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Tour d’Energie in Göttingen mit 10. 000 Zuschauern

Sommerliches Radsportfest für 2500 Fahrer Tour d’Energie in Göttingen mit 10. 000 Zuschauern

Bestes Wetter, etwas Wind und eine traumhafte Strecke.Bei der 7. Auflage der Tour d‘ Energie kamen 2500 Radsportler aus ganz Deutschland und 10 000 Zuschauer voll auf ihre Kosten. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten hunderte Helfer, Polizei und Feuerwehr. Hendrik Maaßen berichtet von der Rundfahrt.

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Zwischen Mengershausen und Jühnde: Teilnehmer der Tour d‘Energie von den Terrassen. Im Hintergrund liegt die Stadt Göttingen im vormittäglichen Dunst.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Von Minute zu Minute steigt die Spannung an den Ziententerassen. „Wer von euch noch nicht auf Toilette war, sollte das jetzt noch tun.

Die Vorgärten auf der Strecke sind nicht dafür da“, witzelt Moderator Andreas Lindemeier. Doch dann fällt der Startschuss für den ersten Block. Und nach nur zwei Minuten steht der erste Pechvogel mit einem Platten am Straßenrand. Aber der Sportler hat Glück im Unglück: Denn der „fliegende Start“ ist erst am Rosdorfer Kreisel.

Schon auf der Steigung von Mengershausen nach Jühnde formiert sich die Spitzengruppe, aus der auch später der Sieger kommen wird. Und hier beginnen die „Jedermänner“ zwischen den blühenden Rapsfeldern zu taktieren: Mal wird das Tempo verschärft oder ein einzelner Fahrer springt aus dem Feld heraus und setzt sich ein paar Meter ab.

In Jühnde haben es dann zwei geschafft. Sascha Böhm und Oliver Gref fahren bis zu 500 Meter Vorsprung vor dem Feld heraus. Doch schon hinter Wiershausen lässt sich Böhm vom Hauptfeld schlucken und spart Kräfte, die der Zehntplatzierte in der Gesamtwertung des German Cycling Cups auch noch brauchen wird.

Oliver Gref tritt weiter beherzt in die Pedale und rauscht alleine mit 80 Stundenkilometern eine Abfahrt nach Hann.Münden hinunter. Seine Flucht ist beendet das Fahrerfeld bei Rennkilometer 42 am Brahmwald. Auf der fast sechs Kilometer langen Steigung geht es zu wie auf einer Bergetappe der „Tour de France“. Das Tempo ist hoch und wird immer wieder kurz verschärft. An der Verpflegungstelle vor Ellershausen ist das einstige Hauptfeld eine versprengter Haufen.

 Doch die Entscheidung fällt am Hohen Hagen. Eine Gruppe von knapp 30 Fahrern fliegt förmlich an vielen Startern der 46-km-Strecke vorbei, die sich an dem „Alpe d’Huez“ Göttingens versuchen. Das Tempo ist jetzt genauso hoch wie im Brahmwald, nur der Berg ist deutlich steiler.

Mehrere 100 Menschen säumen die mit Durchhalteparolen bemalte Straße Richtung Fernsehturm. Gebannt wartet auch das Göttinger Radsport-Ass Jan Menkens am höchsten Punkt der Tour d’Energie. „Ich hätte hier sicher unter die ersten zehn fahren können“, sagt der Athlet von Tuspo Weende etwas traurig.

„Aber mit einem Schlüsselbeinbruch geht das nun mal nicht.“ Und dann erklimmen die Führenden unter Beifall die letzten Höhenmeter. Die Gruppe ist auf 17 Fahrer geschrumpft. Doch als Menkens sieht, dass seine beiden Vereinskameraden Andreas Hildmann und Kai-Hendrik Günter unter den Ersten sind, freut er sich: „Außerdem habe ich noch nie hier gestanden und meine Leute angefeuert.“

Selbst ist der Mann: Während einige nach einem Defekt mangels Flickzeugs auf den Besenwagen warten, wechselt dieser Teilnehmer mäßig gelaunt den Schlauch seines Hinterrades. So kann er das Rennen doch noch beenden.

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Der Hohe Hagen ist für die Fahrer die Schlüsselstelle, denn diesen müssen sie nicht nur gut hochkommen, sondern auch möglichst schnell und heil wieder runter. Zwar bleiben auch in diesem Jahr auf der insgesamt 10 Kilometer langen Abfahrt Stürze nicht aus, es gibt aber keine ganz schweren Verletzungen.

Die Führungsgruppe löst sich mit dem Windschattenfahren ab und rotiert. Die Radsporter merken, dass sie eine Chance haben. Doch ganz sicher sind sie sich nicht und erkundigen sich schnaufend nach ihrem Vorsprung. In Volkerode, 9 Kilometer vor dem Ziel, beträgt er immerhin eineinhalb Minuten.

Im Zielsprint haben die beiden Göttinger nicht die besten Beine, und so gewinnt Frederik Prenzel aus Braunschweig vor dem aus Northeim stammenden Jan Rückert. Auf der 46-Kilometer-Runde siegt Jonas Leefmann bereits zum dritten Mal in Folge und beweist so eindrucksvoll, dass ihm die Strecke liegt. Bei den Freuen siegt Beate Zanner über 82 km und Susanne Lange auf der Kurzstrecke.

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10 000 Zuschauer allein im Zielbereich an der Göttinger Bürgerstraße, weitere an den Straßen in der Region und 2500 Radsportler, die bei schönstem Sommerwetter durch Südniedersachsen fahren: Die Jedermannrennen-Veranstalter von Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) und Tuspo Weende sind sich einig: Die 7. Auflage der Tour am vergangenen Sonntag war die bisher schönste.

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Video von der Tour d'Energie 2013

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