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Volksfeststimmung bei der Tour d'Energie in Göttingen

„Merkur Cycling Team“ dominiert Volksfeststimmung bei der Tour d'Energie in Göttingen

Auch einige Minuten nach der Zieldurchfahrt pumpt Christian Dengler noch. Er steht im Kreise der Mitglieder des „Merkur Cycling Teams“ 200 Meter hinter der Ziellinie auf der Bürgerstraße. Der Mannschaft ist bei der Tour d’Energie über die 100-Kilometer-Strecke ein Coup gelungen: Die Teamkameraden Daniel Knyss (2:36:54) und Patrick Lichan (2:37:04) belegten bei Denglers Sieg  in 2:36:43 die Plätze zwei und drei.

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Alleine auf der Zielgeraden: Christian Dengler krönt Flucht.

Göttingen. „Wir hatten mehrere Fahrer in der Spitzengruppe und haben abwechselnd angegriffen. Wer gewinnt, ist zweitrangig“, erklärte Dengler. „Zwölf Kilometer vor dem Ziel war ich dran und habe etwas Vorsprung rausgeholt. Ob man es tatsächlich bis ins Ziel schafft, kann man nie genau wissen“, sagte der 33-Jährige, der zum ersten Mal in Göttingen startete.

Rund 5000 Zuschauer fieberten auf der Bürgerstraße mit – 20 000 über die gesamte Strecke verteilt.  Viele standen im Ziel direkt an den Absperrgittern und beugten sich soweit sie konnten über die Absperrung, um die Sprints sehen zu können. Zwar fuhren Dengler und Knyss jeweils alleine über die Ziellinie, aber das Verfolgerfeld lieferte sich Kopf-an-Kopf-Mehrkämpfe.

Immer wieder rollten Gruppen ins Ziel, deren Fahrer um die Plätze kämpfen. Freunde und Fans applaudierten auch den Fahrern auf den drei- und vierstelligen Plätzen und veranstalteten Lärm mit den Give-Aways – Ratschen, Klatschfinger oder luftgefüllte Plastikstäbe zum Zusammenschlagen – der Sponsoren. Begonnen hatte das Treiben auf der Bürgerstraße mit der Taggi-Tour über 2,5 Kilometer und der Mini-Taggi-Tour über rund 200 Meter.

Rund 3000 Radfahrer sind bei der Tour d'Energie in Göttingen an den Start gegangen. Nach dem Start an der Sparkassen-Arena ging es entweder über 46 Kilometer oder 100 Kilometer ins Ziel auf der Bürgerstraße.

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Die Stimmung trieb auch die Teilnehmer des 46-Kilometer-Rennes an. Jonas Leefmann und Christian Brandt konnten sich rund zehn Kilometer vor dem Ziel absetzen. „Ich kenne die Strecke hier sehr gut und wusste daher, wann ich den Sprint anziehen musste“, erklärte der Gewinner des Rennens Leefmann (1:13:38). Er siegte bereits zum vierten Mal in Folge. „Es tut mir für Brandt fast ein bisschen Leid. Er war eigentlich stärker“, so Leefmann weiter.

Brandt (1:13:39) konterte das Lob: „Leefmann hat verdient gewonnen. Nach seinem Antritt war das Ziel einfach zu dicht dran und ich konnte die Lücke nicht mehr schließen“, sagte der 31-Jährige. Zufrieden zeigten sich beide mit dem Ergebnis. „Das Rennen in Göttingen ist auf jeden Fall eines der schönsten Jedermann-Rennen in Deutschland“, meinte Leefmann. Die Stimmung sei wie beim Profi-Rennen. Den dritten Platz sicherte sich Patrick Hanhart (1:13:51) im Sprint.

Auch Stefanie Wasmundt aus Itzehoe lobte die Tour d’Energie. „Der Hohe Hagen ist schon anspruchsvoll, aber es hat viel Spaß gemacht. Die Strecke ist klasse“, fasste die 33-Jährige nach dem 46-Kilometer-Rennen zusammen. Sie habe sich erst kurzfristig angemeldet und sei daher von ganz hinten gestartet. „Ich habe dann einige 100 Fahrer überholt.

Da waren welche auf klapprigen Rädern dabei und auch einige Mountainbiker“, sagt sie. Sie schaffte es auf den neunten Platz bei den Frauen, bei der Bergwertung erreichte sie den dritten Rang, Jessica Lambracht siegte in 1:17:39 im Gesamtklassement und beim Bergpreis (8:06 Minuten).

Am schnellsten erklomm Hanhart in 6:29 Minuten den Hohen Hagen während des 46-Kilometer-Rennens. Die Bergkönige des 100-Kilometer-Rennens standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest, schnellste Frau über 100-Kilometer war Beate Zanner (2:42:14) vor Bettina Lambracht (2:49:48) und Christine Feger (2:51:53), die alle trocken ins Ziel kamen, da das Wetter mitspielte. „Das ist das Wichtigste für die Stimmung“, erklärte Alexander Frey, Geschäftsführer Göttinger Sport und Freizeit (GoeSF). Auch eine kleine Gruppe des Anti-Atom-Plenums, die im Feld mitfuhr, konnte die gute Stimmung nicht verderben.

Ein kurzer Schauer nachdem die schnellsten der 2974 Radsportler sich längst im Ziel ausruhten, sorgte gegen 14 Uhr dafür, dass sich die Zuschauerreihen direkt an der Strecke lichteten. Über den Tag verteilt drang immer wieder die Sonne durch. Während sich Jugendliche beim Bike-Looping überschlugen und Kindern in der Hüpfburg tobten, erzeugten die Zuschauer Volksfeststimmung auf der Bürgerstraße.

Auch die Kleinen können ganz groß: Bei der Tour d'Energie sind rund 130 Kinder auf ihre Fahrräder gestiegen und haben eine kurze Rennstrecke absolviert. Unterstützung bekamen sie dabei von Taggi dem Känguru, dem Maskottchen der Tageblatt-Kinderseite.

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Video von der Tour d'Energie 2013

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