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Tour d‘Energie Göttingen: „Nackig in die Hose“

Experten-Tipp Tour d‘Energie Göttingen: „Nackig in die Hose“

Hendrik Maaßen fährt am Sonntag,25. April, die Tour d’ Energie mit. Etwas unzufrieden mit der Vorbereitung holt er sich für sein erstes Radrennen Expertenrat – bei Radsport-Ass Frieder Uflacker.

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Beanspruchtes Körperteil: Radler-Popos sind empfindlich.

Quelle: dpa

Göttingen. Mit einem Paukenschlag eröffnet die Tour d’ Energie am Sonntag die Rennsaison von 2500 Hobby-Radsportlern. Der Wettkampf liegt sehr früh im Renn-Kalender und ist dennoch nicht zum „Warmfahren“. Nach dem langen Winter hatten alle Radsportler nur wenig Zeit, sich auf die mit mehr als 900 Höhenmetern anspruchsvolle große Schleife vorzubereiten.

Ich spürte das, als meine letzte Trainingsfahrt auf der Strecke mit schmerzendem Hintern und Knie zu Ende ging. Hatte ich in den letzten Wochen zu intensiv versucht meinen Trainingsrückstand wegzufahren? Mir kommt ein alter Spruch in den Sinn: „Der gute Radsportler wird im Winter geformt“. Nur leider hatte ich keine Schneeketten für mein Rad.

Meine Ambitionen sind deshalb überschaubar: Ich möchte das Rennen durchstehen und auf der Bürgerstraße noch für ein Erinnerungsfoto lächeln können. Möglichst ohne Knie-Schmerzen. Dafür brauche ich mehr Tipps als nur: „Genug Trinken“ und „lass es ruhig angehen“. Tuspo-Trainer Frieder Uflacker sollte weiterhelfen können. Der Elite-A-Fahrer bereitet als Personal-Trainer Hobbyfahrer auf das Rennen vor.

„Stundenlang nur schwere Gänge treten, das findet kein Knie gut,“ sagt Uflacker. „Und man sollte nicht nur am Hohen Hagen aus dem Sattel gehen.“ Mehr Variation im Trittwinkel fördere die Durchblutung der Beine.

Nichts drunter!

An der Sitzposition sollte man so kurz vor dem Rennen nichts mehr verändern. „Ist der Sattel zu hoch gestellt, wackelt die Hüfte mit, weil man das Bein ganz durchstrecken muss.“ Wieder eine Möglichkeit um sich sein Hinterteil wund zu fahren. Beim Thema Sitz-Schmerzen muss Uflacker lachen.

„Unter gepolsterten Radhosen trägt man keine Baumwollwäsche!“ Die Nähte würden die Haut im Schritt wundscheuern. „Also auch wenn es ungewohnt ist: Nackig in die Radhose!“ Und dann empfiehlt mir der Tuspo-Trainer noch eine Hose mit Trägern. „Die wärmt die Nieren und lässt die Hose besser sitzen.“

Besonderes Augenmerk legt Uflacker nach vielen kalten Trainingseinheiten auf die Achillessehne. Sie sollte immer gut gewärmt sein. Sonst kann sie wie in der griechische Mythologie zur Schwachstelle werden, indem sie durch das hohe Trainingspensum überlastet ist. „Das wird schnell chronisch und tut dann auch beim Gehen weh“, sagt Uflacker.

Doch das gute Wetter der letzten Woche vor der Tour lädt endlich zum Trainieren ein. Der Personal-Trainer bremst meine Motivation: „Kurz vor dem Rennen sollte man nicht übertreiben: Spätestens am Mittwoch oder Donnerstag kann man noch ein belastendes Training machen. Dann sollte man nur noch sein Rad durchchecken und sich aufs Rennen freuen.“

Von Hendrik Maaßen

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Impressionen von der Tour d'Energie 2010.

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