtalent Pauline Bremer hat in den vergangenen Monaten einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Vorläufiger Höhepunkt einer rasanten Entwicklung beim Bundesligisten Turbine Potsdam war der 4:1-Erfolg im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Bayern München.

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Quelle: Archiv

Göttingen.  Als Sahnehäubchen markierte die 16-Jährige, angefeuert von einer Göttinger Delegation ihrer ehemaligen SVG-Mitspielerinnen, in der 120. Minute des Pokalkrimis das letzte Tor des Tages.

„Der Ball kam über links, die Bayern-Torfrau hat den Schuss abgewehrt, dann wurde der Ball quer zurückgelegt. Ich habe geschossen und dabei gar nicht darauf geachtet, wohin “, berichtet Bremer. Es war die letzte Aktion des Spiels, und die Göttingerin lief im Anschluss zu „ihren“ SVGerinnen – la Ola im Turbine-Stadion.

„Die haben mich während des Spiels durchgängig angefeuert, und deswegen war ich umso motivierter, noch einen draufzusetzen“, erzählt die 16-Jährige. „Richtig anstrengend“ sei die Partie gewesen, immerhin hatte sie zuvor noch nie 120 Minuten durchgespielt. „Aber ich hatte ein Ziel vor Augen: das Spiel zu gewinnen.“

„Dass das alles so schnell ging, ist schon krass“

Ein „richtig schönes Wochenende“ habe sie mit den SVGerinnen erlebt. Das Fußball-Talent verfolgte das Testspiel der Schwarz-Weißen gegen die zweite Mannschaft der Potsdamer U-17-Juniorinnen, den Sonnabendnachmittag verbrachte sie mit den Göttingerinnen in Berlin. „Es war schön, sie wiederzusehen“, sagt Bremer.

Mittlerweile ist die 16-Jährige bereits mit der U-17-Nationalmannschaft in Belgien, um sich auf das EM-Qualifikationsspiel am Donnerstag um 19 Uhr gegen die Niederlande vorzubereiten. Am Sonnabend um 16 Uhr trifft man auf Dänemark, am Dienstag um 17 Uhr auf Belgien. Zusammen mit Johanna Tietge vom VfL Wolfsburg ist Bremer die einzige Europameisterin des vergangenen Jahres, die dem neuen Kader angehört – die anderen spielen jetzt U 19.

„Dass das alles so schnell ging, ist schon krass“, sagt Bremer im Rückblick auf ihre Erfolge 2012 und ihren Aufstieg zur Spielerin der Frauen-Bundesliga. Momentan leidet die Schule etwas unter der Terminhatz, und nächstes Jahr steht das Abitur an. Doch immerhin gibt es Lehrer, die mit den Teams mitreisen. „Ich krieg᾽ das hin“, sagt Bremer.

Von Eduard Warda

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